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Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Festnahme in Berlin - Treffen mit Freunden wird Tatverdächtigem zum Verhängnis

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Von: Patrick Huljina

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Vor fast einem Jahr kam es zu einem spektakulären Raub im Grünen Gewölbe in Dresden. Jetzt konnte ein Tatverdächtiger festgenommen werden.

Update vom 14. Dezember, 22.17 Uhr: Einer der beiden Flüchtigen Tatverdächtigen im Fall des Juwelenraubes im Dresdner Grünen Gewölbe wurde festgenommen. Nach Informationen der Bild handelt es sich um Mohamed Remmo (21). Er wurde offenbar von Spezialeinsatzkräften am Montagabend in einem Mehrfamilienhaus an der Jahnstraße in Neukölln festgenommen. Dort wollte er sich wohl mit einer engen Bekannten treffen und geriet so in das Visier der Zivilfahnder. Sein Bruder Abdul Majed ist jedoch weiterhin auf freiem Fuß.

Update vom 18. November, 12.18 Uhr: Die Fahndung nach den zwei weiteren Tatverdächtigen des Juwelenraubes im Dresdner Grünen Gewölbe wird zum Fall für die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY... ungelöst. Die Polizei erhofft sich am heutigen Mittwochabend Hinweise, wo sich die gesuchten Zwillingsbrüder Abdul Majed und Mohamed Remmo aufhalten. Sie stehen im Verdacht, gemeinsam mit weiteren Mitgliedern eines in Berlin ansässigen Familienclans am 25. November 2019 in den historischen Teil der Dresdner Schatzkammer eingebrochen zu sein und Juwelen von unschätzbarem Wert gestohlen zu haben.

Großrazzia nach Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Zwei Tatverdächtige weiterhin auf der Flucht

Update vom 18. November, 10.02 Uhr: Nach der Großrazzia am Dienstag im Zusammenhang mit dem Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden sind zwei Tatverdächtige weiterhin auf der Flucht. Zum Aufenthaltsort der 21-jährigen Zwillingsbrüder gebe es noch keine neuen Erkenntnisse, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen in Dresden. Am Dienstagabend hatten Ermittler über das Auffinden eines möglichen Fluchtfahrzeugs berichtet.

Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Spur führt ins Ausland

Update vom 17. November, 16.40 Uhr: Die Polizei fahndet auch im Ausland nach den zwei weiteren Verdächtigen. „Die Fahndung läuft international“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstagnachmittag in Dresden. Einer der gesuchten Tatverdächtigen ist möglicherweise mit einem Auto auf der Flucht. Die Polizei hat nach eigenen Angaben vom Dienstag Hinweise darauf, dass der Mann mit einem grauen Renault Megane neueren Baujahrs mit dem amtlichen Kennzeichen B-HB 306 unterwegs sein könnte. Sie bittet um weitere Zeugenhinweise zu dem Fahrzeug.

Auch nach den Festnahmen im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl in Dresden will die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen mit Hochdruck weiter vorantreiben. Es seien Speichertechnik und weitere Kleidungsstücke sichergestellt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Dresden. „Die Auswertung wird natürlich auch wieder einige Zeit in Anspruch nehmen.“ Die Staatsanwaltschaft wolle eine zeitnahe Anklageerhebung, ganz klar sei aber auch: „Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit.“ Die Ermittlungen seien mit dem heutigen Tag nicht abgeschlossen.

Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Details zur Flucht bekannt

Update vom 17. November, 14.14 Uhr: Die Einbrecher aus dem Dresdner Grünen Gewölbe sind nach ihrem Raub mit einem PS-starken Wagen über die nahegelegene Autobahn nach Berlin gerast. Das Fahrzeug war in Taxi-Optik getarnt und stand für die Flucht bereit, wie ein Sprecher der Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag sagte. Das berichtet die Bild. Die Diebe waren demnach zunächst mit einem anderen Auto vom Tatort geflohen und einige Kilometer durch Dresden gefahren. In einer Tiefgarage am Stadtrand hatten sie dieses dann abgestellt und in Brand gesteckt, ehe sie in das „Taxi“ umstiegen. Damit wollten die Täter ihre Spuren vernichten.

Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Tatverdächtige vor Haftrichter

Im Zusammenhang mit dem Diamanten-Raub aus dem Dresdner Grünen Gewölbe im November 2019 sind fünf Haftbefehle wegen schweren Bandendiebstahls sowie Brandstiftung in zwei Fällen erlassen worden. Drei der Haftbefehle wurden bei der großangelegten Razzia am Dienstagmorgen in Berlin-Neukölln vollstreckt, wie der Dresdner Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt der dpa sagte. Ein Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden entscheidet derzeit, ob die drei festgenommenen Männer in Untersuchungshaft kommen. „Das dauert an“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden am Mittag. Nach den zwei weiteren Tatverdächtigen wird ebenfalls per Haftbefehl gefahndet.

Die bereits festgenommenen Männer, zwei 23-Jährige und ein 26-Jähriger, sind deutsche Staatsbürger und gehören zu einer
polizeibekannten arabischstämmigen Großfamilie - nach Angaben der Ermittler handelt es sich um den Berliner Remmo-Clan.

Ein verdächtiger Mann (M) im Fall um den Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe wird von Polizisten in das Gebäude des Oberlandesgerichts geführt.
Ein Tatverdächtiger (m.) im Fall um den Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe wird von Polizisten in das Gebäude des Oberlandesgerichts in Dresden geführt. © picture alliance/Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Fahndung nach zwei weiteren Tatverdächtigen

Update vom 17. November, 13.25 Uhr: Im Zusammenhang mit dem spektakulären Diebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden fahndet die Polizei nun nach zwei weiteren Verdächtigen aus dem Berliner Clanmilieu. Ihnen werde schwerer Bandendiebstahl und Brandstiftung vorgeworfen, teilte die Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Bei den jungen Männern handelt es sich um die Zwillingsbrüder Abdul Majed und Mohamed Remmo. Die Staatsanwaltschaft veröffentlichte am Dienstag ein Fahndungsbild der beiden Tatverdächtigen.

Raub im Grünen Gewölbe: Ermittler haben nur wenig Hoffnung, die Kunstschätze zu finden

Bei der Razzia wurden bislang keine der geraubten Kunstschätze gefunden. Die Beamten suchten überwiegend nach möglichen Beweismitteln, etwa Speichermedien, Bekleidungsstücken und Werkzeugen. „Es ist auch unser Ziel, nach den entwendeten Juwelen zu suchen“, erklärte jedoch ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. Die Ermittler dämpften allerdings die Hoffnungen, dass die geraubten Objekte je wieder nach Dresden zurückkehren.

„Da müsste man sehr viel Glück haben, dass man die ein Jahr nach der Tat noch finden würde“, sagte Thomas Geithner, Sprecher der Dresdner Polizei. Doch er betonte: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Die Festnahme der Tatverdächtigen sei der eigentliche Erfolg. Berlins Innensenator Andreas Geisel nannte die Festnahmen auch ein Warnzeichen an das Berliner Clanmilieu. „Niemand sollte glauben, er könne sich über diesen Staat und seine Regeln hinwegsetzen. Der Rechtsstaat ist das Maß der Dinge. Er allein setzt die Ordnung durch. Er tut das entschlossener und klüger als manch Krimineller glaubt“, erklärte Geisel.

Spektakulärer Diamanten-Raub im Grünen Gewölbe: Drei Tatverdächtige festgenommen

Erstmeldung vom 17. November: Dresden - Der spektakuläre Kunstdiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden steht möglicherweise kurz vor der Aufklärung. Knapp ein Jahr nach der Tat hat die Polizei in Berlin drei Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich um drei Männer aus dem Berliner Clanmilieu im Alter von 23, 23 und 26 Jahren, wie die Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Sie sollen noch am Nachmittag in Dresden dem Haftrichter vorgeführt werden.

Bei der groß angelegten Razzia* am Dienstag mit 1640 Polizeibeamten aus acht Bundesländern, darunter Spezialkräfte des Bundes sowie der Länder Berlin und Sachsen, wurden am Morgen 18 Objekte in Berlin durchsucht. Darunter waren zehn Wohnungen sowie Garagen und Fahrzeuge. Schwerpunkt der Durchsuchungen war der Bezirk Neukölln. In dem Fall hatte es schon mehrere Einsätze in Berlin gegeben. Im September standen Betriebsstätten im Blickpunkt, hier ging es möglicherweise um das Fluchtauto. Zuvor fand die Sonderkommission „Epaulette“ Beweismaterial in einem Neuköllner Internet-Café und einer Wohnung.

Der Einbruch in die Dresdner Schatzkammer Grünes Gewölbe hatte im November letzten Jahres weltweit für Aufsehen gesorgt. Zwei Männer hatten damals mehrere barocke Schmuckstücke aus Gold, Diamanten und Brillanten von kaum messbarem Wert erbeutet. Bislang gab es weder zu den Tätern noch zu den Juwelen eine heiße Spur. Nur das Fluchtfahrzeug war wenige Stunden nach dem Coup völlig ausgebrannt in einer Dresdner Tiefgarage gefunden worden. (ph/dpa) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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