Mutmaßliche Täter boten 25.000 Euro Schweigegeld

Weil er die falsche Frau liebte: Student wurde brutal zusammengeschlagen

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Wurde von Verwandten seiner afghanischen Freundin zusammengeschlagen: Student Omed Ahmad aus der Nähe von Kassel.

Vor zwei Jahren wurde Omed Ahmad aus der Nähe von Kassel brutal zusammengeschlagen - wahrscheinlich war es Blutrache, weil er die falsche Frau liebte. Nun stehen die mutmaßlichen Täter vor Gericht.

An den Folgen der brutalen Attacke gegen ihn leidet Omed Ahmad aus der Nähe von Kassel noch heute. Im November wurde der Student mit Baseballschlägern zusammengeschlagen. Nun stehen die mutmaßlichen Täter vor Gericht. Es sind der jüngere Bruder und zwei Cousins seiner ehemaligen Freundin, die aus Afghanistan stammen. "Das war Blutrache", sagt Ahmad gegenüber *hna.de.

Fünf Jahre lang hielt er die Beziehung zu seiner Freundin geheim, denn die konservative Familie der jungen Frau aus Afghanistan hätte die Liebe nicht akzeptiert. "Unsere Beziehung wäre für ihre streng muslimische Familie undenkbar gewesen, dabei wollte ich sie doch heiraten“, sagt Ahmad, der sich und seine ebenfalls aus Afghanistan stammende Familie als modern und weltoffen bezeichnet.

Kurz vor der Attacke auf ihn hatte sich seine Freundin von ihm getrennt und den Kontakt abgebrochen. Sie zeigte ihn an wegen sexueller Nötigung und versuchter Vergewaltigung. Den Vorwurf konnte der 22-Jährige bei der Polizei mithilfe von Fotos und Chat-Verläufenn widerlegen.

Auch seine Familie soll bedroht worden sein. Er selbst habe 25.000 Euro Schweigegeld angeboten bekommen. Doch Ahmad will sich den Mund nicht verbieten lassen: "So ein Verhalten darf nicht akzeptiert werden." Sein Fall wird im Februar vor dem Kasseler Amtsgericht verhandelt.

*HNA.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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