Deutsche haben 2010 viel gespendet

Berlin - Angesichts der schlimmen Naturkatastrophen in Haiti und Pakistan haben die Deutschen sich im vergangenen Jahr spendabel gezeigt.

Die Deutschen haben angesichts der Katastrophen in Haiti und Pakistan im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld gespendet als 2009. In den ersten elf Monaten 2010 lagen die Einnahmen der Hilfsorganisationen um fast 14 Prozent über denen des Vorjahreszeitraums, sagte Burkhard Winz von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd.

Für Dezember lägen noch keine Zahlen vor. Es sei aber davon auszugehen, dass angesichts positiver Konjunktursignale das Ergebnis des Vorjahres mindestens wieder erreicht werde. 2009 wurden insgesamt knapp 2,1 Milliarden Euro gespendet. Laut GfK lagen im Januar und August die Einnahmen der Hilfsorganisationen sogar um fast 70 Prozent über denen der Vergleichsmonate 2009.

Im Januar war das verheerende Erdbeben in Haiti, Ende Juli erschienen Bilder und Berichte der Überschwemmungskatastrophe in Pakistan. Laut GfK war 2010 aber ein Ausnahmejahr. Insgesamt gehe die Zahl der Spender stetig zurück. Der Anteil der Geldspender in der Bevölkerung sei 2009 erstmals unter 20 Prozent gesunken. Das Durchschnittsalter der Spender betrug 58 Jahre.

dapd

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