Nach Unfall an Gaskaverne

Helfer kämpfen weiter gegen Ölpest in Friesland

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Mit doppelten Ölsperren im Gewässer versuchen die Einsatzkräfte, der Lage Herr zu werden.

Etzel - Zäh wie das Öl ist der Kampf gegen die schwarze Pest nach dem Unfall an der Gaskaverne in Etzel. Noch ein Viertel der ursprünglich ausgetretenen Ölmenge soll auf den Gewässern treiben oder an den Ufern kleben.

Der Kampf gegen die Ölpest nach dem Unfall an riesigen unterirdischen Gasspeichern in Ostfriesland hat erste Erfolge gebracht. Bislang seien 75 Prozent des ausgelaufenen Öls abgesaugt, teilte der Landkreis Wittmund am Mittwoch mit. Der Rest liege noch immer auf Wasserflächen und Ufern. Am Sonntag waren bis zu 40 Kubikmeter Öl durch eine offenstehende Entlüftungsanlage ausgelaufen und hatten umliegende Gewässer verschmutzt.

In der Nacht waren zusätzliche Ölsperren im benachbarten Landkreis Friesland errichtet worden, um eine Verschmutzung von Nordsee-Zuflüssen zu verhindern. Zuvor waren bei Hubschrauber-Kontrollflügen Ölverschmutzungen im Unterlauf der installierten Sperren entdeckt worden.

"Wir müssen weiter aufpassen: Öl ist eine tückische Sache"

„Es sieht so aus, als sei die Lage im Griff“, sagte der Sprecher des Landkreises Friesland, Sönke Klug. An den Gewässern Friedeburger Tief und Ellenserdammertief seien weitere Ölsperren nach der Entdeckung einer neuen Verschmutzung eingerichtet worden. 75 Helfer von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk waren im Einsatz. Die Gefahr sei noch nicht gebannt, sagte Klug: „Wir müssen weiter aufpassen: Öl ist eine tückische Sache. Jeder Tropfen im Wasser ist einer zu viel.“

Nach weiteren Angaben wollten Helfer das Öl zunächst weiträumig einfangen und es dann kontrolliert zu einer Sammelstelle strömen lassen. Um welche Mengen es sich dabei handelt, war nicht abzusehen.

An der Anlage, an der das Öl ausgetreten war, ist die Sanierung den Angaben zufolge abgeschlossen. Weitere Arbeiten konzentrieren sich auf drei Abschnitte in Etzel und Horsten. In Kürze soll die Ölbekämpfung von der Feuerwehr auf den Kavernenbetreiber IVG übergehen, der als Verursacher des Unfalls auch für die Kosten aufkommt.

dpa

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