"Endeavour" am Mittwoch wieder auf der Erde

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Abschied nach dem letzten Besuch bei der ISS: Die "Endeavour" ist zum letzten Mal auf dem Rückweg zur Erde.

Cape Canaveral - Bald ist die "Endeavour" Geschichte und "landet" im Museum. Das Shuttle dockte am Montagmorgen von der Raumstation ISS ab und wird am Mittwoch auf der Erde zurück erwartet.

Die US-Raumfähre “Endeavour“ ist zum letzten Mal auf dem Rückweg zur Erde. Das Shuttle dockte am Montagmorgen (MESZ) von der Internationalen Raumstation ISS ab. Am Mittwoch wird es zurück auf der Erde erwartet. Mit dem Start der letzten verbliebenen Raumfähre “Atlantis“ am 9. Juli wird das Shuttle-Programm der US-Raumfahrtbehörde NASA dann nach 30 Jahren aus Kosten- und Sicherheitsgründen eingestellt. Die sechsköpfige Besatzung der “Endeavour“ drehte nach dem Abdocken noch eine Ehrenrunde und fotografierte die mittlerweile - zumindest aus NASA-Sicht - komplett fertiggestellte ISS von allen Seiten. Die russische Raumfahrtagentur plant noch ein oder zwei Elemente hinzuzufügen. Doch ansonsten ist die mittlerweile 410 Tonnen schwere ISS nach über zwölf Jahren Bauzeit fertig.

Zum letzten Mal waren die Shuttle-Astronauten am Freitag zu einem Außenbordeinsatz im All. Mike Fincke und Gregory Chamitoff brachten dabei einen verlängerten Roboterarm an der ISS an und schlossen den Bau der Raumstation ab. Außeneinsätze im All erledigen künftig die ständigen Besatzungen der ISS, darunter auch den während des letzten Flugs einer US-Raumfähre, der “Atlantis“, im Sommer.

Letztes Experiment

Die Mannschaft der “Endeavour“ hatte unter anderem ein zwei Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) teures Alpha-Magnet-Spektrometer installiert, mit dem die Zusammensetzung der kosmischen Höhenstrahlung mit bisher unerreichter Präzision vermessen werden soll. Im Vordergrund steht dabei die Suche nach Antimaterie. Das Spektrometer sammelt täglich zwischen 25 Millionen und 40 Millionen Bilder.

Nach dem Abdocken führte die “Endeavour“-Besatzung noch ein Navigationsexperiment in der Umlaufbahn durch, das Erkenntnisse über zukünftige Flüge von interplanetaren Raumschiffen zum Mars oder zu Asteroiden liefern soll.

Kurz vor dem Ende der letzten Mission - und nach einem knapp zweiwöchigen Gemeinschaftsflug - hatte sich die Besatzung der “Endeavour“ am Sonntag von der ISS verabschiedet. “Es war eine Freude, mich euch zusammenzuarbeiten“, sagte ISS-Astronaut Ronald Garan seinen Kollegen von der “Endeavour“ zum Abschied. Kelly bedankte sich für die Gastfreundschaft und sprach von einer sehr erfolgreichen Mission: “Wir hatten wirklich gute Tage.“ Nun sei es an der Zeit, den drei Bewohnern der ISS etwas Frieden und Ruhe zu gönnen, sagte er mit einem Schmunzeln

Am Mittwochmorgen soll die “Endeavour“ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida landen. Danach wird sie zum Museumsstück. “Ich glaube, wir kapieren es erst richtig, wenn sie auf der Landebahn steht“, sagte der zuständige Nasa-Flugdirektor Gary Horlacher. Die US-Raumfahrtbehörde mottet ihre veraltete Shuttle-Flotte nach rund 30 Jahren ein. Im Juli fliegt noch einmal die Raumfähre “Atlantis“ zur Station, dann ist die Ära zu Ende.

dapd/dpa

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