Alle Entwicklungen im News-Ticker

Unwetter in den Alpen: Feuerwehrler verunglückt tödlich - Video zeigt die riesigen Schneemengen

Wegen des Unwetters in den Alpen gilt in Teilen Tirols und Kärntens die Lawinen-Alarmstufe rot. Hunderte Haushalte sind ohne Strom, viele Straßen gesperrt, Helfer werden aus der Luft versorgt - der News-Ticker zur Schneewalze in Österreich und Südtirol.

  • Unwetter in den Alpen: Die Schneewalze sorgt in den österreichischen Regionen Osttirol, Oberkärnten sowie dem nördlichen Teil Südtirols (Italien) weiter für eine hohe Lawinengefahr.
  • Tausende Menschen sind ohne Strom, viele Straßen sind gesperrt. Helfer müssen teils mit Helikoptern aus der Luft versorgt werden.
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

+++ Wir beenden diesen Ticker und bedanken uns fürs Mitlesen. +++

Update vom 9. Dezember, 17.30 Uhr: Österreichischen Medienberichten zufolge ist die Großglockner Straße (B 107) zwischen Zell am See, der Hochgebirgsregion Hohe Tauern, Oberkärnten und dem Bezirk Lienz in Osttriol „wegen Gefahr im Verzug“ komplett gesperrt.

Stromleitungen auf der Strecke sind wegen des Unwetters in den Alpen beschädigt, heißt es, wegen der Schneelast seien zudem reihenweise Bäume auf die Fahrbahn gekippt.

Unwetter in den Alpen: 4000 Kärtner und 3000 Osttiroler sind ohne Strom

Update vom 9. Dezember, 17.20 Uhr: Die Feuerwehren zwischen Osttirol und Oberkärnten sind wegen des Unwetters in den Alpen in diesem Bereich samt starker Schneefälle, umgestürzter Bäume und hoher Lawinengefahr im Dauereinsatz.

Wie die Kleine Zeitung schreibt, sind 4000 Kärtner und 3000 Osttiroler Haushalte mittlerweile ohne Strom. Die Monteure kommen wegen der zugeschneiten und/oder gesperrten Straßen jedoch nicht zu den Störfällen.

Der ORF-Meteorolge Alois M. Holzer postete bei Twitter derweil ein Video, das eine meterhoch zugeschneite Straße bei Heiligenblut im Bezirk Spittal an der Drau (Kärnten) zeigt.

Unwetter in den Alpen: Feuerwehler verunglückt bei Beseitigung der Schneemassen tödlich

Update vom 9. Dezember, 16.55 Uhr: Das Unwetter in den Alpen mit riesigen Schneemassen zwischen Südtirol, Östtirol und Oberkärnten hat weiter dramatische Ausmaße für die betroffenen Gebiete.

Eine bittere Nachricht gab es im Zuge der Rettungs- und Räumungsarbeiten für die Feuerwehren im Bezirk Spittal an der Drau (Kärnten) zu verkraften - mitten im Einsatz. Konkret: In Großkirchheim ist Ehrenfeuerwehr-Kommandant Horst Pichler bei der Beseitigung der Schneeberge vor seinem Haus offenbar tödlich verunglückt.

Das berichtet die Kleine Zeitung aus Graz. Demnach fanden die Feuerwehr-Kollegen aus der Gemeinde den ihnen bestens bekannten Feuerwehrler - und konnten ihm nicht mehr helfen. „Er ist beim Schneeschaufeln umgefallen“, erklärte Kommandant Günther Schmidl demnach. Ein Rettungsteam und Ärzte aus dem benachbarten Heiligenblut hätten dem Feuerwehler außer Dienst nicht mehr helfen können.

Er ist nicht das erste Todesopfer des Unwetters im Alpenraum. In Italien wurde ein 53-jähriger Mann nahe dem Comer See von einem Baum erschlagen.

Unwetter in den Alpen: Osttirol - Stromnetz im Tauerntal und Villgratental bricht zusammen

Update vom 9. Dezember, 14.30 Uhr: Extremes Wetter im Winter*: Hunderte Haushalte sind in den von den starken Schneefällen betroffenen Gebieten Osttirols und Oberkärntens weiter ohne Strom. Laut wetter.at gebe es erhebliche Probleme mit dem Stromnetz im Tauerntal und im Villgratental (jeweils Osttirol).

Schulen und Kindergärten bleiben in den Bezirken Spittal an der Drau und Hermagor (jeweils Kärnten) vorerst geschlossen. Wie die Tinetz-Tiroler Netze GmbH mitteilte, gelangen ihre Mitarbeiter wegen der Straßensperren nicht an die betroffenen Störstellen.

Laut Tiroler Tageszeitung sind zahlreiche Straßen in Osttirol gesperrt. Wegen der hohen Lawinengefahr werden zu „großer Zurückhaltung“ im alpinen Gelände aufgefordert. Es seien jederzeit Nass- und Gleitschneelawinen möglich, hieß es weiter.

Sillian: Ein Anwohner befreit mit einer Schaufel sein Auto von den Schneemassen.

Unwetter in den Alpen: Lawinen-Alarmstufe rot in Osttirol und Oberkärnten

Update vom 9. Dezember, 14 Uhr: Es schneit weiter stark in Osttirol, Oberkärnten und auf italienischer Seite in Teilen des nördlichen Südtirols.

Wie das Nachrichtenportal wetter.at berichtet, herrscht wegen der starken Schneefälle in den Bezirken Lienz (Osttirol), Spittal an der Drau und Hermagor (jeweils Kärnten) die Lawinen-Alarmstufe rot.

In der weitläufigen Tiroler Gemeinde Matrei (277,8 Quadratkilometer!) mussten die Rettungskräfte bei ihrem Einsatz zeitweise mit einem Polizeihubschrauber aus der Luft versorgt werden, weil Straßen und Zufahrtswege durch den vielen Schnee blockiert waren.

Matrei/Osttirol: Ein Polizei-Helikopter landet im Rahmen eines Versorgungsflugs auf einer Straße.

Unwetter in den Alpen: Schneemassen, Lawinengefahr und abgeschnittene Ortschaften

Erstmeldung vom 8. Dezember: Tirol/Bozen - Meterhohe Schneemassen, Lawinengefahr und von der Außenwelt abgeschnittene Ortschaften: Die Wetterlage* in den Alpen bleibt kritisch.

Heftige Schneefälle hatten am Wochenende in Teilen Österreichs, Italien und der Schweiz für Ausnahmezustände gesorgt und sogar Todesopfer* gefordert. Entspannung ist noch nicht in Sicht.

Unwetter-Alarm in den Alpen: Nächste Schneewalze kommt in Österreich - bis zu einem Meter Neuschnee

Noch ist die Unwetter-Lage* in den Alpen nicht überstanden. Auch am Dienstag und Mittwoch soll es der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zufolge erneut zu teils ergiebigen Regen- und Schneefällen kommen. Entlang sowie südlich des Alpenhauptkammes werden die Schneefälle demnach spätestens am Dienstagabend wieder intensiv.

„Am Dienstag und am Mittwoch bringt das nächste Italien-Tief in Oberkärnten und in Osttirol wieder verbreitet Schneefall bis in die Täler. Dabei kommen nochmals um die 50 Zentimeter Neuschnee dazu, vereinzelt auch um die 100, zum Beispiel im Lesachtal“, wird Gerhard Hohenwarter von der ZAMG vom österreichischen Wetterportal wetter.at zitiert.

Ähnlich sind die Prognosen für Südtirol: Auch hier soll es vor allem am Dienstag erneut zu Schneefällen kommen, so die Prognose von Meteorologen im Amt für Meteorologie und Lawinenwarnung. Erst zum Ende der Woche beruhigt sich das Wetter in den Alpenregionen und die Schneefälle klingen ab.

Wetter-Chaos in den Alpen: Tausende Haushalte in Österreich ohne Strom

Das österreichische Lesachtal stellte bereits am Wochenende mit 190 Litern in 24 Stunden einen neuen Niederschlagsrekord auf. Die Gemeinde in Kärnten wurde komplett von der Außenwelt abgeschnitten, auch der Strom war ausgefallen. In Österreich hatten einige Wetterstationen in Oberkärnten und Osttirol von Freitag bis Sonntag binnen drei Tagen soviel Niederschlag wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.

Schneemassen in Südtirol: Feuerwehr muss Trinkwasser liefern

Auch in Südtirol (Italien) waren am Montagabend 4200 Haushalte noch immer ohne Stromversorgung. In der Gemeinde Laas im Vinschgau waren am Montag wegen einer beschädigten Leitung zudem rund 2000 Menschen ohne Trinkwasser. Inzwischen wurde eine provisorische Lösung umgesetzt: Die Berufsfeuerwehr hatte einen Trinkwassertank mit 11.000 Litern in die benachbarte Gemeinde Tschengls gebracht: Über eine 700-Meter-lange Pumpstrecke wird das Trinkwasser nun verteilt.

Wetter-Chaos in Italien: Überschwemmungen bei Modena

Von den Unwettern waren am Wochenende vor allem auch die Regionen im Norden und Nordosten Italiens stark betroffen. In den Regionen Venetien, Friaul-Julisch Venetien, Emilia Romagna, Kampanien und Sizilien zählte die Feuerwehr Tausende Einsätze. In der Gegend um Modena hatten starke Regenfälle zu Hochwasser und Überflutungen ganzer Landstriche geführt. Die Feuerwehr musste Menschen mit Schlauchbooten aus ihren Häusern befreien. Zwei Menschen kamen ums Leben.

Venetiens Regionalpräsident, Luca Zaia, sprach von Schäden in der nordöstlichen Region bis 500 Millionen Euro. Der Zivilschutzbehörde zufolge galt am Dienstag für die Regionen im Nordosten Italiens sowie um Rom und südlich davon die höchste Wetterwarnstufe Rot.

Der Eisenbahnverkehr ist nach Angaben der Agentur für Bevölkerungsschutz am Dienstagmorgen noch größtenteils beeinträchtigt. Die Vischgerbahn fährt zwar größtenteils wieder, doch die Brennerbahnlinie bleibt wegen der Mure beim Virgl in Bozen noch immer gesperrt. Auch die Pustertalbahn steht voraussichtlich noch bis Donnerstag (10. Dezember) still. Die Brennerautobahn bei Sterzing wurde zwar wieder für den Verkehr freigegeben, Teile der Brenner-Bundesstraße (B182) bleiben jedoch zunächst auf Tiroler und Südtiroler Seite gesperrt, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Dennoch scheint sich die Lage vorerst zu beruhigen. „Die Lage bewegt sich ins Positive“, sagt Rudolf Pollinger, der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz.

Alarmstufe rot in den Alpen - Lawinengefahr weiter hoch

Noch immer ist die Lawinengefahr in den Alpen hoch.

Die Lawinengefahr bleibt in weiten Teilen der Alpen hoch. In Osttirol galt am Montag die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier.
Auch weiterhin sei die Gefahr von sehr großen Lawinen an steilen Grashängen zu erwarten, so die Behörden . Die Lawinengefahr bleibt mit der vorletzten Stufe auch in den größten Teilen Südtirols hoch. (va) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © APA/EXPA/JFK/dpa

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