Heftige Kritik nach Aushang

Aus Angst vor Terror: Fitnessstudio will keine Migranten mehr

Ein Aushang vor einem Fitnessstudio in Güstrow sorgt für Wirbel. Es sollen keine Ausländer mehr als Mitglieder aufgenommen werden, steht darauf. Der Betreiber dementiert. 

Güstrow - Ein Aushang, der es in sich hat. Ein Fitnessstudio in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) muss sich heftige Vorwürfe gefallen lassen. 

Eine Filiale der Kette EasyFitness hatte mit einem handschriftlichen Plakat angekündigt, in Zukunft keine Migranten als Mitglieder mehr aufzunehmen und das ganze mit der Terrorgefahr begründet. Wörtlich hieß es auf dem Papier, dass im Internet verbreitet wurde: „Aufgrund jüngster Vorkommnisse (Terrorverdacht + Festnahmen) und zum Schutz unserer Mitglieder, werden wir ab SOFORT keine Mitbürger mit Migrationshintergrund mehr aufnehmen.“ 

Zahlreiche Medien haben den Fall aufgegriffen und berichten darüber. Laut Betreiber des Fitnessstudios soll das Plakat nicht abgesprochen gewesen sein und nicht die Philosophie von EasyFitness widerspiegeln. „Wir distanzieren uns klar von solchen Äußerungen und heißen auch in Zukunft alle Menschen herzlich willkommen“, heißt es bei Facebook. 

Hintergrund der Aktion soll sein, wie Medien berichten, dass drei Verdächtige, die bei einem Antiterroreinsatz vom Mittwoch in Güstrow kurzzeitig festgenommen wurden, in dem Studio trainieren. 

ch

Rubriklistenbild: © dpa /Screenshot/Twitter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.