Strecke bleibt nach ICE-Unfall gesperrt

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ICE rammt Müllwagen.

Lambrecht - Nach der Kollision eines ICE-Zuges mit einem Müllwagen im Pfälzerwald bleibt der Abschnitt der Bahnstrecke Frankfurt-Paris auch am Mittwoch gesperrt.

Der verunglückte Zug befand sich am Morgen noch an der Unfallstelle bei Lambrecht und sollte im Laufe des Tages mit schwerem Gerät von den Gleisen gehoben werden, sagte ein Bahnsprecher. Die Oberleitungen seien bereits abmontiert, doch die Bergung des Zuges sei schwieriger als zunächst angenommen. Auch müssten Sicherheitsvorgaben beachtet werden. Den ganzen Tag muss mit Behinderungen gerechnet werden.

Bilder: ICE rammt Müllabfuhr

ICE rammt Müllabfuhr

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Bei der gesperrten Strecke auf dem Weg von Mannheim nach Saarbrücken handelt es sich um den Abschnitt zwischen Neustadt an der Weinstraße und Weidenthal. Dort werden Busse eingesetzt. Der ICE- Verkehr zwischen Frankfurt und Paris sollte über Straßburg umgeleitet werden. Wann genau die Bergungsarbeiten beendet seien, konnte der Sprecher nicht sagen. Der Hochgeschwindigkeitszug mit rund 300 Passagieren an Bord war am Dienstag mit einem Müllauto zusammengestoßen, das von einer Straße an die Gleise gerutscht war. 15 Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Unfalls aufgenommen. Es werde geprüft, ob ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorliege, sagte der Leiter der Behörde, Lothar Liebig, am Mittwoch der dpa. Dabei gehe es um die Frage, ob dem Fahrer des Müllwagens ein strafrechtlich relevanter Vorwurf zu machen sei. Die Ermittler der Staatsanwaltschaft Frankenthal rechnen in den kommenden Tagen mit ersten Erkenntnissen.

dpa

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