Erdbebengefahr: Atomreaktor heruntergefahren

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Der Atomreaktor Hamaoka in Zentral-Japan

Tokio - Der Atomreaktor Hamaoka in Zentral-Japan wird vorübergehend vom Netz genommen. Es steht in einer besonders erdbebengefährdeten Region. Außerdem soll die Anlage einen Schutzwall gegen Tsunamis erhalten.

Der Betreiber Chubu Electric teilte am Freitag mit, es sei damit begonnen worden, den Reaktor 4 des Atomkraftwerks Hamaoka herunterzufahren. Reaktor 5 - der zweite noch aktive der Anlage - solle am Samstag abgeschaltet werden. Die Reaktoren 1 und 2 in Hamaoka sind bereits außer Betrieb, während der Reaktor 3 wegen Routineüberprüfungen bereits heruntergefahren ist. In den nächsten zwei bis drei Jahren soll die Atomanlage mit einem Wall gegen Tsunamis geschützt werden. Ansonsten bleiben aber alle anderen Meiler in Japan am Netz.

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Ministerpräsident Naoto Kan hatte die zeitweise Abschaltung des Atomkraftwerks gefordert, bis die Schutzvorkehrungen gegen Erdbeben Tsunami verstärkt worden sind. In der Region in Mitteljapan, in der die Atomanlage liegt, wird innerhalb der nächsten 30 Jahre ein Erdbeben der Stärke 8,0 oder höher erwartet. Hamaoka gilt deshalb schon lange als das am meisten gefährdete japanische Atomkraftwerk.

Nach der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe vom 11. März war es im Atomkraftwerk Fukushima im Nordosten Japans zu einem Super-GAU gekommen. Die Lage dort ist bis heute nicht völlig unter Kontrolle.

dapd/dpa

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