Staats-Programm zur Familienplanung

Inderinnen sterben bei Massensterilisierung

Neu Delhi - Bei einer Massensterilisierung in Indien sind nach Angaben der Regionalregierung acht Frauen in einem staatlichen Krankenhaus gestorben. Mehrere schweben noch in Lebensgefahr.

Ein Vertreter der Regierung des zentralen Bundesstaats Chhattisgarh, wo die Sterilisierungsaktion stattfand, sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP, seit Montag seien wegen des Eingriffs acht Frauen ums Leben gekommen. Mindestens 64 weitere Frauen wurden demnach ins Krankenhaus gebracht, viele von ihnen waren in lebensbedrohlichem Zustand.

Sie hätten sich der Operation im Rahmen eines kostenfreien Programms zur Familienplanung im Bundesstaat Chhattisgarh unterzogen, berichtete der Sender NDTV am Dienstag. Insgesamt hatten sich den Angaben zufolge mehr als 80 Frauen am Samstag dem Eingriff unterzogen. Vielen ging es dem Regierungsvertreter zufolge kurz darauf schlecht. Die Regionalregierungen in Indien versuchen oft mit materiellen Anreizen, Paare zur Sterilisierung zu bewegen, um das Wachstum der Bevölkerung zu kontrollieren, die inzwischen 1,2 Milliarden Menschen erreicht hat.

AFP/dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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