Ost-West-Vergleich: Die größten Unterschiede

Berlin - 20 Jahre nach der deutschen Einheit sehen Statistiker zwischen Ost und West vor allem noch Unterschiede bei den Löhnen. In einem Aspekt gibt es weitgehende Übereinstimmung.

Die Bundesländer hätten sich zwar in vielen Bereichen angeglichen, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, am Mittwoch in Berlin. Große Unterschiede gebe es aber noch auf dem Arbeitsmarkt. Vollzeitbeschäftigte verdienten im Osten nur rund drei Viertel des Westniveaus.

In der ersten Hälfte der 1990er Jahre habe der Osten bei Verdiensten zwar zugelegt. “Dieser Angleichungsprozess kam jedoch in den Folgejahren so gut wie zum Erliegen.“

Der Anteil der Hartz-IV-Empfänger an der Bevölkerung ist im Osten mit 17 Prozent deutlich höher als im Westen mit 8 Prozent, ermittelten die Experten für das Statistisches Jahrbuch 2010 und eine Sonderveröffentlichung “20 Jahre Deutsche Einheit - Wunsch und Wirklichkeit“.

Bei der Ausstattung der Haushalte und dem, was die Bürger in Ost und West konsumieren, gibt es dagegen kaum noch Unterschiede. “Um von einheitlichen Lebensbedingungen und Lebensverhältnissen sprechen zu können, gibt es noch eine Menge zu tun“, sagte Egeler. Er bezog diese Aussage auch auf Vergleiche zwischen Stadt und Land sowie Nord und Süd.

dpa

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