Aus dem Ersten Weltkrieg

Handgeschriebener Brief von Albert Einstein kommt unter den Hammer

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Die undatierte Aufnahme des legendären Physikers Dr. Albert Einstein.

Ein handgeschriebener Brief des Physikers Albert Einstein (1879-1955) soll bei einer Online-Auktion bis Donnerstag versteigert werden. Das Physik-Genie verteidigt darin einen Attentäter. 

Los Angeles - Das Auktionshaus Nate D. Sanders veröffentlichte den Brief des weltberühmten Wissenschaftlers auf seiner Webseite. Darin verteidigt Einstein den Attentäter des damaligen österreichischen Ministerpräsidenten. Das deutschsprachige Schreiben vom April 1917 ist an einen Freund Einsteins, den schweizerisch-italienischen Ingenieur Michele Besso, adressiert. Das Mindestgebot für den Brief liegt bei 22.000 US-Dollar (knapp 18.000 Euro).

Einstein tritt in dem handgeschriebenen, drei Seiten langen Brief unter anderem für seinen Studienfreund Friedrich Adler ein. Dieser hatte 1916 Österreichs Ministerpräsidenten Karl von Stürgkh erschossen. Adler habe sich „als selbstloser, ruhiger, arbeitsamer, gutherziger, gewissenhafter Mensch gezeigt“, der die Hochachtung aller genossen habe. Einstein wollte demnach für den österreichischen Sozialdemokraten eine Petition einlegen. Adler wurde für den Anschlag zum Tode verurteilt, später aber amnestiert.

Im Juni brachten acht Briefe von Einstein bei einer Auktion in Jerusalem umgerechnet rund 190.000 Euro ein. Unter den Käufern befand sich auch der israelische Illusionist Uri Geller. Einstein wurde in Ulm geboren, musste aber als Jude vor den Nazis in die USA fliehen.

Auch ein „Titanic“-Brief wurde für eine Rekordsumme versteigert.

dpa

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