Schreckliche Tat in Rostock

Mann attackiert Baby mit Messer und stürzt dann vom Balkon - stand er unter Drogen? 

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In Rostock hat ein Mann ein Baby mit einem Messer schwerverletzt. Dann stieg er auf den Balkon und stürzte sich aus dem fünften Stock.

In Rostock hat ein Mann einem Baby mit einem Messer schwer verletzt. Als die Polizei eintraf, sprang der Täter aus dem fünften Stock und starb noch vor Ort. Noch ist vieles unklar.

  • In Rostock hat ein Mann ein Baby in Rostock am Samstag (20. Juli) mit einem Messer attackiert.
  • Dann stürzte sich der 40-Jährige vom Balkon in den Tod.

Rostock: Nach Messerattacke auf Baby - stand der Mann unter Drogen?

Update vom 22. Juli 2019: Ein 40-Jähriger hat ein drei Monate altes Baby bei einer Messerattacke am Samstag in Rostock schwer verletzt. Der Zustand des Babys sei stabil, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Welche Folgen die schwersten Verletzungen am ganzen Körper für das weitere Leben des drei Monate alten Säuglings haben werden, könne aber noch niemand absehen, sagte eine Sprecherin.

Der Mann hatte laut Polizei und Staatsanwaltschaft am späten Samstagabend auf das Baby eingestochen und sich dann vom Balkon der Wohnung in der fünften Etage gestürzt. Der 40-Jährige starb. Um mehr über die Hintergründe der Tat zu erfahren, hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion beantragt. „Es gibt Hinweise, dass er möglicherweise Drogen genommen hat“, sagte die Sprecherin. Über die Messer-Attacke auf das Baby in Rostock berichtet auch nordbuzz.de*.

Mann sticht mit Messer auf Säugling ein und stürzt von Balkon

Erstmeldung vom 21. Juli 2019:

Rostock - Ein Mann hat in Rostock mit einem Messer auf einen Säugling eingestochen und dem Baby dabei schwerste Verletzungen zugefügt. Das drei Monate alte Kind wurde in der Universitätsklinik Rostock notoperiert, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Ein weiteres, neun Jahre altes Kind, das sich in der Wohnung im Stadtteil Dierkow aufgehalten habe, sei unverletzt geblieben. Die Mutter (18) des Säuglings erlitt nach Angaben der Staatsanwaltschaft einen Schock und konnte bisher nicht vernommen werden.

Rostock: Polizei schließt eine Beziehungstat nicht aus

Nach der Tat stieg der 40-jährige Mann über die Brüstung des Balkons der Wohnung im fünften Obergeschoss und stürzte in die Tiefe, wie es weiter hieß. Dabei kam er ums Leben. Ein Polizist habe noch versucht, ihn zu halten, den Sturz aber nicht verhindern können. Nachbarn hatten kurz vor Mitternacht die Beamten gerufen, weil aus der Wohnung lautes Geschrei drang.

Die Ermittler schließen eine Beziehungstat nicht aus, obwohl zunächst unklar blieb, ob der Mann der Vater des Kindes war. Er habe sich regulär in der Wohnung aufgehalten und sei nicht eingedrungen, hieß es. Beide - der 40-Jährige und die Mutter des Babys - seien Deutsche. Mit weiteren Ermittlungsergebnissen ist laut Staatsanwaltschaft frühestens am Montag zu rechnen.

Zu weiteren Details des Falls wollten sich die Ermittler zunächst nicht äußern. Laut NDR soll der Mann an der Wohnungseingangstür Barrikaden errichtet haben, die die Polizei erst überwinden musste. Außerdem habe er das Kind über die Balkonbrüstung gehalten und gedroht, es fallen zu lassen, ehe die Beamten es an sich bringen konnten.

Hintergrund der schrecklichen Tat in Rostock noch unklar

Der Deutschen Kinderhilfe zufolge steht bei rund einem Viertel aller Kinder, die durch Mord oder Totschlag ums Leben kommen, eine Trennung der Eltern und ein Streit um das Sorge- und Umgangsrecht im Hintergrund. Der Vorstandsvorsitzende Reiner Becker beruft sich bei dieser Angabe auf eigene Erhebungen und eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen. „Wir brauchen mehr Sensibilität bei den Jugendämtern, Familiengerichten und bei der Polizei, auch an eine derartige Möglichkeit einer Eskalation einer Trennung zu denken, um dann so schnell wie möglich vorbeugend tätig zu werden“, forderte Becker am Sonntag.

Bei einer anderen Messer-Attacke in Hamburg stach ein Täter auf zwei Jugendliche ein, wie nordbuzz.de* berichtet. Zudem wurden zwei Frauen aus Peine bei Braunschweig im Ägypten-Urlaub getötet.

dpa

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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