Verbrechen in Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose

Elma (17) wurde von 19-Jährigem getötet - wird jetzt ein See abgepumpt?

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Blumen und Kerzen stehen in Sankt Augustin an der Unterkunft, in der die 17-Jährige gestorben ist.

Elma (17) wurde in Sankt Augustin getötet, ein Verdächtiger hat ein Geständnis abgelegt. Er sagte aus, was in der Todesnacht passiert sein soll.

  • Eine vermisste 17-jährige Elma C. wurde in einer Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin bei Bonn (NRW) am Sonntagabend (2. Dezember) tot aufgefunden
  • Das Mädchen aus dem rheinland-pfälzischen Unkel war seit Freitag vermisst
  • Die Polizei hat einen Tatverdächtigen (19) mit einem deutschen und kenianischen Pass festgenommen und schließt eine Beziehungstat nicht aus.
  • Der 19-Jährige hat die Tat gestanden. Ein Haftbefehl wurde wegen Totschlags am Dienstag (4. Dezember 2018) erlassen.

Getötete Elma C. (17): Polizei prüft Abpumpen eines Sees

Update vom 6. Dezember 2018:

Nach dem gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen in Sankt Augustin bei Bonn prüft die Polizei, ob zur Beweisfindung ein See abgepumpt werden soll. „Wir sprechen mit den Tauchern“, sagte Polizeisprecher Robert Scholten am Donnerstagmorgen in Bonn. Es bestehe die Möglichkeit, dass sich noch weitere persönliche Gegenstände des Opfers in dem und um das Gewässer befinden könnten. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Die Leiche der 17-Jährigen war am Sonntagabend in einer städtischen Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin gefunden worden. Als tatverdächtig gilt ein 19-Jähriger mit deutscher und kenianischer Staatsangehörigkeit, der nach Angaben der Stadt dort als Obdachloser untergebracht war. Er soll seit frühester Kindheit in Deutschland leben und hat zugegeben, Gewalt gegen die Jugendliche angewandt zu haben. Er und die 17-Jährige sollen sich erst kurz zuvor kennengelernt haben.

Am Sonntagnachmittag hatten Spaziergänger an dem Gewässer bei Sankt Augustin Kleidung und die Handtasche der Vermissten gefunden. Daraufhin suchten mehr als 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk das Gewässer und die Umgebung ab. Auch Taucher, Hubschrauber und Hunde waren beteiligt.

Große Trauer um Elma C. (17) in Sankt Augustin

Update vom 5. Dezember, 16.08 Uhr: Die Staatsanwaltschaft machte bislang keine Angaben zu Details, wie die 17-Jährige ums Leben kam. Eine Waffe soll nicht im Spiel gewesen sein. Die Polizei befragt weiterhin Zeugen und überprüft, ob die vom Verdächtigen geschilderte Version des Ablaufs so zutrifft. Die Ermittler gehen jedoch von einem einzigen Täter aus.

Es gebe bislang keinerlei Hinweise, dass irgendeine andere Person beteiligt gewesen sei, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender am Mittwoch. „Ich glaube auch nicht, dass die irgendwo noch herkommen werden“, ergänzte er.

Update vom 5. Dezember, 13.26 Uhr: Die Trauer um die getötete Elma C. aus Unkel ist groß. „Vor ihrem Wohnhaus sind Blumen mit Lämpchen hingelegt worden“, sagte der Stadtbürgermeister Gerhard Hausen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Schüler der Realschule in Unkel, die in früheren Jahren Mitschüler waren, wollen sich demnach in das Kondolenzbuch für das in Sankt Augustin bei Bonn getötete Mädchen eingetragen. Zahlreiche Menschen hätten es schon getan.

An diesem Sonntag sei im nahen Rheinbreitbach ein Benefiz-Fußballturnier zugunsten der Familie des Opfers geplant. Zum Begräbnis der Teenagerin machte der Rathauschef, laut dpa, vorerst keine Angaben. Medien hatten berichtet, dass Elma am Donnerstag beerdigt werden soll.

Sankt Augustin: Musste die 17-jährige Elma wegen einer Beleidigung sterben?

Update vom 5. Dezember, 11.33 Uhr: Was sich in den letzten Stunden vor Elmas Tod genau abgespielt ist noch unklar. Das Gericht hat bislang einen Haftbefehl wegen Totschlags, nicht wegen Mordes, gegen den 19 Jahre alten tatverdächtigen Deutsch-Kenianer erlassen.

Musste das Mädchen sterben, weil sie ihre neue Bekanntschaft beleidigt hat? In einer Vernehmung hatte der Tatverdächtige gesagt, dass es in seinem Zimmer in der städtischen Unterkunft in Sankt Augustin zum Streit gekommen sei.

Laut focus.de soll die 17-Jährige den Deutsch-Kenianer möglicherweise schwer beleidigt haben. Der 19-Jährige habe rot gesehen und tötete das Mädchen. 

Sankt Augustin: Wird Elma am Donnerstag beerdigt? 

Die Nachrichten vom 4. Dezember, 20.50 Uhr: Die „Bild“ will erfahren haben, dass die 17-Jährige bereits am Donnerstag beerdigt werden soll. In Unkel, der Heimatstadt der getöteten Jugendlichen sei die Betroffenheit groß, schreibt das Blatt. Bewohner hätten sich bereits ins Kondolenzbuch eingetragen, das im Rathaus ausgelegt ist. Zudem würden Spenden gesammelt, um die Beerdigung der Schülerin zu bezahlen.

So trafen sich Opfer und Tatverdächtiger in Sankt Augustin

Update vom 4. Dezember, 17.16 Uhr: Noch sind viele Fragen im Fall der gewaltsam getöteten 17-Jährigen in Sankt Augustin offen. Die Polizei schweigt bislang zum Ergebnis der Obduktion. In seiner Vernehmung sagte der 19-jährige Tatverdächtige, dass er Elma C. am Freitagabend kennengelernt habe und sie dann in eine Kneipe gegangen seien. Dann habe die 17-Jährige ihn mit in die Unterkunft begleitet. Dort seien sie in Streit geraten.

Wie genau die 17-Jährige ums Leben kam, ist noch nicht bekannt. Der 19-Jährige hatte zugegeben, gewaltsam gegen die Jugendliche vorgegangen zu sein. Nach seinem Termin beim Ermittlungsrichter mache er aber keine Angaben mehr zu dem Fall, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender am Dienstag.

Die Kleidung und die Handtasche der vermissten Elma waren an einem See gefunden worden. Der 19-Jährige räumte nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein, die Sachen dorthin geschafft zu haben. Unklar ist aber, ob er sie dort verstecken oder ob er bewusst eine falsche Fährte legen wollte. 

Zunächst keine weitere Vernehmung des Verdächtigen

Update vom 4. Dezember, 9.33 Uhr: Zwei Tage nach dem Fund der toten 17-jährigen Elma C. in Sankt Augustin will die Polizei am Dienstag eine Reihe von Zeugen vernehmen. Das sagte ein Polizeisprecher am Morgen in Bonn. Eine weitere Befragung des 19-Jährigen, der die Tötung des Mädchens gestanden hat, sei zunächst nicht geplant.  

Für die Ermittler gehe es jetzt darum, die vom Verdächtigen gelieferte Version des Tathergangs zu belegen. „Es gibt noch viel zu tun“, so der Sprecher.

Laut Bild.de habe die 17-Jährige den Tatverdächtigen in einer Bar in Bonn (NRW) kennengelernt. Ihren Eltern habe sie zuvor gesagt, dass sie sich mit einer Freundin treffen wolle. Als ihre Tochter am Samstag nicht nach Hause kam, machte sich die Mutter Sorgen und alarmierte die Polizei.

Große Suchaktion nach Elma in Sankt Augustin

Update vom 3. Dezember, 21.23 Uhr: Was genau passiert ist, wurde am Tag nach dem Fund des toten Mädchens nur langsam klarer. Die Eltern von Elma hatten ihre Tochter am Freitag als vermisst gemeldet. Einem WDR-Bericht zufolge wollte sie angeblich eine Freundin besuchen, kam dort aber nie an.

Am Sonntag dann fanden Spaziergänger an einem See bei Sankt Augustin in der Nähe von Bonn Kleidung und die Handtasche der Vermissten. Daraufhin suchten mehr als 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk das Gewässer und die Umgebung ab. Auch Taucher, Hubschrauber und Hunde waren beteiligt.

An einem See in der Nähe von Sankt Augustin fanden Spaziergänger Kleidung und die Handtasche der 17-Jährigen.

Zu diesem Zeitpunkt war die 17-Jährige aus Unkel jedoch bereits tot. Nach Erkenntnissen der Ermittler starb sie bereits in der Nacht zum Samstag. Der mutmaßliche Täter und sein Opfer kannten sich wohl erst seit kurzem.

Update vom 3. Dezember, 17 Uhr: Der Tod der 17-Jährigen löste Bestürzen und Trauer in der Umgebung aus. Am Zaun der Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin legten Bürger am Montag Blumen nieder und stellten Kerzen auf. 

Verdächtiger gesteht Gewaltverbrechen in Sankt Augustin

Update vom 3. Dezember, 15.43 Uhr: „Der Beschuldigte räumt ein, Gewalt gegen sie ausgeübt zu haben“, sagte der Bonner Oberstaatsanwalt Robin Faßbender am Montag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir gehen von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus.“ Gegen den 19 Jahre alten Mann mit deutscher und kenianischer Staatsangehörigkeit sei Haftbefehl wegen Mordes beantragt worden.

Der Verdächtige habe bei seiner Vernehmung ausgesagt, dass er das aus Rheinland-Pfalz stammende Opfer am Freitagabend kennengelernt habe. Sie seien dann zusammen in einer Kneipe gewesen. Später habe die 17-Jährige ihn in die städtische Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin begleitet, in der er wohnte. Dort sei es in der Nacht zum Samstag zu einem Streit gekommen, in dessen Verlauf der Mann gewalttätig geworden sei. Die 17-Jährige starb. Genauere Angaben zu den Tatumständen wollte Faßbender nicht machen, es sei aber keine Waffe benutzt worden.

Mordfall Sankt Augustin: Kurznachrichten brachten Polizei auf eine Spur

Update vom 3. Dezember, 11.47 Uhr: Die Nachricht vom Tod eines Mädchens in einer Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin hat am Heimatort der 17-Jährigen Bestürzung ausgelöst.

„Hier herrscht eine tiefe Betroffenheit“, sagte der Bürgermeister der Kleinstadt Unkel, Gerhard Hausen (SPD), am Montag. „Unsere Gedanken sind natürlich bei der Familie. Wir haben halbmast geflaggt.“ 

Update vom 3. Dezember, 10.53 Uhr: Die Leiche der jungen Frau wurde nach Angaben der Polizei, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, am Sonntagabend im Zimmer eines 19-Jährigen, den die Polizei als Tatverdächtigen festgenommen hat, entdeckt. 

In der Unterkunft sind der Bonner Polizei zufolge auch Wohnungslose untergebracht. Bei seiner Überprüfung durch die Polizei sagte der 19-Jährige demnach, dass sich die vermisste 17-Jährige leblos in seiner Wohnung befinde. Die Einsatzkräfte fanden die Jugendliche dann auch leblos in dem Raum auf - ein Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. 

Update vom 3. Dezember, 9.28 Uhr: Die getötete 17-Jährige habe vor ihrem Tod einen zwei Jahre älteren jungen Mann in einer städtischen Unterkunft besucht, in der neben Flüchtlingen auch Obdachlose untergebracht werden, sagte ein Polizeisprecher am Montagmorgen. Die Polizei schließt eine Beziehungstat nicht aus.

Auf die Spur des festgenommenen Tatverdächtigen seien die Ermittler über soziale Netzwerke und über verschickte Kurznachrichten gekommen. Per Handy habe sich das Mädchen in den zwei Tagen nach seinem Verschwinden mehrmals bei Bekannten gemeldet.

Der Mann stamme gebürtig aus dem Ausland, habe aber die deutsche Staatsangehörigkeit, sagte der Sprecher.

17-Jährige tot in Sankt Augustin - Polizei nimmt Verdächtigen fest

Meldung vom 3. Dezember 2018, 8.12 Uhr: 

Sankt Augustin - Eine seit Freitag als vermisst gemeldete Jugendliche ist nach Polizeiangaben tot in Nordrhein-Westfalen gefunden worden. Nach dpa-Informationen wurde die Leiche der 17-Jährigen am Sonntagabend in einer Flüchtlingsunterkunft in der Stadt Sankt Augustin entdeckt.

Die Polizei geht dem Verdacht nach, dass das Mädchen aus dem rheinland-pfälzischen Unkel möglicherweise ermordet wurde. Eine Mordkommission ermittelt. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Nähere Angaben zu dem Verdächtigen machte sie zunächst nicht.

17-Jährige war seit Freitag vermisst

Ihre Eltern hatten die Jugendliche am Freitag als vermisst gemeldet. Daraufhin nahmen mindestens 150 Polizisten und Feuerwehrleute die Suche nach ihr auf, wie die Polizei mitteilte. Die Einsatzkräfte suchten mit zehn Tauchern in einem See, mit einer Drohne samt Wärmebildkamera sowie einem Hubschrauber der Bundespolizei. Das Technische Hilfswerk leuchtete den See im Stadtteil Meindorf und dessen Ufer aus. Auch Rettungshunde waren dabei.

Kleider und Handtasche der Vermissten in Sankt Augustin entdeckt

Einsatzkräfte fanden die Tote um circa 20 Uhr im benachbarten Stadtteil Menden. Sie waren Hinweisen von Spaziergängern nachgegangen, die am Nachmittag die Kleider und Handtasche des Mädchens neben dem Sieglarer See in der Nähe des Fundortes gesehen hatten. Nach Angaben der Freiwilligen Feuerwehr, die mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz war, betreuten Notfallseelsorger die Angehörigen. Auch der Bürgermeister der Stadt, Klaus Schumacher, machte sich vor Ort ein Bild der Lage.

Die Polizei wollte am Montagmorgen weitere Details zu dem Kriminalfall bekannt geben. Zur Nationalität der jungen Frau sowie des Tatverdächtigen lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor.

dpa/afp/ml

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