Rettungsbohrung in Chile kommt gut voran

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Angehörige eines Verschütteten haben ein Kruzifix und dessen Namensschild an der Unglücksstelle hinterlassen.

Santiago de Chile - Die beiden Rettungsbohrungen für die in 700 Meter verschütteten 33 Bergleute in Chile machen gute Fortschritte.

Vor allem die zweite Bohrung mit einem Schramm-Bohrer stieß relativ schnell in die Tiefe vor: Sie sei bei 268 Metern angelangt, berichtete das chilenische Fernsehen am Donnerstag.

Allerdings bohrt das Gerät zunächst nur eine enge Röhre, die in einem zweiten Schritt erweitert werden muss. Dennoch gab es nach Angaben von Bergbauminister Laurence Golborne Hoffnung, die Bergleute vielleicht doch vor Dezember an die Oberfläche zu holen.

Die erste Bohrung mit einem Strata-Bohrer, die bereits vor zehn Tagen beginnen hatte, sei inzwischen auf eine Tiefe von 141 Metern vorgestoßen. Dieses Gerät bohrt in einem einzigen Schritt einen für die Rettung ausreichend großen Schacht, teilten die Experten mit. Ein drittes, wesentlich größeres Bohrgerät wurde weiter aufgebaut und sollte in etwa zwei Wochen einsatzbereit sein.

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Den seit dem 5. August Eingeschlossenen ging es offenbar weiter erstaunlich gut. In einem neuen Video aus der Tiefe schickten sie Grüße an ihre Familien, zeigen ihre Schlafstätten, neben denen sie Briefe und Fotos ihrer Angehörigen aufgebaut haben. “Uns geht es gut, die Ernährung ist besser geworden, und wir warten einfach darauf, hier raus zu können. Einen großen Kuss“, sagt einer von ihnen.

Am Vortag hatten die Kumpel in der Tiefe den 52. Geburtstag des Bergmanns Juan Andrés Illanes Palma gefeiert. Seine Frau Carmen Baeza schickte ihm als Geburtstagsgeschenk einen Stift in die Tiefe: “Damit er mir weiter schreibt“.

dpa

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