Die wichtigsten Fragen und Antworten

Kann Tebartz-van Elst als Bischof zurückkehren?

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Franz-Peter Tebartz-van Elst

Limburg - Papst Franziskus hat entschieden, dass der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Auszeit unbestimmter Dauer außerhalb seines Bistums nehmen soll: die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) erklärt die Bedeutung dieser Entscheidung.

Wer ist jetzt Bischof von Limburg?

Tebartz-van Elst bleibt während der Auszeit Bischof von Limburg, der Bischofssitz ist also nicht vakant. Der Bischof lässt lediglich die Ausübung seines Amtes auf unbestimmte Zeit ruhen. Das Verfahren zur Wahl eines Nachfolgers wird nicht in Gang gesetzt.

Wer leitet das Bistum während der Auszeit des Bischofs?

Da dem Bischof derzeit die Ausübung seines Leitungsamtes wegen der Lage im Bistum nicht möglich ist, übernimmt der neue Generalvikar Wolfgang Rösch kommissarisch die Bistumsleitung. Er kann aber keine Grundsatzentscheidungen treffen und keine Pfarrer ernennen.

Kann Tebartz-van Elst wieder als Bischof in das Bistum Limburg zurückkehren?

Der Papst kann die Rückkehr als Bischof mit voller Leitungsgewalt anordnen, sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Sollte Tebartz-van Elst aber auch nach seiner Auszeit im Bistum keine ausreichende Akzeptanz bei Klerus und Laien finden, könnte er seinen Rücktritt einreichen.

Was geschieht, wenn der Bischof rechtskräftig verurteilt wird?

Falls die weltlichen Gerichte den Bischof wegen eidesstattlicher Falschaussage und/oder Veruntreuung von Geldern rechtskräftig verurteilen, kann er vom Kirchenrecht her dennoch im Bischofsamt bleiben. In der Praxis würde aber eine strafrechtliche Verurteilung seine Akzeptanz im Bistum weiter schwächen, so dass sie ebenfalls ein Grund zum Amtsverzicht wäre.

KNA

Tebartz-van-Elst: Chronik des Skandals

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