Details zur Verhaftung von Dirk K. 

Zugriff um 2.45 Uhr: So wurde der mutmaßliche Kinderschänder festgenommen

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Der mutmaßliche Kinderschänder Dirk K. wurde mit Fotos gesucht - unter anderem mit dem Bild seiner Wohnung (Hintergrund).

Neue Details zur Verhaftung von Dirk K.: Um 2.45 Uhr wurde der mutmaßliche Kinderschänder Medienberichten zufolge aus dem Hotelbett geholt, 20 Beamte planten den Zugriff. 

Update vom 28.3.18; 15.16 Uhr

Krefeld - Über die Verhaftung von Dirk K., dem mutmaßlichen Kinderschänder aus Viersen, sind neue Details bekannt geworden.  Wie „bild.de“ berichtet, hatte sich der 45-Jährige im Krefelder 2-Sterne-„B&B“ -Hotel vor der Polizei versteckt. Er habe dort unter seinem richtigen Namen eingecheckt. Um 0.30 Uhr kamen dem Bericht zufolge die Ermittler. 20 Beamte hätten den Zugriff zwei Stunden lang geplant und alle Fluchtwege gesperrt. Um 2.45 Uhr sei der mutmaßliche Täter aus dem Hotelbett gezogen worden. Auf dem Nachttisch habe noch ein Hähnchenknochen von seinem Abendessen gelegen. Er habe keinen Widerstand geleistet.  

Inzwischen konnten angeblich zwei seiner Opfer identifiziert werden. „Es handelt sich um die beiden Söhne einer Bekannten des Beschuldigten, 6 und 12 Jahre alt“, zitierte „bild.de“ Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk (39). 

Meldung vom 27.3.18

Frankfurt am Main - Nach der Veröffentlichung von Fahndungsfotos von Dirk K. war in der Nacht zum Dienstag der mutmaßliche Sexualstraftäters in einem Hotel in Krefeld festgenommen worden. 

Es handele sich bei ihm um den Tatverdächtigen, meldete das Bundeskriminalamt (BKA) am frühen Dienstagmorgen auf Twitter. Das BKA und die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hatten am Montag die Fotos von Dirk K. veröffentlicht, der zwischen Oktober 2014 und Ende 2017 mehrfach zwei Kinder missbraucht haben soll.

Am Montagabend hatte die Generalstaatsanwaltschaft mitgeteilt, dass eine „heiße Spur“ auf der Suche nach dem mutmaßlichen Täter nach Viersen (Nordrhein-Westfalen) führe. Weitere Informationen waren am am frühen Morgen zunächst nicht erhältlich. Einem Bericht von bild.de zufolge handelt es sich bei Dirk K. um einen 45-jährigen Taxifahrer.

Die grausigen Taten an den etwa sieben und zehn Jahre alten Jungen filmte er und stellte die Aufnahmen ins Darknet. Ermittelt wird wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Herstellung von kinderpornografischen Schriften. Insgesamt liegen den Behörden nach eigenen Angaben mehr als 3800 Bild- und Videodateien vor, die den Missbrauch in einer Dachgeschosswohnung zeigen.

Polizeibeamte hatten die Wohnung des Verdächtigen zuvor gestürmt, trafen diesen dort jedoch nicht mehr an. „Offensichtlich hat sich der Tatverdächtige kurz vor dem Zugriff abgesetzt“, schlussfolgerte einer der Ermittler. Im Apartment wurde schlagendes Beweismaterial wie Filmaufnahmen der Missbrauchshandlungen gefunden.  

Das ist bislang über den Tatverdächtigen bekannt

Es sind außerdem bereits einige nähere Details zu dem mutmaßlichen Täter bekannt: Der 45-Jährige ist offenbar geschieden und hat selbst zwei Kinder, die jedoch nicht die Opfer sein sollen.

Bei diesen wiederum handelt es sich um zwei Jungen im Alter von etwa sieben und zehn Jahren. Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk bestätigte, dass der Tatverdächtige selbst Bild- und Videoaufnahmen des Missbrauchs der beiden Jungen hergestellt und diese im Internet verbreitet haben soll. 

Ein weiteres Fahndungsfoto: Wer kennt dieses Zimmer?

Die insgesamt mehr als 3800 Bild- und Videoaufnahmen von zwölf Missbrauchsfällen sind vermutlich seit Oktober 2014 angefertigt worden. Im sogenannten Darknet wurden sie dann im Dezember 2017 auf einer kinderpornographischen Plattform veröffentlicht. 

Ein weiteres Foto der Wohnung, in der die Aufnahmen gemacht wurden.

Es ist nicht auszuschließen, dass sowohl vor als auch nach diesem Zeitraum durch den abgebildeten Täter diese und weitere Opfer missbraucht worden sind und/oder noch missbraucht werden.

Die Beamten gehen davon aus, dass die Taten in Deutschland stattgefunden haben, so das BKA. 

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