Großeinsatz in Lüneburg

Polizei durchforstet ehemaliges Grundstück eines mutmaßlichen Serienmörders 

Die Polizei durchforstete am Mittwoch das Grundstück eines mutmaßlichen Serienmörders. Im vergangenen September fand man dort die Leiche einer Frau. 

Lüneburg - Auf dem ehemaligen Grundstück eines mutmaßlichen Serienmörders in Lüneburg sucht die Polizei nach Hinweisen auf weitere Verbrechen. Die am Mittwoch begonnenen Arbeiten dürften mehrere Tage dauern, sagte ein Polizeisprecher. Im Einsatz waren etwa ein Dutzend Beamte, sie brachten Haushaltsgegenstände und Kleidungsstücke aus dem Haus in zwei bereitgestellte Container.

„Göhrdemord-Leiche“ nach 28 Jahren entdeckt

In dem früheren Haus eines Friedhofsgärtners wurde im vergangenen September die vergrabene Leiche einer seit 1989 verschwundenen Frau gefunden. Zwei DNA-Spuren des Mannes wurden zudem in einem Fahrzeug gesichert, das einem Opfer der sogenannten Göhrdemorde gehörte. Im Waldgebiet Göhrde östlich von Lüneburg waren 1989 zwei getötete Paare entdeckt worden.

Mann kommt für zwei Dutzend weitere Morde in Verdacht

Nach Einschätzung der Polizei könnte der Mann für rund zwei Dutzend weitere Morde verantwortlich sein. Der Friedhofsgärtner nahm sich 1993 das Leben. Im niedersächsischen Lüneburg wurde eine Clearingstelle eingerichtet, die ein Bewegungsbild des Gärtners erstellt, der sich zwischenzeitlich auch in Karlsruhe aufhielt. Polizeidienststellen können bundesweit einen möglichen Bezug anderer Fälle zu dem Mann prüfen lassen können.

Das Haus des Gärtners war bereits 1993 durchsucht worden. Damals stieß die Polizei auf Waffen, Fesseln und anderes verdächtiges Material. Auch ein vergrabenes Auto wurde gefunden.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild / Sebastian Willnow

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