Schäden im Mittleren Westen

Verwüstungen und Tote nach Tornados und Unwettern in den USA

Nichts ist wie zuvor: Dieser Mann und seine Frau inspizieren Schaden an ihrem Haus in der Nähe von Lawrence, nachdem der Tornado hier wütete. Foto: Chris Neal/The Topeka Capital-Journal/AP
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Nichts ist wie zuvor: Dieser Mann und seine Frau inspizieren Schaden an ihrem Haus in der Nähe von Lawrence, nachdem der Tornado hier wütete. Foto: Chris Neal/The Topeka Capital-Journal/AP
Sturmjäger: Der Dominator 3 ist ein gepanzertes Spezialfahrzeug, das in schwere Tornados hineinfahren kann, ohne Schaden zu nehmen. Foto: Gene Blevins/ZUMA Wire
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Sturmjäger: Der Dominator 3 ist ein gepanzertes Spezialfahrzeug, das in schwere Tornados hineinfahren kann, ohne Schaden zu nehmen. Foto: Gene Blevins/ZUMA Wire
Der Himmel über Colorado verdunkelt sich. Kurz darauf zogen Tornados und schwere Gewitter über den US-Bundesstaat Colorado. Foto: Gene Blevins
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Der Himmel über Colorado verdunkelt sich. Kurz darauf zogen Tornados und schwere Gewitter über den US-Bundesstaat Colorado. Foto: Gene Blevins
Ein abgedecktes Haus nach einem Tornado westlich von Celina. Im US-Bundesstaat Ohio haben Tornados große Schäden angerichtet. Foto: Ryan Snyder/Daily Standard/AP
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Ein abgedecktes Haus nach einem Tornado westlich von Celina. Im US-Bundesstaat Ohio haben Tornados große Schäden angerichtet. Foto: Ryan Snyder/Daily Standard/AP
Eine mächtige Gewitterwolke taucht die Straße bei Chivington im US-Bundesstaat Colorado in unwirkliches Licht: Foto. Gene Blevins/ZUMA Wire Foto: Gene Blevins
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Eine mächtige Gewitterwolke taucht die Straße bei Chivington im US-Bundesstaat Colorado in unwirkliches Licht: Foto. Gene Blevins/ZUMA Wire Foto: Gene Blevins
Zerstört: Das Northridge Shopping Center in Dayton. Foto: Doral Chenoweth Iii/The Columbus Dispatch/AP
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Zerstört: Das Northridge Shopping Center in Dayton. Foto: Doral Chenoweth Iii/The Columbus Dispatch/AP

Abgedeckte Dächer, umgeknickte Strommasten, entwurzelte Bäume, umgeworfene Autos, Regenfluten. In Teilen der USA haben Tornados eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Der Süden schmort unter Gluthitze.

Washington (dpa) - Tornados und Gewitter haben in Teilen der USA schwere Schäden hinterlassen. Mindestens zwei Menschen kamen ums Leben, es gab viele Verletzte. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, Stromverbindungen gekappt, der Flugverkehr wurde unterbrochen.

Besonders betroffen waren die Bundesstaaten Kansas, Missouri, Oklahoma und Ohio. Insgesamt seien am Montag und Dienstag 55 Tornados in acht US-Staaten registriert worden, berichtete der Sender CNN.

In Celina in Ohio kam ein 81 Jahre alter Mann ums Leben, als ein Fahrzeug in sein Haus geschleudert wurde, wie Bürgermeister Jeffrey Hazel am Dienstag (Ortszeit) sagte. Mehrere Menschen seien verletzt, viele Häuser beschädigt oder zerstört und die Stromversorgung unterbrochen worden. Im Bundesstaat Arkansas ertrank ein 64-jähriger Mann in den Regenfluten, wie CNN meldete.

In Brookville in Ohio glaubte der 59-jährige Michael Sussman am Montagabend, dass sein letztes Stündlein geschlagen habe. Als er die ersten Tornado-Warnungen hörte, machte er sich noch keine großen Sorgen. Auf seinem Laptop habe er dann gesehen, dass der Sturm sich direkt auf ihn zubewegte.

Kurz darauf wurde die Eingangstür seines Hauses weggerissen. "Ich wurde von Trümmern am Kopf getroffen. Ich schaute hoch, und ich hatte kein Dach mehr. Ich stand mitten im Flur und wusste nicht, ob ich das überleben würde", sagte Sussman CNN. Sein Haus wurde binnen 20 Sekunden zerstört, Sussman selbst erlitt eine Gehirnerschütterung, sei aber auf dem Wege der Besserung, sagte seine in der Nachbarschaft lebende Ex-Frau Caron Cantrell.

In Kansas City in Missouri musste der Flugverkehr am Internationalen Flughafen vorübergehend eingestellt werden, nachdem Trümmerteile auf die Landebahn geflogen waren. In Linwood im Bundesstaat Kansas wurden Dutzende Häuser völlig zerstört, wie Bürgermeister Brian Christenson CNN sagte. Er habe mit 20 anderen Einwohnern in einem Keller ausgeharrt, als der Tornado am Dienstagabend über den Ort hinwegzog.

Viele Dächer wurden vom Sturm weggerissen. Entwurzelte Bäume, umgeworfene Strommasten und herumwirbelnde Trümmer machten einige Straßen in Linwood und der benachbarten Stadt Lawrence unpassierbar. In Linwood wurden Windgeschwindigkeiten von fast 220 Kilometer pro Stunde gemessen, wie CNN berichtete.

Im Bundesstaat New Jersey wurde ein Schulgebäude von Unwettern beschädigt, als dort am Dienstagabend gerade eine Feier lief. Alle Teilnehmer seien in Sicherheit gebracht und niemand verletzt worden, teilten die Behörden mit. Mehr als 14.000 Menschen waren in New Jersey zeitweilig ohne Stromversorgung. In den Vororten von Tulsa im Bundesstaat Oklahoma stand das Wasser nach Überschwemmungen meterhoch.

Für die Gegend südlich und östlich von Kansas City warnte der Nationale Wetterdienst (NWS), es könne zu schweren Stürmen, Regenfällen und Hagel kommen. Hagelkörner könnten einen Durchmesser von bis zu 2,5 Zentimeter erreichen. Aus dem Süden der USA wurde wiederum große Hitze gemeldet. In einigen Orten in Georgia, North Carolina und Soutz Carolina wurden am Dienstag nach NWS-Angaben die höchsten Temperaturen jemals an einem 28. Mai aufgezeichnet. Sie überstiegen teilweise 38 Grad Celsius.

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