Fiese Masche

Mit diesem ungewöhnlichen Mittel warnt die Polizei vor Erpressern aus dem Internet

Mit ungewöhnlichen Mitteln warnen Polizeibeamte im rheinischen Aachen vor Erpressern aus dem Internet - sie haben ein Gedicht über die Risiken von Cybersex geschrieben

Aachen - Ein Auszug von der Facebookseite der Ordnungshüter: „Kriminell und voll bedacht/ hat die Dame Fotos gemacht/ Vom Unterleib des Herrn/ der sieht das gar nicht gern/ Soll dies nun aus der Welt/ muss er zahlen Geld.“

In der Tat sollten Opfer im Raum Aachen nach Cybersex mit einer halbnackten Frau Hunderte Euro zahlen, ansonsten würden Bilder oder ein mitgeschnittenes Video in sozialen Netzwerken oder auf Videoplattformen landen. Wenn Erpressungsopfer nicht zahlten, seien ihre Aufnahmen auf Pornoseiten erschienen, teilweise verlinkt mit ihrem Facebook-Profil, berichtete die Polizei am Mittwoch.

Trotz großer Scham melde sich wöchentlich ein Opfer bei der Aachener Polizei. Die Ermittler gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die männlichen Opfer zwischen 18 und 45 Jahren würden über soziale Netzwerke und Plattformen eher zufällig ausgewählt und kontaktiert. Nach einer ersten Unterhaltung komme es zum Videochat, bei dem die Gesprächspartnerin schon halb-nackt vor dem Computer sitze. Sie fordere dann das Opfer auf, sich auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. „Es ist gefährlich, sich auf so etwas einzulassen“, warnte Polizeisprecher Paul Kemen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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