"Stuttgart 21"-Gegner bekennen sich zu Farbanschlag

Stuttgart/Brüssel - Gegner des umstrittenen Bahnprojekts “Stuttgart 21“ haben sich zu dem Anschlag mit Farbbeuteln auf die baden-württembergische Landesvertretung in Brüssel bekannt.

Das Staatsministerium wies am Montag auf ein im Internet veröffentlichtes Bekennerschreiben hin, in dem es hieß, dass die Vertretung wegen der “untragbaren Repression“ gegen “Stuttgart 21“-Gegner angegriffen worden sei.

“Euer Polizeistaat kennt keine Grenzen. Unser Widerstand wird grenzenlos sein“, schrieben die Aktivisten weiter. In der Nacht zu Samstag waren Farbbeutel auf die Landesvertretung in Brüssel geworfen worden. Vor allem das Erdgeschoss und der Eingang waren in Mitleidenschaft gezogen worden.

Einige Beutel seien auch gegen Fenster der zweiten Etage geworfen worden, teilte das Staatsministerium mit. Neben der Eingangstüre hätten die Täter die durchgestrichene Aufschrift “S21“ hinterlassen, das Kürzel für das umstrittene Bahnprojekt “Stuttgart 21“, bei dem der Bahnhof der Landeshauptstadt für 4,1 Milliarden Euro in einen Durchgangsbahnhof umgebaut werden soll.

Die Auseinandersetzung um “Stuttgart 21“ war am Donnerstag eskaliert. Bei einer Demonstration war die Polizei mit Wasserwerfern und Pfefferspray gegen die Protestierenden vorgegangen. Nach Behördenangaben wurden mehr als 100 Menschen verletzt. Die Ausbaugegner beziffern die Zahl dagegen auf mehr als 1.000.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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