„Armutszeugnis für die Schweiz“

Frau trägt laut Gerichts-Urteil Mitschuld an ihrer eigenen Vergewaltigung

April 3, 2021, London, England: Der 97%-Protestmarsch gegen sexuelle Gewalt zum Parlamentsplatz.
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Kleidung oder Verhalten als Aufforderung zur Vergewaltigung? Ein Schweizer Urteil gab einer Frau die Mitschuld an ihrer Vergewaltigung – weil sie „Signale sendete“.

Weil sie „Signale auf Männer aussendete“ und sich vorher an einem anderen Mann interessiert zeigte, wurde einem Vergewaltigungs-Opfer die Mitschuld gegeben.

Basel – Es ist der Alptraum jeder Frau: Auf dem Heimweg von einem Clubbesuch wurde in Basel (Schweiz) im vergangenen Jahr eine Frau vor ihrer eigenen Haustür von zwei Männern überfallen und vergewaltigt. Einer der Täter ging in Berufung. Erfolgreich: Die Richterin gab dem Opfer Mitschuld an der Tat und reduzierte das Strafmaß.

Die Argumentation der Richterin: Die Frau „spielte mit dem Feuer“, habe „Signale“ auf Männer ausgesendet und die sexuellen Übergriffe seien nur „relativ kurz“ gewesen. Den 33-jährigen Täter träfe nur ein „mittleres Verschulden“.

Der vom Basler Strafgericht für die Vergewaltigung bereits im August 2020 schuldig gesprochene Vergewaltiger muss nun nicht mehrere Jahre hinter Gittern sitzen. Auch für das Opfer ergeben sich durch das neue Skandal-Urteil Konsequenzen.

Über die Details des Schweizer Gerichts-Urteils, das dem Opfer die Mitschuld an der eigenen Vergewaltigung gibt, und die Reaktionen darauf berichtet 24hamburg.de* ausführlich. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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