Untersuchung von Triathleten

Studie: Zu viel Sport am Limit könnte dem Herzen schaden

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Für die Studie wurden Triathleten untersucht - allerdings keine Profis, wie sie hier in Hamburg an den Start gehen. Foto: Christophe Gateau

Hamburg (dpa) - Aus einer Stichproben-Untersuchung schließen Hamburger Mediziner, dass männliche Freizeitsportler bei dauernder Überanstrengung möglicherweise ihrer Herzgesundheit schaden können.

Die Forscher vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) stellten bei einer Untersuchung von 54 männlichen und 29 weiblichen Triathleten fest, dass zehn der Männer Vernarbungen am Herzmuskel hatten.

Solche sogenannten myokardialen Fibrosen hängen mit dem Auftreten lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen zusammen, wie Gunnar Lund, der Leiter der Forschergruppe, erläuterte. Die Studienteilnehmer waren ambitionierte Freizeitsportler im Durchschnittsalter von 43 Jahren, die mindestens zehn Stunden die Woche trainieren, wie das UKE am Donnerstag mitteilte.

Ursache der Vernarbungen könne eine bestehende und zuvor nicht erkannte Herzmuskelentzündung sein. In der Normalbevölkerung komme dieses Leiden mit einer Häufigkeit von 3 bis 4 Prozent vor, bei den Studienteilnehmern waren 17 Prozent der Männer, aber keine der Frauen betroffen. "Denkbar ist eine Überlastung des Herzens durch zu viel Sport an der Leistungsgrenze", erklärte Lund.

Die Wissenschaftler vermuten, dass auch das männliche Hormon Testosteron eine Rolle spielen könnte. Vielleicht seien Frauen aber auch aus einem anderen Grund von Natur aus besser geschützt oder sie seien einfach cleverer und verausgabten sich nicht so sehr wie einige Männer, meinte Lund.

Die Studienergebnisse wurden in der Zeitschrift "JACC: Cardiovascular Imaging" veröffentlicht.

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