Seit Mitte Juli verschwunden

Vermisste Mutter und Tochter in München: 88 Hinweise sind bei der Polizei eingegangen

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Ein Bild des tatverdächtigen 44-Jährigen und der verschwundene Tatiana (16). 

Eine Mutter aus München und ihre 16-jährige Tochter werden seit Mitte Juli vermisst. Nun gibt es eine neue Entwicklung - weil zahlreiche Hinweise eingegangen sind.

  • Seit dem 13. Juli werden eine 16-jährige Münchnerin und ihre Mutter (41) vermisst.
  • Die Polizei geht davon aus, dass die beiden Frauen tot sind.
  • Als dringend tatverdächtig gilt der Ehemann der 41-Jährigen. Er sitzt in Haft, schweigt aber bisher zu den Vorwürfen.
  • Ende Juli durchsuchte die Polizei ein Areal im Truderinger Wald. Die Leichen der beiden Frauen wurden jedoch nicht gefunden. 
  • Inzwischen sind zahlreiche Hinweise bei der Polizei eingegangen. 


Update vom 18. September 2019: Seit zwei Monaten sind Maria und ihre 16-jährige Tochter Tatiana verschwunden. Marias Ehemann sitzt in Untersuchungshaft. Zwei Freundinnen der Mutter erzählen über ihren Schmerz.

Update vom 12. August 2019: Noch immer werden die eine 41-jährige Mutter und ihre 16-jährige Tochter aus München vermisst. Nun durchsuchte die Polizei ein Waldgebiet im Osten der Stadt. Alle Infos zum Vermisstenfall in unserem neuen News-Ticker.

Update vom 8. August 2019: Inzwischen sind knapp 90 Hinweise im Münchner Vermisstenfall eingegangen. Ob eine heiße Spur darunter ist, wollen die Ermittler derzeit nicht verraten - bei den Hinweisen kann also von einem unbedeutenden Anruf bis zur entscheidenden Information alles dabei sein. Das berichtete uns die Polizei auf Anfrage.  

Seit Mitte Juli werden eine 16-jährige Münchnerin und ihre Mutter (41) vermisst - und inzwischen glauben die Ermittler, dass die beiden tot sind. Es wird nun laut Polizei künftig weitere Suchaktionen nach den beiden geben, um etwa einen möglichen Ablageort herauszufinden. Wann und wo diese Suchen stattfinden werden, steht aber derzeit noch nicht fest. Was aber fest steht: Auch nach letztem Stand ist der Ehemann der vermissten 41-Jährigen dringend tatverdächtig. Er sitzt in Haft.  

Die erst acht Jahre alte Alexsandra aus Sigmaringen wird bereits seit vier Wochen vermisst. Die Polizei äußerte nun einen konkreten Verdacht.   

Polizei sucht weiter nach vermissten Münchnerinnen - neue Maßnahme am Freitag

Update vom 2. August, 11 Uhr: Nach wie vor konzentrieren sich die Ermittler bei ihrer Suche nach den Leichen auf den Truderinger Wald. Wie am Donnerstag sind auch am Freitag Einsatzkräfte unterwegs und durchkämmen den Forst im Münchner Südosten.

Mutter und Tochter aus München vermisst: Neue Details - Polizei sucht weiter

Update vom 30. Juli 2019, 16.06 Uhr: Im Fall der verschwundenen Mutter und ihrer Tochter hat die Polizei erneut nach Leichen im Truderinger Wald gesucht. Rund 100 Beamte seien am Dienstag unter anderem mit Suchstöcken und Schaufeln unterwegs gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei. Auch Diensthunde seien eingesetzt worden.

„Es gibt einen Täterbezug zu diesem Ort“, sagte ein Polizeisprecher bereits am Freitag. Nach Informationen unserer Zeitung hatte die Familie in der Nähe des Truderinger Waldes einen Zweitwohnsitz.

Auch zu sichergestellten Fundstücken wollte der Sprecher keine Details nennen. Mögliche tatrelevante Gegenstände würden beispielsweise auf DNA-Spuren oder Fingerabdrücke untersucht. Ob schon entscheidende Gegenstände dabei waren, ließ er offen.

19 Jahre galt Filiz Fricker aus Niedereschach als vermisst, nun konnten sterbliche Überreste der jungen Frau gefunden werden. Das Rätsel scheint gelöst.

Mutter und Tochter (16) aus München vermisst: Leichen-Rätsel - Wurden Münchnerinnen versteckt?

Update vom 29. Juli 2019, 15.22 Uhr: Über zwei Wochen ist es mittlerweile her, dass eine 41-Jährige aus München und ihre Tochter (16) zuletzt lebend gesehen worden sind. Weiter in Haft sitzt der tatverdächtige Ehemann. Die Ermittler der „EG Duo“ gehen unverändert davon aus, dass die beiden Frauen tot sind. Ihre Leichen wurden nach wie vor nicht gefunden. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.

Die Polizei Mannheim sucht nun nach der 15-jährigen Ha Anh N. aus Vietnam. Das Mädchen besuchte eine Sprachschule in Heidelberg, nun wird sie vermisst.

Mutter und Tochter aus München vermisst: Keine Leichen in Wald und See gefunden

22.56 Uhr: Seit Freitagmorgen durchkämmten 150 Polizisten den Truderinger Wald im Münchner Osten, auch in einem Baggersee wurde nach Maria und Tatiana Gertsuski getaucht. Am Ende des Tages steht leider kein Erfolg. Wie die Suche  vonstatten ging und was dabei im Fokus lag, erläutert tz.de.*

16.12 Uhr: Die großangelegte Suche Im Truderinger Wald ist für heute beendet und hat bislang kein Ergebnis gebracht. Bis zum Nachmittag fanden die Polizisten keine Leiche. Welche Hinweise die Ermittler haben, dass in dem Waldstück im Südosten Münchens die Leichen der 41 und 16 Jahre alten Vermissten sein könnten, ist noch unklar. Ein mit einer Wärmebildkamera ausgerüsteter Polizeihubschrauber beteiligte sich ebenfalls an der Suche. Die Kamera sei trotz der Hitze in der Lage, etwa Kleidungstücke oder menschliche Körper vom Waldboden zu unterscheiden, sagte ein Sprecher.

12.17 Uhr: Zur Stunde läuft der Einsatz im Truderinger Wald noch. Sollten die Ermittler bei ihrer Maßnahme auf die Leichen der beiden Frauen stoßen, werde die Öffentlichkeit informiert, hieß es am Mittag.

Münchnerinnen vermisst: Taucher suchen nach Mutter und Tochter im Baggersee

10.31 Uhr: Die Beamten fahnden auch im Wasser nach den beiden Vermissten. Mehrere Polizeitaucher suchen einen Baggersee im Truderinger Wald ab. Der mit einer Wärmebildkamera ausgerüstete Hubschrauber überprüft den Waldboden weiterhin auf Leichen. Dass sich die beiden Frauen gefangen in einem Versteck befinden, kann noch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Nach Informationen unserer Zeitung soll der tatverdächtige Ehemann in der Nähe des Truderinger Waldes einen Zweitwohnsitz gehabt haben.

München: Mutter und Tochter verschwunden: Polizei durchsucht Waldstück

Update vom 26. Juli 2019, 8.30 Uhr: Die Polizei durchsucht derzeit mit einem Großaufgebot ein etwa zwei Quadratkilometer großes Areal im Truderinger Wald. „Die zwei Leichen der vermissten Frauen können dort unter Umständen vermutet werden“, erklärte ein Polizeisprecher. Anlass der Maßnahme ist aber offenbar kein Hinweis aus der Bevölkerung. 150 Beamte mit Spürhunden und Hubschrauber sind seit etwa 6.45 Uhr im Einsatz. 

Seit Freitagmorgen durchsucht die Polizei den Truderinger Wald.

Der Abschnitt im Truderinger Wald liegt nur wenige Kilometer vom Wohnort des Verhafteten entfernt. Die Aktion hat offenbar auch deshalb so früh begonnen, weil für den Nachmittag Temperaturen von bis zu 35 Grad prognostiziert werden. Die Wärmebildkamera des Hubschraubers kann Unterschiede in diesem Fall nicht mehr detailliert erkennen.

München: Mutter und Tochter (16) getötet? Verdächtiger schweigt - Ermittler haben neue Theorie

Update, 20.41 Uhr: Neue Entwicklungen im mutmaßlichen Mordfall um die lange Tage vermissten Frauen aus München: Nach Informationen unserer Zeitung gehen die Ermittler davon aus, dass Roman H. zunächst die Mutter tötete und dann Tatiana ermordete – weil die 16-Jährige diese Tat mitbekommen haben soll. 

Das bedeutet: Die Ermittler haben zwar den Verdacht, dass H. seine Ehefrau getötet hat, gehen aber nicht von niedrigen Beweggründen oder sonstigen Mordmerkmalen aus. Möglich erscheint also etwa eine Tat im Affekt. Bei der Stieftochter hingegen werden Mordmerkmale angenommen, also zum Beispiel die Verdeckung einer Straftat. 

Welche Spuren die Staatsanwaltschaft auf den Vorwurf „Totschlag in Tatmehrheit mit Mord“ gebracht haben, will Oberstaatsanwältin Anne Leiding nicht sagen. Nur so viel: „Es gibt Indizien.“ Aber sie betont: „Wir ermitteln nach wie vor in alle Richtungen, sowohl belastend als auch entlastend für den Verdächtigen.“

Seit seiner Festnahme am Sonntag schweigt Roman H. zu den Vorwürfen. Bislang stellte der Deutsch-Russe noch keinen Antrag auf einen Haftprüfungstermin. Das kann er laut Leiding theoretisch jeden Tag machen. Wird kein Antrag gestellt, erfolgt der erste Haftprüfungs­termin automatisch nach einem halben Jahr. 

Unterdessen wertet die 20-köpfige Ermittlungsgruppe „Duo“ rund 40 Hinweise aus. Eine konkrete Spur hat sich gestern bis zum späten Nachmittag nicht ergeben.

Update vom 24. Juli 2019, 9.41 Uhr: Der tatverdächtige Roman H. ist seit Montagabend in der JVA Stadelheim untergebracht, sitzt dort in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen der Polizei schweigt der 44-Jährige weiterhin beharrlich. Am Dienstag sollte Roman H. im Stadelheim psychologisch begutachtet werden. Zu welchem Ergebnis Experten dabei kamen, ist bislang noch offen.

Mutter und Tochter weiterhin vermisst: Münchnerinnen seit zehn Tagen verschollen 

Update vom 23. Juli 2019, 12.13 Uhr: Die Ermittlungen der Münchner Mordkommission zum Verschwinden einer Mutter und deren Tochter sind nach dem Zeugenaufruf noch nicht wesentlich weitergekommen. „Der Ermittlungsstand ist der gleiche“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Sobald es einen neuen Stand gebe, werde die Öffentlichkeit informiert.

Video: Vermisste Mutter und Tochter aus München: Polizei nimmt Ehemann fest

München: Mutter und Tochter seit 10 Tagen verschwunden - neue Details zum Tatverdächtigen

Update vom 23. Juli 2019, 9.10 Uhr: Der tatverdächtige Roman H. wurde am Sonntag festgenommen – und zwar nicht in seiner eigenen Wohnung, sondern in der drei Zimmer großen Zweitwohnung seiner Frau im Münchner Osten. H. habe sich im dort im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses widerstandslos festnehmen lassen, berichtet die Bild.

Der Tatverdächtige soll laut des Berichts als Spätaussiedler von Russland nach Deutschland gekommen sein. In Sankt Petersburg soll er laut Angaben von Freunden eine Gastronomie-Firma betreiben, die auf den Namen seiner Ex-Frau läuft. Letztere soll mit der gemeinsamen Tochter im Kindesalter in Augsburg leben.

Ein weiterer Gewaltakt hält die Polizei derweil in Atem. Beim Wiedersehen mit ihrem Ex-Mann geriet eine Frau in München in Lebensgefahr.

Mutter und Tochter (16) aus München vermisst: Ehemann verdächtigt - Familienfreund fassungslos

Update vom 22. Juli 2019, 21.09 Uhr: Noch immer fehlt jede Spur von Maria und ihrer Tochter Tatiana aus München. Im Gespräch mit Focus äußerte sich nun ein Freund der beiden, er berichtet bedrückende Details. „Wenn das alles stimmt, was da jetzt rauskommt, dann saß ich vor zwei, drei Wochen mit einem Mörder an einem Tisch im Biergarten“, erklärt der Münchner. Der Bekannte der Familie, der in dem Interview lieber nicht namentlich genannt werden will, kennt Maria Gertsuski demnach bereits seit 19 Jahren. 

Einige Tage bevor Mutter und Tochter verschwanden, waren Maria und ihr Mann Roman mit dem befreundeten Paar abends aus. „Es gab nichts, was in irgendeiner Form auf Streit oder eine Krise hingedeutet hätte“, erklärt der Freund der Familie. Roman H. will er selbst erst fünf Mal persönlich getroffen haben. 

Eine Begegnung aus der Vergangenheit soll jedoch so gar nicht harmonisch gewesen sein. "Am Abend des 30. Dezember 2017 waren wir bei Roman und Maria. Tatiana ist ihrem Stiefvater mehrmals frech ins Wort gefallen. Man hat an dem Abend gespürt, dass es ein angespanntes Verhältnis zwischen den beiden gibt“, erklärt der Freund von Maria Gertsuski. Etwas dabei gedacht habe er sich zur damaligen Zeit jedoch nicht. 

Münchnerinnen vermisst: Ermittler zeigen Bilder - und haben traurigen Verdacht

11.45 Uhr: Auf einer Pressekonferenz hat die Münchner Polizei zum Stand der Ermittlungen informiert. Die Indizien im Vermisstenfall deuten laut Sprecher Marcus da Gloria Martins auf einen Gewaltakt hin: „Wir gehen aktuell davon aus, dass Mutter und Tochter tot sind.“ Ihre Leichen haben die Beamten bislang noch nicht gefunden.

Ein Bild des tatverdächtigen 44-Jährigen.

Der Haftbefehl gegen den verdächtigen Ehemann lautet auf „Totschlag in Tatmehrheit mit Mord“. Im Laufe des Tages wird er dem Haftrichter vorgeführt. Bei ihm handelt es sich um einen 44-jährigen Deutsch-Russen, der im Logistik-Bereich angestellt ist. Er selbst hatte die Vermisstenanzeige aufgegeben, dabei wurde die Polizei auf „Plausibilitätslücken“ aufmerksam. Am Sonntag gegen 18.45 Uhr nahmen ihn Beamte fest. Der 44-Jährige will sich laut Auskunft seines Anwalts nicht zu den Vorwürfen äußern.

Auch ein Foto des Tatverdächtigen wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht - zudem Bilder der beiden Pkw (ein roter Hyundai i30 sowie ein anthrazitfarbener VW Tiguan) der Familie. 

Die Polizei hat Bilder der familieneigenen Pkw veröffentlicht.

Mutter und Tochter vermisst: Zeugenaufruf der Münchner Polizei:

„Wir bitten Personen, die hinsichtlich des Tatverdächtigen sowie der beiden Pkw, insbesondere am Freitag, 12.07., Samstag, 13.07. oder Sonntag, 14.07.2019, Beobachtungen im Bereich der Ottobrunner Straße 31 oder auch an jeder anderen Örtlichkeit gemacht haben, sich umgehend mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder auch mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.“

Münchnerinnen vermisst: Vater will sich zu aktuellen Entwicklungen nicht äußern

Update vom 22. Juli, 6.50 Uhr: Nach Informationen der Bild handelt es sich bei dem Festgenommenen um Roman H., einen Deutsch-Russen aus Sankt Petersburg. Details zur Festnahme wollte die Polizei am Sonntagabend nicht veröffentlichen. So blieb zunächst offen, unter welchem Vorwurf H. verhaftet worden ist. Wird er des Mordes an seiner Frau und seiner Stieftochter (Tatiana entstammt der ersten Ehe von Maria Gertsuski) verdächtigt? Oder soll er die beiden an einen geheimen Ort verschleppt haben?

Die tz erreichte am Sonntagabend den ersten Ehemann von Maria Gertsuski, der zusammen mit Roman H. die Vermisstenmeldung aufgegeben hatte. Der Ex-Ehemann zeigte sich völlig niedergeschlagen und bat um Verständnis, nichts weiter zu den Vorgängen mehr sagen zu wollen.

Schlimmer Verdacht: Mutter und Tochter vermisst - Ehemann festgenommen

Update vom 21. Juli, 21.20 Uhr: Im Fall der seit über eine Woche verschwundenen Maria Gertsuski (41) und ihrer Tochter Tatiana (16) aus München-Ramersdorf gibt es eine neue Entwicklung - die Schlimmes vermuten lässt: Wie die Polizei München am Sonntagabend mitteilte, hat die Mordkommission einen Haftbefehl für den Ehemann Gertsuskis erwirkt und den Mann bereits festnehmen lassen. Er stehe unter einem dringenden Tatverdacht, hieß es.

Weitere Informationen wollten die Ermittler der Kripo am Sonntag zunächst nicht preisgeben. Die Polizei rief die Bevölkerung jedoch auf, ungeachtet der Festnahme weitere Hinweise abzugeben. Die Mithilfe der Bevölkerung sei „sehr wichtig“, hieß es. Auch scheinbar nebensächliche Beobachtungen könnten für die Ermittlungen von großer Bedeutung sein.

Angst um verschwundene Mutter und Tochter: Kripo findet Spuren - ist es Blut?

Update vom 21. Juli: Seit über einer Woche fehlt von der 16-jährigen Gymnasiastin Tatiana Gertruski und ihrer Mutter jede Spur. Die Ermittlungsgruppe der Kripo München arbeitet auf Hochtouren. Doch aus ermittlungstaktischen Gründen gibt ein Sprecher der Polizei München auf Nachfrage keinen neuen Infos heraus.

Update vom 20. Juli, 7 Uhr: Seit einer Woche sind die beiden Frauen nun wie vom Erdboden verschluckt. Die tz sprach mit einem Freund der 16-jährigen Gymnasiastin – die beiden kennen sich seit der Grundschule. Tatiana sei ein „gutherziger und ausgeglichener Mensch“, so der Schüler. 

Dass Mutter und Tochter am helllichten Tag einfach verschwinden, findet er „sehr komisch“. Zuletzt habe er vor gut einer Woche von Tatiana gehört. Da habe sie sich gerade mit einer Freundin zum Essen verabredet. Seitdem: Funkstille.

Mutter und Tochter (16) vermisst: Kripo führt Hausdurchsuchung durch

Update vom 19. Juli, 16.51 Uhr: Fast eine Woche ist vergangen. Noch immer sind Maria Gertsuski (41) und ihre Tochter Tatiana (16) verschwunden. Am Freitagnachmittag haben Beamte der Spurensicherung die Wohnung an der Ottobrunner Straße nach Hinweisen abgesucht. Hier leben die beiden Frauen mit dem neuen Mann der 41-Jährigen. Hier wurden sie zuletzt gesehen. 

Anschließend überprüften die Beamten mit den blauen Handschuhen noch die zum Haus gehörigen Mülleimer. Auf dem Boden haben sie eine Spur entdeckt, eine Flüssigkeit, Blut? Inzwischen ermittelt die Mordkommission der Polizei. Dort wurde eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „EG Duo“ eingerichtet. „Wir gehen von einem Gewaltdelikt aus“, sagt Polizei-Sprecher Marcus da Gloria Martins. 

Ermittler durchsuchten am Freitag das Haus, in dem die beiden Vermissten leben.

Zwar gebe es bisher keinen konkreten Tatverdacht und auch keinen Verdächtigen, aber die Gesamtumstände des Vorfalls werden auf ein Gewalt-Verbrechen hindeuten. Freunde und Angehörige können sich den Hergang der nicht erklären. Mutter und Tochter gelten als äußerst zuverlässig – doch seit Samstag hat niemand etwas von den beiden gehört. Ihre Telefone sind aus. 

Die Polizei hat sich dazu entschieden, die Mordkommission einzuschalten in der Hoffnung so schneller mit den Ermittlungen voranzukommen. „Bei einem normalen Vermissten-Fall haben wir viel weniger Möglichkeiten“, erklärt da Gloria Martins. Schließlich könnten Erwachsene Personen tun, was sie wollen – und eben auch einfach verschwinden. Da dürfe man zum Beispiel nicht allzu schnell die Telefone orten lassen.

Mutter und Tochter (16) vermisst - Münchner Polizei erwartet das Schlimmste

Update vom 19. Juli, 11.53 Uhr: Nach dem aktuellen Ermittlungsstand gab es seit Samstag keinerlei Hinweise darauf, dass die beiden vermissten Frauen von jemanden gesehen wurden. Mittlerweile werde deshalb wegen des Verdachts eines Gewaltdeliktes ermittelt, bestätigte die Münchner Polizei am Freitagmittag.

Die Ermittlungen wurden diesbezüglich vom Kommissariat 11 des Polizeipräsidiums München übernommen. Dort wurde eine Ermittlungsgruppe mit dem Namen „EG Duo“ eingerichtet. 

Weiteres Videomaterial aus Bus und Bahn sei ausgewertet worden. Speziell ausgebildete Hunde zur Personensuche seien eingesetzt worden. Nach Angaben des Sprechers gehöre dies zum normalen Vorgehen der Polizei bei Vermisstenfällen.

Nach wie vor werden Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Mutter und Tochter sind in München verschwunden: Wo sind Maria und Tatiana Gertsuski? 

München: Mutter (41) und Tochter (16) vermisst - Die 

Update vom 18. Juli, 18.51 Uhr: Ein typisches Münchner Neubaugebiet: Ein weißer Klotz reiht sich an den anderen, Eingänge, Balkone, alles sieht gleich aus – im Grunde austauschbar. Seit Samstag werden hier, an der Ottobrunner Straße in Ramersdorf, zwei Menschen vermisst. Maria Gertsuski (41) und ihre Tochter Tatiana (16) sind zum Einkaufen gefahren. Seitdem haben ihre Angehörigen nichts mehr von den beiden gehört. Die 41-Jährige und ihre Tochter gelten als äußerst zuverlässig. Nach tz-Informationen telefoniert Maria Gertsuski jeden Tag mit ihrem kranken Vater in Moskau – seit Samstag nicht mehr. 

München: Mutter und Tochter spurlos verschwunden: Beamten tappen im Dunkeln

Die tz hat inzwischen mit einer guten Freundin der Vermissten gesprochen, ebenso wie mit dem Mann der 41-Jährigen, mit dem sie und ihre Tochter zusammenleben, sowie mit dem Vater der 16-Jährigen. Niedergeschlagen, verängstigt und verwirrt wirken die Angehörigen – doch die Polizei hat ihnen nahegelegt, lieber nicht mit der Presse zu sprechen. „Aus ermittlungstaktischen Gründen“, wie Polizei-Sprecher Peter Werthmann mitteilt. Bisher tappen die Beamten im Dunkeln, wissen nicht, ob es sich um ein Verbrechen handelt. Sie befürchten, Angehörige oder Freunde könnten etwas sagen, was möglichen Tätern in die Hände spielt. Im Neubau an der Ottobrunner Straße haben Polizisten Zettel in die Wohnungstüren geklemmt. „Aus dringenden Gründen“ solle man sich umgehend mit dem Kommissariat in Verbindung setzen, heißt es da. Doch die meisten Menschen leben noch nicht lange dort. Die Nachbarschaft: fast austauschbar. 

Vermisste Mutter und Tochter aus München: In ihrer Nachbarschaft kennen sich die Leute kaum

Die Ingenieurin ­Elvan Eroglu Bekdemir (27) wohnt im zweiten Stock und hat einmal mit Maria und ihrem Mann, die im Erdgeschoss leben, gesprochen. „Mein Mann und ich haben unsere Garage an die beiden vermietet, weil wir kein Auto haben“, erzählt sie. „Das sind freundliche Leute. Schockierend, dass nun Mutter und Tochter verschwunden sind!“ Klaus-Rolf Müller-Rathgeber (73) ist Eigentümer der Urban-Apotheke an der Ottobrunner Straße. Ihn versetzt der Vermissten-Fall in Erstaunen: „Dass am helllichten Tag gleich zwei Menschen auf einmal entführt werden, kann ich mir kaum vorstellen.“ Er kennt Mutter und Tochter nicht persönlich. „Ich habe so viel Kundschaft“, sagt er. „Zudem sind das hier alles Neubauten, die sind vielleicht zwei bis drei Jahre alt.“ Rinaldo Sturiale (69), Chef der Pizzeria Girasole, hat seine Mitarbeiter nach Maria Gertsuskis und ihrer Tochter gefragt: „Ein Mitarbeiter hat die beiden Vermissten auf den Fotos wiedererkannt. Sie sind hier ab und zu essen“, sagt er. „Aber wir wissen nicht mehr über die beiden. Man sagt Guten Tag und Auf Wiedersehen, und das war’s.“ Wo sind Mama und Tochter? Entführt? Leben sie überhaupt noch? Furchtbare Fragen, die sich Angehörige und Freunde jetzt stellen. Für sie sind die beiden nicht austauschbar.

Laura Felbinger

München: Mutter (41) und Tochter (16) spurlos verschwunden - Polizei befragt Zeugen 

Update vom 18. Juli, 10.29 Uhr: Maria (41) und Tatiana (16) Gertsuski werden weiterhin vermisst. Der Aufruf der Freundin wurde auf Facebook mittlerweile fast 3.000 Mal geteilt. In ganz Bayern halten die Menschen ihre Augen offen. Noch hat die Polizei aber keine neuen Informationen. Derzeit gehen Zeugenaussagen bei der Polizei ein und die Angehörigen werden befragt. 

Spurlos verschwunden: Wo sind Maria und Tatiana Gertsuski? 

München: Beängstigender Vermisstenfall - Mutter (41) und Tochter (16) spurlos verschwunden

Erstmeldung vom 17. Juli, 17.30 Uhr: München - Die Polizei ist alarmiert: Seit Samstag fehlt jedes Lebenszeichen von Maria und Tatiana Gertsuski aus München-Ramersdorf. Die 41-jährige Münchnerin und ihre 16-jährige Tochter sind wie vom Erdboden verschluckt. Familienangehörige sind besorgt, nun wandte sich das Polizeipräsidium mit Fahndungsbildern an die Öffentlichkeit. 

Am frühen Samstagnachmittag, gegen 14 Uhr, verließen Mutter und Tochter die gemeinsame Wohnung im Bereich der Ottobrunner Straße. Sie wollten im Einkaufszentrum in Neuperlach shoppen gehen. Seitdem gab es keinen Kontakt mehr zu beiden. 

Vermisstenfall in München: Mutter und Tochter gelten sonst als zuverlässig

Die beiden Frauen gelten als zuverlässig, ein solches Verhalten beschreiben die Angehörigen als völlig untypisch.

Auf Facebook hat eine Freundin der vermissten Mutter bereits am Dienstag einen privaten Suchaufruf gestartet. Sie hofft auf Hinweise und bittet um Hilfe. In den Kommentaren unter dem Beitrag antwortet sie auf Nachfragen, dass Mutter und Tochter mit Bus und U-Bahn unterwegs gewesen sein sollen. Ihre Handys seien seit Samstag aus. Die Kripo würde seit Montagnachmittag in dem Fall ermitteln. 

Der Grund für das Verschwinden der beiden bleibt weiter rätselhaft.

Mutter und Tochter spurlos verschwunden - Polizei sucht Zeugen 

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 14, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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Lesen Sie auch auf Merkur.de: Traurige Gewissheit - die vermisste Sina (17) aus Kreuth ist tot.

mag

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