Hohe Dunkelziffer

Experte: Kindesmissbrauch per Webcam wird immer heftiger

+
Eine Webcam auf einem Computerbildschirm. Webcam-Kindersextourismus gibt es seit wenigen Jahren. Foto: Martin Gerten

Traunstein/Wiesbaden (dpa) - Das Phänomen des sogenannten Webcam-Kindersextourismus nimmt nach Einschätzung des Kinderhilfswerks terre des hommes immer heftigere Züge an.

Die Gewalt werde extremer, erklärte Hans Guyt vom niederländischen Ableger der Organisation. "Vergewaltigungen, Gangbang, Folter sind nicht mehr außergewöhnlich." Und die Opfer würden immer jünger - bis hin zu Babys. Beim sogenannten Webcam Child Sex Tourism werden Kinder sexuell missbraucht, während der Kunde im Ausland das Geschehen per Kamera live beobachten und Täter und Kind Anweisungen geben kann.

Anfang des Monats kam ein 48-Jähriger aus dem oberbayerischen Landkreis Altötting deshalb in Untersuchungshaft.

Webcam-Kindersextourismus gibt es seit wenigen Jahren. Genaue Zahlen nennt das Bundeskriminalamt nicht. Wie in dem gesamten Bereich gebe es aber eine hohe Dunkelziffer, sagte Matthias Wenz vom Referat zur Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare