S21-Gegner dementieren Gewalt: Polizei fantasiert

Stuttgart - Bei der Erstürmung der Stuttgart-21-Baustelle hat es nach Darstellung der Initiative “Parkschützer“ keine Gewalt gegen Polizisten gegeben. “Die Polizei fantasiert, dramatisiert und kriminalisiert, um einen Keil in den Widerstand zu treiben“.

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Das sagte der Sprecher der Aktivistengruppe, Matthias von Herrmann, am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Laut Polizei war eine Streife in Zivil nach ihrer Enttarnung schwer verletzt worden. Dies wies von Herrmann zurück. Der Beamte sei von Demonstranten aus der Menge geführt worden, und zwar unverletzt. Von einer feindseligen Stimmung gegen die Beamten könne keine Rede sein. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) rief am Dienstag erneut zur Besonnenheit auf. “Eine Stärke des Protests war, dass er konsequent gewaltfrei war“, sagte Hermann dem Sender SWR 1. Die Bahn habe mit dem Weiterbau allerdings Ratschläge missachtet, bis zum Stresstest im Juli keine weiteren Fakten zu schaffen. Doch auch die Fortsetzung der Bauarbeiten könne Gewalt nicht rechtfertigen, sagte der Minister.

Ermittlungen wegen Tötungsversuchs

Die Polizei ermittelt nach den gewaltsamen Ausschreitungen an der Stuttgart-21-Baustelle wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Ein am Boden liegender Beamter in Zivil sei von mehreren Demonstranten massiv mit Schlägen und Fußtritten traktiert worden, sagte Stuttgarts Polizeipräsident Thomas Züfle am Dienstag. “Wir haben um sein Leben gefürchtet.“ Am Montagabend hatten Gegner des umstrittenen Bahnprojekts die Baustelle am Hauptbahnhof gestürmt. Bei den Ausschreitungen waren neun Polizisten verletzt worden. Die Polizei nahm 15 Demonstranten fest. An der Baustelle entstand den Angaben zufolge Millionenschaden.

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dpa

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