Todesfall überschattet Festival

Leiche in Zelt beim „Fusion“-Festival 2019 entdeckt - Veranstalter: „Ans Aufhören denkt zurzeit niemand“

+
Ein Todesfall überschattet das „Fusion“-Festival 2019 in Mecklenburg-Vorpommern. Die Leiche eines 28-Jährigen wurde in einem Zelt gefunden.  

Ein Todesfall überschattete das „Fusion“-Festival 2019 in Mecklenburg-Vorpommern. Auf dem Gelände ist ein 28-Jähriger leblos im Zelt aufgefunden worden. Nun liegt das Ergebnis der Obduktion vor. 

  • Ein Todesfall überschattete das Fusion-Festival 2019.
  • Ein 28-Jähriger aus Mainz wurde leblos in einem Zelt gefunden.
  • Todesursache trotz Obduktion unklar.

Update vom 4. Juli 2019, 9.02 Uhr: Das „Fusion“-Festival soll weitergeben. „Ans Aufhören denkt sicherlich zurzeit niemand“, teilte der Sprecher des Veranstaltervereins Kulturkosmos, Linus Neumann, am Donnerstag in Lärz (Mecklenburg-Vorpommern) mit, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. 

Dabei ist es nicht der Todesfall auf dem alternativen Kulturfestival „Fusion“ Festival 2019, der den Veranstalter zu dieser Aussage bewegt. Im Vorfeld hatte es Streit um Sicherheitsauflagen gegeben. Nach Protesten hatte es dann keine Polizeiwache auf dem Festivalgelände und „anlasslose Bestreifung“ auf dem Festivalgelände gegeben. 

Auch das Polizeipräsidium Neubrandenburg zog eine positive Bilanz ihrer Arbeit. „Schöne, erlebnisreiche Tage mit guter Laune beim Fusion Festival gehen zu Ende“, twitterte die Bundespolizei am letzten Juni-Sonntag. 

70.000 Besucher hatten von Mittwoch bis Sonntag am letzten Juni-Wochenende in der Nähe von Lärz in Mecklenburg-Vorpommern auf dem Festivalgelände bei Temperaturen bis 37 Grad gefeiert. 

Ein Toter (28) wurde am Sonntag in einem Zelt auf dem Festivalgelände gefunden. Nach der Obduktion ist die Todesursache bislang weiter unklar.  Eine weitergehende toxikologische Analysen sei nötig, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Damit solle geklärt werden, welche Substanzen der 28-Jährige genommen haben könnte.

Eine 19-Jährige ist beim „Werner Rennen 2019“ in Bad Segeberg von zwei Männern vergewaltigt worden. Die Polizei sucht nun nach den Tätern.

Leiche in Zelt beim „Fusion“-Festival 2019: Obduktion abgeschlossen - Eines schließen die Behörden nun aus

Update vom 3. Juli 2019, 14.34 Uhr: Ein 28-Jähriger wurde leblos in einem Zelt auf dem Campingplatz beim „Fusion“-Festival gefunden. Nun ist die Obduktion abgeschlossen, berichtet die Berliner Morgenpost.

Es habe keine Hinweise auf ein Verbrechen gegeben, zitiert das Blatt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Ein Fremdverschulden hatte die Polizei ausgeschlossen.

Das Ergebnis der Obduktion liegt nun der Staatsanwaltschaft vor, heißt es dort weiter. Zu weiteren Details der Todesursache würden die Staatsanwaltschaft und die Polizei bislang schweigen. Auf die Frage, ob die Hitze am Sonntag eine Rolle gespielt habe, wollte sich die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht äußern. Ein toxikologisches Gutachten solle weitere Erkenntnisse liefern. Das Ergebnis liege erst in einigen Wochen vor. Ein Fremdverschulden hatte die Polizei anfangs schon ausgeschlossen. Trotzdem bleiben in diesem tragischen Fall noch Fragen offen.

Ein bereits in Berlin etabliertes Festival soll im kommenden Jahr nach München kommen. In diesem Jahr trat unter anderem David Guetta auf.

Video: Polizei bei „Fusion“-Festival: Außen vor, trotzdem präsent

„Fusion“-Festival 2019: Besucher (28) tot im Zelt gefunden - Herrscht bald Klarheit?

Update vom 3. Juli 2019, 9.58 Uhr: Beim „Fusion“-Festival 2019 ist ein 28-Jähriger in einem Zelt auf dem Camping-Platz tot aufgefunden worden. Der alarmierte Notarzt konnte nichts mehr für den Mann aus Mainz tun. Mit einer Schweigeminute reagierten die Veranstalter am Sonntag auf die schreckliche Nachricht.

Die Todesursache ist bislang noch unklar. Laut den Ermittlern gibt es keine Hinweise auf Fremdeinwirkung. Eine Obduktion soll nun weitere Erkenntnisse liefern, berichtet die Berliner Morgenpost. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg habe gegenüber der Zeitung bestätigt, dass am Mittwoch eine Obduktion durchgeführt werden soll. 

Die traurige Nachricht verbreitete der Festival-Veranstalter Kulturkosmos auch via Twitter und rief zu einer Schweigeminute am Sonntag um 17 Uhr auf. „Wir kümmern uns um seine Freundinnen und Freunde und sind in Gedanken bei den Angehörigen“, twitterte das Kulturkosmos-Team. „Wir alle sind traurig und niedergeschlagen.“

Eine gefundene männliche Leiche bei Stade nahe Hamburg sorgt trotz Foto-Veröffentlichung der Polizei für ein großes Rätsel, wie nordbuzz.de* berichtet.

„Fusion“-Festival 2019: Besucher (28) tot im Zelt gefunden - Freunde in Trauer

Erstmeldung vom 1. Juli 2019:

Lärz - Die mobile Wache hat auf dem „Fusion“-Festival 2019 am Sonntagvormittag einen leblosen Mann auf dem Gelände gefunden. Der 28-Jährige aus Mainz habe nach Angaben des leitenden Arztes in einem Zelt gelegen, teilte die Polizei mit. Eingesetzte Rettungskräfte und ein Notarzt konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Mann aus Mainz stirbt bei „Fusion“-Festival

Kriminalbeamte des Polizeieinsatzes kamen zum Einsatz. Ein Todesermittlungsverfahren wurde eingeleitet. Die Todesursache sei noch unklar, es gebe jedoch keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die anwesenden Freunde des 28-Jährigen mussten durch den Sanitätsdienst des Veranstalters psychologisch betreut werden.

„Fusion“ Festival - Polizei zieht Bilanz

Das „Fusion“-Festival findet seit mehr als 20 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern in Lärz bei Mirow statt. Das alternative Kulturfestival nahe der Müritz ist bei jungen Leuten sehr beliebt.

Die Polizei hat am Montag eine Bilanz nach dem Ende des „Fusion“- Festivals 2019 veröffentlicht. Die Zusammenarbeit der Polizei mit den Einsatzkräften von Zoll und Feuerwehr habe demnach gut geklappt. Insgesamt 51 Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz hatte es gegeben, teilte die Polizei mit. 39 Personen führten demnach ein Kraftfahrzeug unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. In zehn Fällen wurden Sicherheitsleistungen in Höhe von über 4.000 Euro realisiert. An der mobilen Wache des „Fusion“-Festivals sei eine Körperverletzung sowie ein Diebstahl angezeigt worden, heißt es weiter.

Mehr dazu: Festival-Horror: Was Techno-Liebhaber in Zelt finden, lässt Blut in Adern gefrieren, wie extratipp.com* berichtet.

Mehr: Mann entdeckt etwas an seinem Fingernagel - sieben Monate später ist er tot, wie extratipp.com* berichtet.

Beim Deichbrand-Festival in Cuxhaven bei Bremen wurde indes eine Leiche in einem Zelt gefunden, wie nordbuzz.de* berichtet.

Beim Zelten an einem See bei Hirschaid ist eine Frau gestorben. Sie bekam zuvor gesundheitliche Probleme - ein Notarzt konnte der 49-Jährigen nicht mehr helfen. (Merkur.de*)

ml 

*Merkur.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare