Kleine Zerstörer

Kinder zerkratzen Autos mit Steinen - und richten Schaden über 50.000 Euro an

Parkende Autos
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Die Neunjährigen haben eine ganze Reihe von Fahrzeugen zerkratzt (Symbolbild).

Ein Anwohner hat zwei Neunjährige dabei beobachtet, wie sie zahlreiche Fahrzeuge in Remseck mit Steinen und Filzstiften beschädigten. Die Polizei übergab die Vandalen an die Eltern.

Remseck am Neckar - Die Meldung des Polizeipräsidiums Ludwigsburg* macht fassungslos (BW24* berichtete). Zwei neunjährige Kinder in Remseck am Neckar (Kreis Ludwigsburg*) sollen am Dienstagnachmittag eine ganze Reihe von geparkten Autos mit Steinen zerkratzt und völlig demoliert haben. Das berichtete ein Anwohner des unteren Schlossbergs im Stadtteil Neckarrems, wo sich der Vorfall ereignete. Zudem hätten die Kinder die Autos mit Filzstiften bemalt.

Laut Angaben der Polizei habe eine Streife die kleinen Zerstörer noch vor Ort angetroffen und an die Eltern übergeben. Die polizeilichen Ermittlungen dauern offenbar noch an. Der verursachte Sachschaden beläuft sich auf 50.000 Euro. Im Netz wird bereits spekuliert, wer nun finanziell für den Unfall aufkommen wird. „Greift da überhaupt schon die Haftpflicht der Eltern?“, fragte eine Nutzerin in einer Facebook-Gruppe aus Remseck. Eine andere glaubt zu wissen: „Die Haftpflichtversicherung erlischt, wenn es Vorsatz war. Das bedeutet, die Eltern müssten es aus eigener Tasche zahlen.“

Vandalismus in Remseck schockiert das Netz: „Mit neun kann man nicht so dämlich sein“

In der Tat gestaltet sich die Rechtslage so, dass Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren bereits eingeschränkt deliktsfähig sind. Demnach könnten die Eigentümer der Autos die Kinder auf Schadenersatz verklagen. Ein Urteil ist 30 Jahre lang vollstreckungsfähig. Die Geschädigten könnten also abwarten, bis die Kinder das nötige Geld verdient haben und es dann einfordern.

Möglicherweise haben auch die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt und sind damit verantwortlich. Die Netzgemeinde geht derweil von einem abgebrühten Vorgehen der Neunjährigen aus: „Das war pure Absicht. Mit neun kann man nicht so dämlich sein und das als Spaß sehen“, meint ein Facebook-Nutzer.

Wenn Kinder solche Taten begehen, ist das oft besonders schockierend. Der Vorfall in Remseck ist dabei leider kein Einzelfall. Erst kürzlich stellten Kinder einen Einkaufswagen auf Gleise in Villingen-Schwenningen* und verursachten einen Zugunfall. Fassungslos machte auch ein Vorfall in der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart*. Dort quälten Kinder Alpakas* - eine Stute erlebte daraufhin eine Totgeburt. *BW24 ist ein Angebot von Ippen.Media.

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