20 Kilometer östlich vom Lago Maggiore

Nach schrecklichem Bus-Unfall: Reisegruppe fährt zurück nach Deutschland 

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Der Bus ist ein Wrack: Deutscher Reisebus in der Schweiz verunglückt.

Ein Reisebus war in der Schweiz Richtung Italien unterwegs als er in einen Pfosten mit Signalanlagen knallte. Das Fahrzeug war vollbesetzt. Eine junge Frau (27) kam bei dem Unfall ums Leben.

  • Ein deutscher Reisebus aus Köln ist am Sonntag (14.10.2018) in der Schweiz verunglückt.
  • Bei dem Unglück ist eine 27-Jährige ums Leben gekommen. Zwei Personen wurden schwer verletzt.

Nach Bus-Unglück mit einer Toten: Großteil der Gruppe kehrt zurück

Update vom 15. Oktober 2018, 6.18 Uhr

Nach dem tödlichen Unfall eines mit jungen Leuten besetzten Kölner Reisebusses in der Schweiz wird der Großteil der Gruppe am Montag in Deutschland zurückerwartet. Bei dem Unglück war eine 27-Jährige ums Leben gekommen. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt, unter ihnen der Fahrer. Der Reisebus war auf der Autobahn im Tessin gegen den Pfosten einer Verkehrsschildanlage gekracht.

Reisegruppe war auf dem Weg nach Assisi Italien 

Die 25-köpfige Reisegruppe war auf dem Weg nach Assisi in Italien. Sie war am Samstagabend in Köln gestartet, der Unfall ereignete sich am Sonntagmorgen in der Schweiz. Mehrere Menschen wurden mit leichteren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt.

Der größte Teil der Gruppe werde am Montag mit der Bahn zurückreisen, erklärte Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA. Er übernahm für das betroffene Bus-Unternehmen die Notfall-Koordination. Die deutsche Botschaft in der Schweiz habe die Betreuung übernommen.

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki äußerte sich in einer Mitteilung „zutiefst bestürzt“. „Ich leide mit den Verletzten und all den anderen von diesem Unglück Betroffenen“, erklärte Woelki in einer Mitteilung des Erzbistums.

Die Front des Busses wurde völlig zerstört. Über den genauen Hergang und die Ursache des Unfalls machte die Polizei in der Schweiz zunächst keine Angaben und verwies auf die laufenden Ermittlungen.

Deutscher Reisebus in der Schweiz verunglückt

Zwei kirchliche Gruppen waren im Unglücksbus unterwegs

Die News vom 14.10.2018:  Update 22.41 Uhr:
Das Erzbistum Köln schrieb auf seiner Website, in dem verunglückten Bus seien eine Schülergruppe aus dem Erzbischöflichen St. Ursula in Brühl sowie eine Gruppe aus dem katholischen Kirchenverband Kreuz-Köln-Nord auf dem Weg nach Assisi gewesen. Seelsorger vor Ort kümmerten sich demnach nach dem Unfall um die Betroffenen.

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki erklärte, er sei "zutiefst bestürzt über dieses furchtbare Busunglück". Er leide "mit den Verletzten und all den anderen von diesem Unglück Betroffenen" und fühle sich "einfach nur hilflos".

Update 21.17 Uhr: Junge Frau kommt bei Unfall ums Leben

Es gibt nun doch ein Todesopfer zu beklagen. Eine 27-Jährige starb infolge des Unfalls. Unter den beiden Schwerverletzten ist auch der Fahrer - beide schweben aber laut der Polizei im Kanton Tessin nicht in Lebensgefahr. Die Zahl der Businsassen wird mittlerweile mit 25 angegeben.

Update 20.49 Uhr: Zwei weitere Verletzte in ärztlicher Behandlung

Laut der Polizei im Schweizer Kanton Tessin sind neben den 13 Verletzten im Laufe des Tages zwei weitere Jugendliche mit leichten Blessuren in ärztliche Behandlung gekommen. Die zehn Unverletzten wurden zunächst in einer Einrichtung des Zivilschutzes betreut. Da der Fahrer unter den Schwerverletzten ist, war an eine Vernehmung vorerst nicht zu denken gewesen.

Die Gruppe werde die Nacht in der Schweiz verbringen, sagte Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA. Er übernahm für das betroffene Bus-Unternehmen die Notfall-Koordination. Am Montag sei die Rückreise mit der Bahn geplant. Vermutlich werde der größte Teil der Gruppe reisen. Die deutsche Botschaft in der Schweiz habe die dortige Betreuung übernommen.

Update 18.18 Uhr: Rückreise der jungen Kölner noch für Sonntag geplant

Die Rückreise der in der Schweiz verunglückten jungen Leute aus Köln sollte möglichst noch an diesem Sonntag beginnen. Notfallseelsorger würden die Reisenden begleiten, sagte Johannes Hübner vom Internationalen Bustouristik Verband RDA.

Es sei noch unklar, wie viele Passagiere mitgenommen werden könnten. Die zehn Unverletzten wurden zunächst in einer Einrichtung des Zivilschutzes betreut.

Der Fahrer ist laut Polizei unter den Schwerverletzten. Insgesamt waren zwei Fahrer in dem Bus, sie seien sehr erfahren, sagte Hübner.

Update 17.15 Uhr: 15 Verletzte bei Busunglück - Krankenpfleger schnell zur Stelle

Beim Unfall eines deutschen Reisebusses in der Schweiz sind am Sonntag 15 Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Das meldet die Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Ein zufällig hinter dem Bus fahrender Krankenpfleger sagte der Schweizer Zeitung Blick, er sei sofort zur Unfallstelle gelaufen und habe den unter Schock stehenden Insassen mit dem Nothammer einen Fluchtweg gebahnt. Der Fahrer, ein Beifahrer und eine junge Frau seien zwischen Metallteilen eingeklemmt gewesen.

Laut Polizei dauerte es mehrere Stunden, bis alle Verletzten geborgen werden konnten. Die Autobahn blieb in Richtung Süden stundenlang gesperrt.

Update 10.53 Uhr: Kein Todesopfer bei Busunglück

In dem deutschen Reisebus, der im Tessin verunglückt ist, waren nach Angaben der Polizei überwiegend Jugendliche und junge Erwachsene. An Bord sei eine Gruppe von etwa 16 bis 23-Jährigen gewesen sowie drei Betreuer und der Fahrer, sagte ein Polizeisprecher. Er korrigierte seine frühere Angabe, dass der Unfall ein Menschenleben forderte. Offiziell könne die Polizei zunächst drei Schwerverletzte bestätigen, von denen einer äußerst schwer verletzt gewesen sei. Der Bus kam aus der Region Köln.

Erstmeldung: 40 Insassen: Deutscher Reisebus in der Schweiz verunglückt

Sigirino - Bei einem Unfall mit einem deutschen Reisebus im Schweizer Kanton Tessin sind mehrere Menschen verletzt worden. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit zahlreichen Notarzt- und Krankenwagen im Einsatz, wie die Kantonspolizei mitteilte. An Bord waren nach Schätzungen der Polizei etwa 40 Menschen. Wie viele verletzt wurden und ob es Todesopfer gab, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. 

Die Zeitung „Corriere del Ticino“ zeigte mehrere Fotos mit zahlreichen Einsatzwagen und einem weißen Reisebus, der im Bereich der Fahrerkabine schwer beschädigt war.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei auf der Autobahn 2 Richtung Süden bei Sigirino, unweit des Sees Lago Maggiore. Der Bus sei aus bislang unbekannten Gründen in einem Pfosten geprallt. Auf den Fotos ist neben dem Bus der Pfosten einer Anlage mit Verkehrsschildern zu sehen, die sich über die Fahrbahnen spannt.

Auch dramatisch: Ein schlimmer Unfall ereignete sich auf einer Landstraße bei Osnabrück, als ein Motorrad beinahe ungebremst unter einen Traktor rutschte und eingeklemmt wurde.

Außerdem ereignete sich ein tödlicher Auffahr-Unfall auf der A2 bei Hannover, in dessen Folge der Fahrer eines Tanklasters in seinem Fahrzeug verbrannte. Die Autobahn musste voll gesperrt werden, zudem bestand akute Explosions-Gefahr.

Auch schlimm: Ein Mercedes-SUV hat zwei Schiebetüren eines Edekas durchbrochen. Der Supermarkt war gut gefüllt.

dpa

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