Wegen Drogenhandel in Haft

In Rom inhaftierte Deutsche tötet eigene Tochter - Junge in Lebensgefahr

Eine Frau aus Deutschland hat in der Haft in einem römischen Gefängnis eines ihrer Kinder vermutlich getötet und ein weiteres schwer verletzt.

Update vom 19. September 2018

Das zweite Kind einer Deutschen, die in einem römischen Gefängnis eines ihrer Kinder getötet hat, kämpft um sein Leben. Der Zustand des kleinen Jungen sei sehr schlecht, teilte das Kinderkrankenhaus Bambino Gesù am Mittwoch in Rom mit. Die Prozedur, den Hirntod festzustellen, sei eingeleitet worden.

Die Deutsche georgischer Herkunft hatte tags zuvor ihre beiden Kinder im Gefängnis Rebibbia vermutlich eine Treppe hinuntergestoßen. Das wenige Monate alte Mädchen starb, der Junge kam ins Krankenhaus. Die Mutter, geboren 1985, saß wegen Drogendelikten in Haft und soll psychische Probleme gehabt haben. Auch die Kinder waren in dem Gefängnis untergebracht. Der Sohn soll unter drei Jahre alt sein.

Italiens Justizminister Alfonso Bonafede suspendierte nach dem Fall unter anderem die Direktorin der Frauensektion des Gefängnisses.

Drama hinter Gittern - In Rom inhaftierte Deutsche tötet eigenes Kind

Rom - Die Kinder seien noch sehr jung gewesen und vermutlich von einer Treppe im Gefängnis Rebibbia gestoßen worden, sagte Dario Pasquini, Sprecher des Beauftragten für die Rechte von Gefangenen, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Frau habe wahrscheinlich psychische Probleme und einen „Anfall“ gehabt. Das überlebende Kind werde im Krankenhaus in Rom behandelt. Woher aus Deutschland die Frau kommt, war zunächst unklar. Pasquini sagte, sie sei wegen Drogenhandels in Haft gewesen. Italienische Medien berichteten, dass die Kinder mit der Mutter im Gefängnis untergebracht waren. In der Einrichtung seien gewöhnlich Kinder bis zu drei Jahren.

Lesen Sie auch: Kind stirbt in heißem Auto - während sich die Mutter betrinkt

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Friso Gentsch

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare