Gesundheit von Mensch und Tier gefährdet

Tierfutter mit tonnenweise Abfall vermischt - niederländische Polizei fasst die Verantwortlichen

Die Mitarbeiter des Futtermittelherstellers sollen Tierfutter mit Abfall gemischt haben. (Symbolbild)
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Die Mitarbeiter eines Futtermittelherstellers sollen Tierfutter mit Abfall gemischt haben. (Symbolbild)

Jahrelang soll ein Futtermittelhersteller Tierfutter mit Abfall verseucht haben. Nun wurden drei Mitarbeiter festgenommen. Sie machten wohl einen Millionenumsatz.

  • Drei Mitarbeiter eines Futtermittelherstellers wurden von der niederländischen Polizei festgenommen.
  • Sie sollen Tierfutter systematisch mit Abfall verseucht haben. 
  • An diesem Geschäft haben sie wohl auch noch Millionen verdient

Baarle-Nassau - Sein Viehfutter soll ein Futtermittelhersteller mit tonnenweise Abfall verseucht haben - nun hat die niederländische Polizei drei Verantwortliche des Unternehmens festgenommen. Die Firma werde verdächtigt, systematisch ungeeignete Stoffe und Abfall verarbeitet und anschließend den Landwirten als Tierfutter verkauft zu haben, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Mehr als vier Millionen Euro soll der Futtermittelhersteller damit binnen zweieinhalb Jahren verdient haben. 

Futtermittel-Panscher geschnappt - internationale Ermittlungen eingeleitet

An den Ermittlungen gegen das Unternehmen im Grenzort Baarle-Nassau sei die französische Gendarmerie und die belgische Umweltpolizei beteiligt. Der Betrieb ist nach einer Razzia im vergangenen Jahr bereits stillgelegt worden, außerdem wurden Dutzende Lastzüge beschlagnahmt. Den Ermittlern zufolge habe der Hersteller unhygienisch gearbeitet und seine Buchhaltung gefälscht. Um Stoffe hin und her zu pumpen, seien Silos miteinander verbunden worden. Dadurch sei die Futter- und Nahrungsmittelkette nicht mehr rückverfolgbar, was die Gesundheit von Mensch und Tier gefährde. Dies sei nicht nur für die Landwirte riskant, sondern erschüttere auch das Vertrauen der Konsumenten in die Lebensmittelsicherheit. 

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Regionalradio unter Verweis auf die Polizei berichtet, das Unternehmen habe vorsätzlich Abwasser unter flüssiges Schweinefutter gemischt, wodurch Tiere krank wurden. Von einem anderen Futtermittelskandal waren im November 2018 auch Schweine betroffen. Das verunreinigte Futter wurde auf Höfen von Schweinehaltern in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gefunden. Und auch multiresistente Keime in Tierfutter sorgten vergangenes Jahr für Aufruhr. 

Tierschützer in Mexiko ermordert - Beobachter äußern Verdacht

Während die niederländische Polizei mit der Festnahme der mutmaßlichen Futtermittel-Panscher einen Erfolg für die Tierwelt verbuchen konnte, kam es in Mexiko zu einem folgenschweren Vorfall, der auch der dortigen Monarchfalterpopulation schaden könnte. Zwei engagierte Umweltaktivisten, die sich für den Schutz dieser Schmetterlingsart einsetzten, wurden binnen weniger Tage ermordet. Beobachter äußerten bereits einen schrecklichen Verdacht

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