Filmreifer Auto-Crash im Regierungsviertel

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Spektakuläre Bergung: Ein Autos war im Berliner Regierungsviertel in die Spree gerast.

Berlin - Filmreifer Auto-Crash mitten im Berliner Regierungsviertel: Ein junges Pärchen ist in der Nacht zum Samstag mit einem 3er-BMW in die Spree gerast.

Der Wagen durchbrach einen massiven Metallzaun in der Otto-von-Bismark-Allee, flog gut zehn Meter durch die Luft, landete drei Meter tiefer direkt auf der Uferpromenade und kippte in den Fluss. Besonders dreist: Der betrunkene 20-Jährige und seine 17-jährige Begleiterin zogen sich im Hotelzimmer trockene Sachen an und versuchten, das Auto als gestohlen zu melden.

Der Unfall spielte sich zwischen Reichstag, Kanzleramt, Bundespressekonferenz und Hauptbahnhof ab, wo es nachts meist menschenleer ist. Beamte der Bundestagspolizei stellten gegen 06:00 Uhr morgens fest, dass im Wendehals neben dem Paul-Löbe-Haus, dem Bürokomplex gegenüber des Kanzleramt, eine Absperrung und ein massiver Zaun durchbrochen waren. Unten am Spreeufer fanden sich laut Polizeibericht “diverse Spuren in Richtung Wasser“. Taucher der Feuerwehr entdeckten das Fahrzeug auf dem Grund - ohne Insassen.

Auto am Bundestag in die Spree gestürzt

Auto am Bundestag in die Spree gestürzt

Eine schnelle Nachfrage ergab, dass der Halter gerade auf einem Polizeirevier den Diebstahl seines Wagens anzeigte. Er und seine Begleiterin hatten sich selbst aus dem Auto befreit und waren zum Ufer zurückgeschwommen. Leicht verletzt ging das Pärchen in ihr Hotel in die Friedrichstraße und zog sich trockene Sachen an. Eine Atem-Alkoholmessung ergab bei dem Fahrer einen Wert von 0,8 Promille. Zum genauen Unfallhergang und warum er mit stark überhöhter Geschwindigkeit fuhr, wollte sich der 20-Jährige nicht äußern. In dem Fahrzeug wurden geringe Mengen einer “rauschgiftsuspekten Substanz“ gefunden, berichtete die Polizei. Während der Bergungsarbeiten war die Spree für den Schifffahrtsverkehr von 6 Uhr 30 bis 11 Uhr gesperrt.

apn

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