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Corona in NRW: Massenansturm-Chaos bei Ikea - Laschet hat Lockerungs-Plan als Ass im Ärmel

NRW ist in puncto Corona-Lockerungen in den vergangenen Tagen vorangeprescht. Nun kam es vor einer Ikea-Filiale in Köln zu einem unerfreulichen Zwischenfall.

Update vom 5. Mai, 23.04 Uhr: Nordrhein-Westfalen hat nach Aussage von Ministerpräsident Armin Laschet umfangreiche Anpassungspläne für die Corona-Maßnahmen in der Schublade. „Wir selbst haben den Plan ebenfalls erstellt, aber bisher zurückgehalten“, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend im ZDF-„heute journal“. Andere Bundesländer, darunter am Dienstag auch Bayern - hatten schon vor der Bund-Länder-Schalte am Mittwoch umfangreiche Lockerungspläne für die geltenden Corona-Einschränkungen angekündigt.

Zu den Plänen seines Bundeslandes sagte Laschet: „Wenn ich das sehe, was die Kollegen machen, wird das in sehr vielen Ländern sehr ähnlich sein.“ NRW kündigte am Dienstag an, ab Sonntag Besuche in Alters- und Pflegeheimen unter Auflagen wieder zu erlauben (siehe Update um 15.39 Uhr).

Starkbierfeste, Karneval und Ischgl werde es lange nicht geben, sagte Laschet. „Aber ein Besuch in einem Hotel in einer Ferieneinrichtung, registriert wer wann wo war, begrenzte Gastronomie, das ist glaube ich das, was verantwortungsvolle Normalität ist.“

Laschet warb vor dem Gespräch zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten dafür, regionale Unterschiede anzuerkennen. Zum Beispiel gebe es in Mecklenburg-Vorpommern so gut wie keinen Corona-Fall mehr. Insbesondere bei der Bildung wünsche er sich aber länderübergreifend ähnliche Maßnahmen - dort werde am meisten verglichen.

Corona in NRW: Lockerungen zum Muttertag - Besuche in Pflegeheimen möglich 

Update vom 5. Mai, 15.39 Uhr: Weitere Lockerungen in Nordrhein-Westfalen und neue Regelungen zum Muttertag. NRW hebt das coronabedingte Besuchsverbot für Alters- und Pflegeheime auf. Vom kommenden Sonntag an dürfen Bewohner dieser Heime wieder Besuch von Familienangehörigen und Freunden bekommen, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Es sind aber strenge Auflagen für Besuche vorgesehen. Das Verbot galt seit Mitte März.

In einer Pressekonferenz erklärte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), den entsprechenden Einrrichtungen eine Art Leitfaden vorzulegen, an welche Hygiene- und Sicherheitsregeln es sich zu halten gilt.

Nicht nur das Coronavirus sei für die Betroffenen eine große Gefahr, betonte Laumann: „Auch soziale Isolation kann erhebliches seelisches Leid und körperliche Schäden verursachen - darum müssen wir die richtige Balance zwischen einem wirksamen Infektionsschutz auf der einen Seite und der sozialen Teilhabe auf der anderen Seite schaffen.“

Möglich sind letztlich Besuche von bis zu zwei Menschen in den separat eingerichteten Räumen. Direkt auf dem Bewohnerzimmer ist ein Besuch durch einen Menschen möglich. Die Dauer ist je Bewohner auf höchstens zwei Stunden pro Besuch und Tag begrenzt.

Coronavirus in NRW: Menschenandrang vor Ikea-Filiale in Köln-Godorf 

Update vom 5. Mai, 15.19 Uhr: In Sachen Corona-Lockerungen geht das Bundesland Nordrhein-Westfalen unter Ministerpräsident Armin Laschet einen äußerst zügigen Kurs. So durften beispielsweise Möbelhäuser in NRW bereits am 20. April wieder öffnen. Am Wochenende kam es nun in gleich in mehreren Ikea-Filialen zu einem Menschenandrang, bei dem von Abstand halten und Maskenpflicht* nichts mehr zu sehen war. 

So berichtete Severin Tatarczyk im Gespräch mit der Rheinischen Post von langen Schlangen vor dem Eingang der Ikea-Filiale in Köln-Godorf. Ein Mitarbeiter des Möbel-Konzerns habe ihm gesagt, dass er zwei Stunden Wartezeit einplanen müsse. „Abstandhalten war gar nicht möglich, es war ein riesengroßes Chaos“, schilderte Tatarczyk die Situation am Samstag. Auch in einem Tweet hat er die Lage vor Ort dokumentiert.

Und dabei handelte es sich offenbar nicht um einen Einzelfall. So räumte eine Ikea-Sprecherin gegenüber der Rheinischen Post ein, dass am Samstag vor einigen Ikea-Häusern in Nordrhein-Westfalen zeitweise Warteschlangen entstanden seien. Die Wartezeit speziell in Köln schätzte sie auf 30 bis 60 Minuten. In Düsseldorf soll der Andrang sogar so groß gewesen sein, dass sich vorübergehend ein Rückstau bis auf die Autobahn 46 bildete. 

Die Warteschlangen begründete die Ikea-Sprecherin allerdings auch mit den Zugangsbeschränkungen. Je nach Filiale würden nur 400 bis 650 Kunden gleichzeitig der Zutritt gewährt. Zusätzlich würden Kunden immer wieder durch regelmäßige Durchsagen darauf hingewiesen, den Sicherheitsabstand* einzuhalten. „Wir werden selbstverständlich prüfen, ob wir Anpassungen am Sicherheitskonzept für die Situation außerhalb der Häuser vornehmen können“, betonte die Ikea-Sprecherin. 

Unterdessen ergaben Forschungen in Frankreich, dass der erste Corona-Fall dort offenbar bereits weiter zurückliegt als gedacht. Bislang ging man davon aus, dass dort die ersten Infektionen am 24. Januar bekannt wurden - die nachträgliche Analyse einer Labor-Probe lässt nun anderes vermuten

Coronavirus in NRW: Mehr als 33.500 Infizierte und mindestens 1290 Todesfälle

Update vom 5. Mai, 12.54 Uhr: Bis Dienstagvormittag sind in Nordrhein-Westfalen insgesamt mehr als 33.500 Corona-Infizierte und mindestens 1290 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung festgestellt worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die sich auf die beim Robert-Koch-Institut gemeldeten Fälle beruft. Damit ist Nordrhein-Westfalen nach wie vor eines der am meisten von der Corona-Pandemie betroffenen Bundesländer. Ähnlich stark betroffen sind neben NRW die Länder Bayern und Baden-Württemberg

Update vom 4. Mai, 15.51 Uhr: Die NRW-Landesregierung hat inmitten der Corona-Krise vor erneuten Betrugsversuchen bei den Corona-Soforthilfen gewarnt. Wie eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums am Montag mitteilte, seien E-Mails im Umlauf, mithilfe derer Betrüger versuchten, Daten abzugreifen. 

Zuvor hatten das Ministerium und die Staatskanzlei bereits über Twitter vor Betrugsversuchen gewarnt. „Die Mail-Adresse corona-zuschuss@nrw.de.com ist ein Fake! Das beigefügte Schreiben stammt NICHT von der Landesregierung“, hieß es in der Warnung. Demnach enden offizielle Mailadressen des immer auf nrw.de. 

Coronavirus in NRW: Präsidenten der rheinischen Hochburgen diskutieren über Karneval 2021

Update vom 4. Mai, 12.10 Uhr: Es ist eine Entscheidung, die in der aktuellen Situation fast grotesk wirkt. Während Deutschland auf die Lockerungen der Maßnahmen in den nächsten Tagen hofft, wurde bereits jetzt über den Karneval 2021 diskutiert. 

Am Montag haben sich nun die Präsidenten der rheinischen Hochburgen getroffen, wie unter anderem der Express berichtet. Obwohl bislang das weitere Vorgehen der Bundesregierung noch unklar ist, sind sich die Präsidenten sicher: der Karneval 2021 muss stattfinden. 

„Das wird nicht einfach, denn der Karneval lebt von Nähe und Gemeinsamkeit“, zitiert das Portal Christopf Kuckelkorn. Wie der Karneval dann letztendlich aussehen wird, wurde jedoch noch nicht beschlossen. 

Ikea hat wieder geöffnet. Ein auf Twitter veröffentlichtes Foto der ersten Kunden sorgt für große Kritik. Das Verhalten der Menschen stößt vielen negativ auf.

Coronavirus in NRW: Familienminister droht mit Alleingang in Krise - „Wir lassen uns nicht noch...“

Update vom 4. Mai, 7.03 Uhr: Die endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen in Deutschland ist noch nicht gefallen, da verwundert ein Interview von NRW-Familienminister Joachim Stamp. Wie nun Bild unter Berufung auf den „Morning-Briefing“-Podcast von Gabor Steingart berichtet, soll die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen offenbar mit einem Alleingang in der Corona-Strategie drohen

„Ich möchte jetzt gerne unseren Weg gehen. Wir lassen uns nicht noch eine Woche vertrösten“ wird Stamp dort zitiert. Der FDP-Politiker erklärt weiter, dass sich Erzieher und Tagespflegepersonal zwar sicher fühlen sollten, doch Kinder müssten zügig zurück in ihre gewohnte Betreuung. 

Demnach müsse das Konzept nun umgesetzt werden, einen improvisierten Regelbetrieb ins Auge zu fassen. Die zögerlichen Entscheidungen von Kanzlerin Merkel kritisiert Stamp in dem Gespräch deutlich: „Die Länder brauchen ihre Freiheit, die Pandemie verläuft in den Ländern unterschiedlich.“ 

Coronavirus in Deutschland: Armin Laschet im Interview

Update vom 03. Mai, 23.17 Uhr: Armin Laschet, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Interview mit dem Münchner Merkur über den Umgang der Politik mit der Corona-Krise. Als CDU-Politiker stellt er sich zugleich bundesweit an die Spitze der Regierungschefs, die für Lockerungen werben. Wie geht es weiter?

Update vom 2. Mai, 18.10 Uhr: Ministerpräsident Armin Laschet muss sich für seine Äußerungen zur Corona-Krise und der Ausbreitung des Virus Kritik anhören. In einem Welt-Interview monierte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter die medizinische Unkenntnis des CDU-Politikers: „Seine Vorschläge zur schnellen Öffnung fand ich teilweise unverantwortlich. Bei ihm gingen manche Zahlen und Begriffe durcheinander: R-Wert, Verdopplungszeit und Zahl der Infizierten. Damit sollte man sich gründlich befassen, wenn man seiner Rolle als verantwortungsbewusster Politiker gerecht werden will und entsprechende Entscheidungen treffen soll.“

Hofreiter empfiehlt Laschet sogar, sich stärker in das Thema einzulesen. Aber nicht nur der NRW-Landeschef bekam sein Fett weg. „Die Bundesregierung hätte klarer kommunizieren müssen, teilweise hat sie sich auch widersprochen. Noch mal: Erst musste die Verdopplungsrate reduziert werden, dann der R-Wert (Zahl der durchschnittlichen Ansteckungen durch einen Infizierten, d. Red.). Das war nicht immer ganz klar“, gibt Hofreiter den Weg aus der Krise vor.

Corona in NRW: Zahl der infizierten Personen steigt drastisch an - Schulleiter-Chef warnt vor Engpass

Update vom 1. Mai, 11.48 Uhr: Obwohl Bund und Länder am Donnerstag weitere Lockerungen in Aussicht stellten, erhöht sich die Zahl der in Nordrhein-Westfalen mit dem Coronavirus infizierten Personen weiter drastisch. Wie das Robert Koch-Institut am Freitag erklärt, seien weitere 371 Personen in NRW positiv auf Covid-19 getestet worden. Damit steigt die Zahl der in NRW offiziell erkrankten Personen auf 33.058. 

Wie Harald Willert, Vorsitzender der Schulleitungsvereinigung NRW, der Rheinischen Post erklärt, könnte sich in den kommenden Wochen ein Engpass an den Schulen ergeben. In dem Bundesland sollen alle Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehören, von der Arbeit befreit werden. An manchen Schulen liege die Zahl der betroffenen Lehrkräfte jedoch zwischen 50 bis 80 Prozent, warnte Willert. 

Corona in NRW: Lockerungen kommen - Verwirrung um Mail über Schulöffnungen

Update vom 30. April, 18.47 Uhr: Verwirrung um Armin Laschet. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident hat die Pläne des Landesschulministeriums relativiert, am 11. Mai die Grundschulen für alle Schüler in einem rotierenden System wieder zu eröffnen. Eine entsprechende Mail an die Schulen (siehe Update um 17.04 Uhr) werde „korrigiert“, sagte Laschet am Donnerstag in Düsseldorf. Am 6. Mai werde alles weitere mit Bund und Ländern besprochen.

Update um 18.17 Uhr: Eine Konsequente Kontaktnachfolge, sei mit das wichtigste Instrument um die Pandemie einzudämmen, erklärt Armin Laschet. Die Gesundheitsämter in NRW werden alle Infektionsketten nachverfolgen.

40 Prozent der Intensivplätze in den Krankenhäusern sei für Coronapatienten in NRW frei. Die derzeitige Situation lässt es zu, dass auch verschobenen Operationen nun nachgeholt werden können. 

Auch in NRW werden Dorffeste, Kirmes-Veranstaltungen und andere Feste bis zum 31. August verboten bleiben. Gottesdienste dürfen ab dem 1. Mai mit strengen Sicherheitskonzepten und begrenzter Teilnahme wieder stattfinden. Museen und Zoos dürfen auch wieder öffnen. 

Schweden geht in der Corona-Krise dagegen seinen eigenen Weg. Nach viel Kritik dafür überrascht es nun, dass Schweden aus der WHO-Direktion Lob für den Corona-Kurs bekam.*

Update um 18.00 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat die Maskenpflicht im Land beim Einkauf und im Nahverkehr für rechtens erklärt. Die mit dem Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verbundenen Einschränkungen seien angesichts des Schutzzwecks hinnehmbar, entschieden die Richter am Donnerstag laut Mitteilung. Mit der seit diesem Montag (27.4.) geltenden Verordnung zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung sei die Landesregierung einer aktuellen Empfehlung des Robert Koch-Instituts gefolgt. Dieses gehe davon aus, dass auch selbst hergestellte Masken aus Stoff die Ausscheidung von Atemwegsviren reduzieren und somit die Coronavirus-Ausbreitung verlangsamen können.

Dem Oberverwaltungsgericht lagen mehrere ähnlich lautende Anträge vor, mit denen Kläger die Maskenpflicht kippen wollten.

Merkel-PK: Weitere Lockerungen bestätigt

Update vom 30. April, 17.33Uhr: Nach den Spitzenberatungen von Bund und Ländern hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weitere Öffnungsschritte verkündet. Unter Auflagen dürften Spielplätze, Kultureinrichtungen und Gotteshäuser wieder öffnen, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Die Gefahr durch die Corona-Pandemie sei aber noch lange nicht gebannt: „Deshalb bleibt Vorsicht das Gebot“, betonte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Berlin im Anschluss an ein Gespräch mit den 16 Ministerpräsidenten zur Corona-Krise.

Für die Eindämmung der Corona-Krise bleibt eine gemeinsame Strategie nötig. Merkel sprach von einer gewaltigen Herausforderung für die Bürger und alle Ebenen des Landes, für die es „keinerlei Vorlage gibt“. Wichtig sei vor allem, die Infektionsketten nachzuvollziehen.

Corona in NRW: Lockerungen kommen - Laschet prescht bei Schulen vor

Update vom 30. April, 17.04 Uhr: Wie das Landesschulministerium in Nordrhein-Westfalen in einer Mail an die Schulen am Donnerstag ankündigte, sollen die Grundschüler in dem Bundesland ab dem 11. Mai wieder tageweise in die Schule gehen. Den Anfang sollen schon am 7. Mai die Viertklässler machen. 

Dann sollen ab dem 11. Mai in einem tageweise „rollierenden“ System die Kinder aller Jahrgangsstufen unterrichtet werden. Konkret bedeutet das: An jedem Werktag soll ein anderer Jahrgang in die Schule gehen - nach wochenlanger coronabedingter Zwangspause.

Update vom 30. April, 16.30 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat davor gewarnt, wichtige Arzt- und Krankenhaustermine wegen der Corona-Krise aufzuschieben und damit die eigene Gesundheit aufs Spiel zu setzen. „Meine Botschaft ist: Wer krank ist, kann, soll, ja muss zum Arzt gehen!“, betonte er. Es müsse eine richtige Balance zwischen einer notwendigen Reserve für Corona-Patienten und der Behandlung anderer drängender Beschwerden fernab von Covid-19 gefunden werden, forderte Laschet.

Inzwischen sind außerdem Details aus den Beratungen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder durchgedrungen. Demnach wollen Bund und Länder neben gemeinschaftlichen Gottesdiensten auch besondere religiöse Feste wie Taufen, Hochzeiten oder Beschneidungen sowie Trauergottesdienste im kleinen Kreis wieder erlauben.

Außerdem sollen die Kliniken nach dem Willen von Bund und Ländern wieder mehr Operationen und andere wichtige Behandlungen aufnehmen. Aktuell werden laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen 40 Prozent der Intensivbetten frei gehalten. Nun sollen künftig weniger Intensivbetten freigehalten werden. Die Infektionsentwicklung in der Corona-Krise sowie eine präzise Übersicht durch ein neues Intensivbetten-Register ließen es zu, einen „etwas größeren Teil“ der Kapazitäten wieder für planbare OPs zu nutzen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. Alle zu erwartenden Lockerungen im Überblick lesen Sie übrigens auch auf Merkur.de*.

Coronavirus in NRW: Großveranstaltungen bleiben weiterhin bis 31. August 

Update vom 30. April, 13.42 Uhr: Mittlerweile sind erste Details der Beschlussvorlage des Bundes über weitere Lockerungen bekannt geworden. So will der Bund die seit Wochen geschlossenen

Spielplätze wieder öffnen lassen, außerdem auch Museen, Ausstellungen, Zoos, Gedenkstätten und botanische Gärten. Gottesdienste und Gebetsveranstaltungen sollen ebenfalls wieder zugelassen werden. An dem bereits beschlossenen Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August will der Bund grundsätzlich festhalten. Das geht aus der Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Merkel und den Länderchefs hervor. 

In dem Dokument heißt es aber auch, dass der Bund erst bei der nächsten Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten am 6. Mai entscheiden will, ob ein weiterer größerer Öffnungsschritt bei den strikten Corona-Beschränkungen tatsächlich möglich ist. Bis dahin will der Bund außerdem ein Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeiten lassen. 

Coronavirus in NRW: Mehr als 32.400 Infektionen und 1200 Todesfälle

Update vom 30. April, 11.48 Uhr: Bis Donnerstagvormittag sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 32.400 Coronavirus-Infektionen sowie mindestens 1200 Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung aufgetreten. Damit ist das Bundesland nach Bayern und neben Baden-Württemberg weiterhin eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Bundesländer. 

In Bayern, das noch mehr Corona-Todesfälle zu beklagen hat als Nordrhein-Westfalen, kam es nun zu einer folgenschweren Verwechslung. Eine Krankenschwester aus Unterhaching wurde telefonisch über den Tod ihrer an Covid-19 erkrankten Schwester informiert - doch wenige Tage später stellte sich heraus: Es war ein Irrtum. Wie es den Betroffenen nun geht, lesen Sie ebenfalls bei Merkur.de*.

Coronavirus in NRW: Laschet und andere Ministerpräsidenten beraten mit Merkel

Update vom 30. April, 9.44 Uhr: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und die Ministerpräsidenten der anderen 15 Bundesländer beraten am heutigen Donnerstag nachmittags mit Kanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie. Ob dann schon weitreichende Entscheidungen bezüglich Lockerungen gefällt werden ist jedoch unklar. Denn aufgrund der bis zu zweiwöchigen Inkubationszeit des Coronavirus werden mögliche Folgen der zuletzt erfolgten Lockerungen erst in einigen Tagen sichtbar. Doch bereits am Donnerstagmorgen hieß es, dass die Bundesregierung die Kontaktbeschränkungen wohl auf 10. Mai verlängern will. 

Update vom 29. April, 12.03 Uhr: In Nordrhein-Westfalen haben sich bis Mittwochvormittag mehr als 32.100 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Zudem sind mindestens 1171 Personen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 verstorben. Das zeigt eine Auswertung der Deutschen Presse-Agentur, die die neuesten, beim Robert-Koch-Institut gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. 

Nordrhein-Westfalen ist damit nach wie vor eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Bundesländer in Deutschland. Wegen der Corona-Krise ist am Mittwoch außerdem die Rheinkirmes offiziell abgesagt worden. Und auch das Düsseldorfer Schützenfest wird dieses Jahr nicht stattfinden, berichtet die Online-Ausgabe der Rheinischen Post unter Berufung auf Informationen der St.-Sebastianus-Schützen. 

Coronavirus in NRW: Düsseldorfer Kirmes und Schützenfest abgesagt - doch es gibt Hoffnung

Ein kleines Trostpflaster hat Oliver Wilmering, Vorsitzender des Düsseldorfer Schaustellerverbandes, für Fans von Kirmes und Schützenfest allerdings in petto. Im Hintergrund werde immer noch an alternativen Konzepten gearbeitet. „Die sind aber noch nicht spruchreif, weil sie noch in der Prüfung sind“, zitiert die Rheinische Post Wilmering. 

In Sachsen hat unterdessen Ministerpräsident Michael Kretschmer weitere Lockerungen der Corona-Auflagen gefordert.

Update vom 28. April, 16.23 Uhr: Bei einem Massentest auf das Coronavirus in einem vorübergehend abgeriegelten Hochhauskomplex in Grevenbroich (Nordrhein-Westfalen) sind fünf infizierte Bewohner festgestellt worden. „Alle anderen Testergebnisse sind negativ“, teilte der Rhein-Kreis Neuss am Dienstag mit. Insgesamt waren am Sonntag 377 Bewohner der Wohnanlage in der 63.000-Einwohner-Stadt getestet worden.

Die spektakuläre Aktion war nötig geworden, weil zwei Familien mit acht infizierten Mitgliedern sich nicht an die Quarantänebestimmungen gehalten und weiter Kontakt mit den Nachbarn hatten. Nach Angaben des Kreises handelt es sich bei den fünf aktuell positiv Getesteten um eine Einzelperson sowie vier weitere Infizierte aus drei Familien.

Coronavirus in NRW: Fünf Bewohner in Hochhaus in Grevenbroich sind infiziert

Update, 28. April, 12.14 Uhr:  Fünf Bewohner des abgeriegelten  Hochhauskomplexes in  Grevenbroich sind mit dem
Coronavirus  infiziert. Alle anderen Ergebnisse der insgesamt 377 getesteten Bewohner seien negativ, teilte der Rhein-Kreis Neuss am Dienstag mit. Den Bewohnern waren am Sonntag in einem aufwendigen Verfahren Proben für die Tests entnommen worden. Seitdem durften sie das Gelände nicht verlassen. Der Massentest war notwendig geworden, weil laut Behörden infizierte Bewohner die Quarantäne nicht eingehalten hatten. Der Kreis erklärte, bei den positiv Getesteten handele es sich um eine alleinstehende Person sowie vier weitere Infizierte aus drei Familien.

Die Stadt Grevenbroich erklärte, die Quarantäne für den gesamten Gebäudekomplex gelte erst einmal weiter. Zunächst müssten die näheren Kontaktpersonen der Infizierten ermittelt werden. Vermutlich könne die Quarantäne aber im Laufe des Tages aufgehoben werden, sagte ein Stadtsprecher.

In dem Hochhaus war am Montagabend ein Toter entdeckt worden: Es handelt sich um einen 58 Jahre alten Wohnungsinhaber. Von einem Verbrechen gehen die Ermittler offenbar nicht aus.

Coronavirus in NRW: Leichenfund bei Massen-Coronatests

Update, 28. April, 9.56 Uhr: Ausgehverbot und Sicherheitsleute vor der Tür. Ein Hochhauskomplex in Grevenbroich (NRW) steht unter Corona-Quarantäne. Nach einem Leichenfund am Montag ermittelt jetzt die Polizei.

Nachbarn hätten wie die Bild berichtet den Notruf gewählt, nachdem sie sich Sorgen um einen Bewohner gemacht hätten. Rettungskräfte fanden daraufhin einen Toten (58). Die Todesursache ist noch unklar. Ein Hinweis auf Fremdverschulden lägen nach Angaben der Polizei nicht vor. Ob der Mann an Covid-19 erkrankt war, ist zunächst nicht bekannt.

Kein Mensch darf das Gebäude verlassen. 377 Bewohner müssen auf ihre Test-Ergebnisse warten.  

Coronavirus: NRW veröffentlicht Sterbefallzahlen für März

Update, 28. April, 9.26 Uhr: In NRW sind 32.184 Menschen (ein Plus von 315 im Vergleich zum Vortag) mit Covid-19 infiziert, gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) an (Stand: 8.10 Uhr), darunter sind 1.171 Todesfälle.

Das Statistische Landesamt NRW hat Zahlen über die Todesfälle im März 2020 veröffentlicht. Demnach starben im März 2020 in Nordrhein-Westfalen etwa 18.800 Menschen. Zum Vergleich: Im März 2019 starben 19.100 Menschen. 

Hinweise auf eine durch die Covid-19-Pandemie erhöhte Sterblichkeit sind, laut der Behörde, aus diesen Daten für März 2020 nicht abzulesen.

Laut RKI wurden in NRW im März 2020 insgesamt 795 Coronavirus-Tote bestätigt.

Corona in NRW: Hochhaus in Grevenbroich wegen Covid-19-Fällen abgeriegelt - nun wurde dort ein Toter gefunden

Update, 27. April, 20.46 Uhr: Im nordrhein-westfälischen Grevenbroich wurde am Wochenende ein kompletter Hochhaus-Komplex mit rund 450 Bewohnern abgeriegelt, weil sich zwei mit Corona infizierte Familien nicht an die Quarantäne-Auflagen gehalten haben (wir berichteten). Nun ist offenbar ein Toter in dem Hochhaus gefunden worden. Zunächst berichtete Focus.de von dieser Entwicklung. 

Update, 27. April, 11:40 Uhr: Reinhard Buttler aus Essen musste am 1. April zur Behandlung eines Lungenkarzinoms, eine Form der Krebserkrankung, in die Uniklinik Essen. Dort verstarb er dann jedoch wenige Wochen später an den Folgen einer Coronavirus-Infektion*. Zuvor erzählte am Telefon seiner Familie von den Zuständen im Krankenhaus: „Die laufen hier herum, als gibt es Corona gar nicht.“ Wie die Strahlenklinik in Essen nun einräumt, ist es seit dem 20. März zwar Pflicht einen Mund-Nasenschut z* zu tragen, jedoch werde die Anordnung nicht immer befolgt.

Am 5. April wurde die Familie dann darüber informiert, dass der 76-Jährige sich mit dem Coronavirus* infiziert hatte und in eine andere Station verlegt wurde. Hier starb Reinhard Buttler nur eine Woche später an den Folgen des Coronavirus*. Seine Familie möchte nun Anklage erheben. 

In Berlin musste nun wegen des Coronavirus ein Seniorenwohnheim geräumt werden.*

Corona-Krise NRW: Laschet will am Donnerstag Bundesliga-Rückkehr durchsetzen

Düsseldorf - Seit Montag herrscht auch in Nordrhein-Westfalen die Maskenpflicht*, diese wird auch bei dem kommenden Gespräch am Donnerstag zwischen Ministerpräsident Armin Laschet und Bundeskanzlerin Angela Merk el* sicherlich Thema sein. Eine Lockerung für den Mund-Nasenschutz* wird es in Naher Zukunft jedoch nicht geben. 

Dafür hofft Laschet mit einer Zustimmung zuständigen Behörde für einen Spielbeginn der Fußball-Bundesliga. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident habe habe eine Wiederaufnahme der Bundesliga gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder* (CSU) vorgeschlagen, „weil uns das Konzept überzeugt hat“. Außerdem nannten die beiden Ministerpräsidenten bereits Daten für eine Wiedereröffnung der Kirchen, Moscheen und Synagogen  gesprochen. Über dieses Thema wird daher wahrscheinlich auch mit der Bundeskanzlerin gesprochen.

Armin Laschet steht derzeit unter großem Druck. Ende des Jahres möchte er Parteichef werden, danach Kanzlerkandidat und Kanzler, Merkels Nachfolger also. In diesem Licht wird sein Verhalten in derCorona-Krise* besonders kritisch beäugt. Aktuellen Zahlen zufolge haben sich bereits 31.879 Menschen in NRW mit dem Coronavirus* infiziert, die Zahl der Todesfälle stieg auf 1.131 an. Jedoch sind inzwischen bereits 22.583 Menschen von Covid-19* genesen. Die Zahlen veröffentlichte das Robert-Koch-Institut am 27.04.2020 um 8.30 Uhr. In Deutschland liegt die Zahl der Infizierten derzeit bei 155.193. 

Markus Söder schwärmt von Bayern und wird dabei von Angela Merkel unterbrochen - das schmeckt der Reise-Chefin gar nicht. Die neue Pressesprecherin von Donald Trump bricht schon bei ihrer ersten Konferenz ein Versprechen. Der Thai-König residiert in einem Luxus-Hotel in Garmisch, was als „Desaster für die Monarchie“ bezeichnet wird.

agf/ml/dpa

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Rubriklistenbild: © Twitter/Severin Tatarczyk

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