Germanwings-Panne

Airbus verliert Triebwerkhülle - Piloten fliegen weiter

Köln - Beim Start in Köln verliert ein Airbus der Germanwings eine große Triebwerksabdeckung. Trotzdem fliegen die Piloten nach Mallorca.

Ein Germanwings-Airbus hat am Dienstag beim Start vom Flughafen Köln/Bonn ein Teil der Triebwerkhülle verloren - ist dann aber ohne Stopp weitergeflogen. Die Langstreckenmaschine vom Typ A 330 war nach Mallorca gestartet und soll von November an Überseeflüge für die neue Lufthansa-Billigmarke Eurowings absolvieren. Die Abdeckplatte sei später neben der Startbahn des Kölner Flughafens sichergestellt worden, teilte ein Sprecher der Fluggesellschaft mit.

Im Cockpit war der Verlust des zum linken Triebwerk gehörenden Teils offenbar zunächst nicht bemerkt worden. Die Piloten seien bereits im französischen Luftraum gewesen, als sie darüber informiert wurden, erklärte Germanwings. Sie hätten sich entschlossen, den Flug wie geplant fortzusetzen. Die Maschine sei sicher in Palma de Mallorca gelandet. An Bord seien 169 Fluggäste und 13 Besatzungsmitglieder gewesen. Für sie habe keine Gefahr bestanden. In der Nacht vor dem Start war laut Germanwings die Lufthansa Technik mit der Wartung beauftragt. Die Piloten stammten von der deutsch-türkischen Fluggesellschaft SunExpress.

„Ohne Klappe zu fliegen ist zumindest kein Standard“, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ in Frankfurt. Wenn ein solches Teil abbreche, seien weitere Schäden am Flugzeug zumindest möglich und eine schnelle Zwischenlandung könnte angezeigt sein. Man müsse aber die finale Flugunfalluntersuchung abwarten, um den Fall abschließend zu bewerten.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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