Greenpeace stoppt schwimmende Fischfabrik

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Greenpeace verhinderte das Auslaufen des Fischtrawlers.

Bremerhaven - Die Umweltorganisation Greenpeace hat am Montag den Fischtrawler “Jan Maria“ am Auslaufen aus Bremerhaven gehindert. Was die Umweltschützer damit erreichen wollen:

Die Umweltschützer demonstrieren damit gegen Zerstörung und Überfischung der Meere. An den Haltetauen der 117 Meter langen schwimmenden Fischfabrik machten sich vier Kletterer fest, berichtete die Greenpeace-Meeresexpertin Iris Menn.

Die Demonstranten befestigten Liegen an den Festmachertrossen und richteten sich so für mehrere Tage ein. Außerdem befestigten Taucher eine Kette an der Schiffsschraube, so dass ein Ablegen unmöglich ist. Greenpeace entrollte gelbe Banner mit der Forderung: “Keine Steuergelder für Meereszerstörung“.

"Subventionierter Raubbau geht weiter"

Der Fischtrawler “Jan Maria“ mit Heimathafen Bremerhaven gehört nach Menns Angaben mit rund 5000 Tonnen Ladekapazität zu den größten Schiffen der EU-Fischereiflotte. Die Fangkapazität sei zwei- bis dreimal größer als es für eine bestandserhaltende Fischerei gut wäre.

Die Bestände in EU-Gewässern seien massiv überfischt, so dass die subventionierte Fangflotte andere Meeresregionen ausbeute, zum Beispiel vor Westafrika. “Jetzt geht der subventionierte Raubbau weltweit weiter“, sagte Menn. Nach Greenpeace-Angaben flossen in die “Jan Maria“ seit 1999 mehr als 23 Millionen Euro direkte und indirekte EU-Fördergelder. Greenpeace fordert, die Überkapazitäten in der Fangflotte abzubauen.

dpa

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