Teure Folgen

Falschparken mit bizarren Folgen: Über 14.000 Euro Bußgeld – sogar die Polizei ist „sprachlos“

Ob der LKW-Fahrer das Mega-Bußgeld direkt beglichen hat, wie auf dieses Archivbild, ist fraglich und geht nicht aus der Pressemeldung hervor.
+
Ob der LKW-Fahrer das Mega-Bußgeld direkt beglichen hat, wie auf diesem Archivbild, ist fraglich und geht nicht aus der Pressemeldung hervor.

Falschparken mit fatalen Folgen für einen Lkw-Fahrer: Das Bußgeld summiert sich auf und fällt derart gewaltig aus, dass sogar die Polizei staunt.

  • Falschparken kommt einen LKW-Fahrer teuer zu stehen.
  • Denn als die Polizei den Mann erwischt, bleibt es nicht bloß bei einem 20-Euro-Knöllchen.
  • Stattdessen droht dem Fahrer ein schier astronomisches Bußgeld.

Frankfurt – Ein Knöllchen für das Parken am falschen Ort, darüber mussten sich die meisten Autofahrer wohl schon mal ärgern. Sei es, weil man die Verkehrsregeln nicht richtig beachtet hat oder weil man hoffte, nicht erwischt zu werden. Was sich der Fahrer des Lkw gedacht hatte, als er sein Fahrzeug in Bochum abstellte, das weiß nur der Mann selbst. Dass er aber von der Polizei beim Falschparken erwischt wird und daraus der wahrscheinlich „teuersten Parkverstoß“ Bochums resultiert, damit hat der Lkw-Fahrer höchstwahrscheinlich nicht gerechnet.

Das „hatten wir so in Bochum auch noch nicht!“, erklärt die Polizei inklusive Ausrufezeichen in ihrer Pressemitteilung. Und wahrscheinlich können das auch nur sehr, sehr wenige Polizeistellen von sich behaupten. Schließlich handelt es sich bei dem Bußgeld, das dem Lkw-Fahrer sehr wahrscheinlich blüht, keineswegs um einen Pappenstiel. Denn nach Angaben der Polizei Bochum winken dem Fahrer über 14.000 Euro Strafe.

Lkw-Fahrer droht Bußgeld in astronomischer Höhe – wegen Falschparkens

Doch was muss alles zusammenkommen, damit aus einem simplen Knöllchen ein Bußgeld in so astronomischer Höhe wird? Wie die Polizei Bochum erklärt, sind im Bereich des Opelrings abgestellte Lkw immer wieder Ursache für gefährliche Verkehrssituationen. Zugeparkte Fuß- und Radwege sowie Hauseinfahrten sind dort keine Seltenheit. Genau in diesem Bereich, in der Grete-Schickedanz-Straße, hatte auch der Mann seinen Lkw abgestellt.

Doch statt auf einem normalen Parkplatz zu parken, hatte der 57-jährige Mann aus Nürnberg seinen Laster auf einem Radweg abgestellt. Er blockierte den beschilderten Radweg derart, dass für Radfahrer kein Durchkommen mehr war, so die Polizei. Eine Polizeistreife wurde auf den Lkw aufmerksam. Der Fahrer war noch vor Ort.

Ordnungswidrige Verstöße in DeutschlandAnzahl in 2019
Nutzung von Radarwarngeräten659
Handyverstöße 439.611
Rotlichtverstöße324.168
Häufigste Ordnungswidrigkeit der MännerGeschwindigkeitsverstöße: 2.323.432
Häufigste Ordnungswidrigkeit der FrauenGeschwindigkeitsverstöße: 666.811
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt - FAER-Grundstatistik

Lkw-Fahrer parkt auf Radweg – das ist Bochums wohl teuerster Parkverstoß

Als die Polizei den Lkw-Fahrer auf seinen Parkverstoß ansprach, reagierte der zunächst uneinsichtig. Wie die Beamten berichten, beschwerte sich der Mann lautstark über die Kontrolle. Doch dann wurde er zusehends kleinlauter. Denn er merkte, dass die Polizei nicht nur seinen Führerschein* überprüfte, sondern auch seinen digitalen Fahrtenschreiber auswertete. Das digitale Kontrollgerät im Lkw zeichnet beispielsweise auf, wie oft der Fahrer Pausen macht und mit welcher Geschwindigkeit er fährt.

Entsetzt stellten die Polizisten fest, dass der Mann im Kontrollzeitraum von 28 Tagen etliche Male viel zu schnell gefahren war. Doch das war nicht das schwerwiegendste Vergehen des Lkw-Fahrers. Nahezu täglich hat der Lkw-Fahrer außerdem gegen die gesetzlich vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten verstoßen, berichtet die Polizei.

Fatales Falschparken: Diese geradezu astronomische Strafe droht einem LKW-Fahrer.

Falschparken mit Folgen: Lkw-Fahrer droht Bußgeld – es macht sogar Polizei „sprachlos“

„Kurzfristig sprachlos“ seien die Beamten gewesen, als die digitale Auslesesoftware das Bußgeld für die vielen Verstöße des Fahrers ausspuckte: 14.200 Euro. Nicht eingerechnet war dabei das Knöllchen von 20 Euro, für das Parken auf dem Radweg. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, habe der Fahrer die 20 Euro Bußgeld „liebend gerne vor Ort beglichen“. Verständlich, denn stattdessen drohen dem Lkw-Fahrer insgesamt 14.020 Euro Strafe. Außerdem erwarten ihn und den Speditionsunternehmer jeweils eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. (Sophia Lother) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Führerscheinprüflinge und Autofahrer müssen sich 2021 auf einige Änderungen einstellen, etwa bei der Haftpflichtversicherung für Autos oder der Kfz-Steuer.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare