Alle Entwicklungen im News-Ticker

Corona in Deutschland: Immer mehr Infizierte nach Ausbruch in Lokal - Heftige Vorwürfe von Zeugen 

Deutschland bekommt die Coronavirus-Pandemie in den Griff - dennoch ist Covid-19 längst nicht besiegt. Jetzt kam es zu mehreren Ausbrüchen.

  • Coronavirus-Pandemie*: In Deutschland greifen in der Corona-Krise immer mehr Lockerungen.
  • Das Robert-Koch-Insitut (RKI) hat aktuelle Zahlen zur Corona-Lage in Deutschland veröffentlicht (Update vom 24. Mai, 8.25 Uhr)
  • Nach einem Restaurantbesuch im Landkreis Leer in Niedersachen haben sich mehrere Gäste mit dem Coronavirus infiziert (Update vom 25. Mai, 07.33 Uhr). Zudem haben sich bei einem Gottesdienst in Frankfurt Besucher mit dem Coronavirus infiziert (Update vom 22. Mai, 9.45 Uhr) 
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und die Corona-News aus Deutschland. Außerdem finden Sie hier aktuelle Fallzahlen in Deutschland als Karte*.

Update vom 25.Mai, 18.20 Uhr: Im Landkreis Leer in Niedersachsen haben sich zahlreiche Menschen in einem Restaurant mit dem Coronavirus infiziert. Nun droht auch den Gästen eine empfindliche Geldstrafe. 

Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) kündigte am Montag in Hannover ein solches Vorgehen an. „Sollte sich der begründete Verdacht bestätigen, dass mit dieser Veranstaltung gegen die Corona-Auflagen verstoßen wurde, werden die Behörden vor Ort nicht nur gegen die Organisatoren, sondern auch gegen die Besucherinnen und Besucher Ordnungswidrigkeiten einleiten mit empfindlichen Geldstrafen als Folge.“

Bei der Öffnung des Restaurants soll es gleich zu mehreren Verstößen gekommen sein - darunter auch Umarmungen, so die Ministerin. Zudem sprach sie in diesem Zusammenhang von einer Veranstaltung, die nach der Corona-Verordnung nicht erlaubt gewesen sei. Die aufwendige Kontaktnachverfolgung unterstreiche jene Erkenntnis. Demnach sei der Teilnehmerkreis an der geschlossenen Gesellschaft deutlich größer als zunächst angenommen gewesen. Zuvor hatten bereits Zeugen Hinweise auf etwaiges Fehlverhalten gegeben.

Corona in Deutschland: Neueste Zahlen vom Montag

Update vom 25. Mai, 17.30 Uhr: Bundesweit sind bis zum Montagnachmittag mehr als 178.560 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. 24 Stunden zuvor lag die gemeldete Zahl bei gut 178.500 Fällen. Mindestens 8252 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Stand Sonntagnachmittag: 8251). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag bei 0,94 (Datenstand 24.5. 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 24.5. 0.00 Uhr) bei 0,93. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Update vom 25. Mai, 16.05 Uhr: Wie ein Behördensprecher am Montag bestätigte, hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn den Wirkstoff ABX464 zur klinischen Prüfung mit Covid-19-Patienten zugelassen. Das mögliche Medikament wird von dem französischen Biotechunternehmen Abivax SA erprobt. Das BfArM hat derzeit nach eigenen Angaben 22 klinische Prüfungen im Kontext von Covid-19 genehmigt.

Nach Abivax-Angaben geht es um eine placebokontrollierte Studie zur frühzeitigen Behandlung von 1034 älteren Covid-19-Patienten oder Hochrisikopatienten. 200 davon sollen in Deutschland rekrutiert werden. Die Studie soll zeigen, ob der Wirkstoff die Vervielfältigung des Virus bei diesen Patienten unterbinden kann. Besonders geht es darum herauszufinden, ob der Wirkstoff die oft beobachte Überreaktion des Immunsystems verhindern kann, die dann zu gefährlicher Atemnot führt.

Coronavirus in Deutschland: Details zu Corona-Ausbruch in Baptisten Gemeinde

Update vom 25. Mai, 14.33 Uhr: Nun gibt es weitere Anhaltspunkte dafür, unter welchen Bedingungen sich das Coronavirus in der Frankfurter Baptisten-Gemeinde ausbreiten konnte. So seien bei der Versammlung zwar separate Ein- und Ausgänge genutzt und der Mindestabstand eingehalten worden, jedoch habe man auf das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verzichtet. Dies wurde am Montag auf der Homepage der Frankfurter Evangeliums-Christen-Baptisten-Gemeinde offiziell mitgeteilt. 

Angaben der Gemeinde zufolge sei während dem Gottesdienst außerdem gesungen worden. Singen gilt nach Ansicht von Wissenschaftlern wegen des vermehrten Ausstoßes von Aerosolen als Infektionsrisiko. Die Baptisten-Gemeinde zeigte sich „tief bestürzt und traurig“ über den Corona-Ausbruch. 107 Menschen haben sich bislang infiziert.

Coronavirus in Deutschland: Reproduktionsfaktor in Berlin über Grenzwert

Update vom 25. Mai, 12.55 Uhr: In Berlin ist der erste Indikator des sogenannten Corona-Ampel- oder Frühwarn-Systems auf Rot gesprungen. Laut der Berliner Morgenpost lag der Reproduktionsfaktor am Montag das dritte Mal in Folge über der festgelegten Grenze von 1,2. Am Montag lag der R-Wert demnach bei 1,37. Tags zuvor erreichte er 1,23 und am Samstag 1,22. Die Daten stammen dabei vom Robert-Koch-Institut.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci kommentirte demnach: „Das ist ein recht hoher Wert, der höchste aller Bundesländer“. Handlungsbedarf besteht aber offenbar noch nicht, schließlich sind die anderenbeiden Ampel-Indikatoren nicht im roten Bereich. Bei diesen Indikatoren handelt es sich um die Gesamtzahl der Neuinfektionen und die von Corona-Patienten belegten Intensivbetten.

Corona in Deutschland: Deutsche Bahn will Überfüllung mit App vorbeugen

Update vom 25. Mai, 08.33 Uhr: Nach den Corona-Lockerungen nehmen die Passagierzahlen der Deutschen Bahn wieder zu. Damit es keine zu vollen Züge gibt, reagiert der Konzern nun. So soll bald eine App über den Passagierfluss informieren. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf Konzernkreise. Die Kunden sollen demnach bei einer hohen Auslastung die Chance haben, auf andere Verbindungen auszuweichen. Zudem soll eine Verbindung ab einer bestimmten Auslastung nicht mehr gebucht werden können. 

Wie geht es in Deutschland weiter in der Corona-Krise? Nun sind Details zu den Plänen des Bundes im Bezug auf die Corona-Maßnahmen durchgesickert.

Corona-Ausbruch in niederländischem Schlachthof: 79 Infizierte leben in Deutschland

Update vom 25. Mai, 08.10 Uhr: Nach einem Corona-Ausbruch in einem niederländischen Schlachthof nahe der deutschen Grenze sind nun 147 Menschen positiv getestet worden. Das berichtet das holländische Regionalblatt De Gelderlander. Demnach lebt der Großteil der Infizierten - 79 der positiv Getesteten - in Deutschland. Die übrigen 68 leben in den Niederlanden. 

Bereits Anfang vergangener Woche war bei 45 Mitarbeitern eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Am Freitag hatten die Behörden für 600 Mitarbeiter Heim-Quarantäne angeordnet.  

International am schwersten von der Pandemie getroffen sind die Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump will nun dennoch Lockerungen angehen.

Weitere Infizierte nach Restaurant-Eröffnung in Leer

Update vom 25. Mai, 07.33 Uhr: Die Zahl der positiv getesteten Corona-Infizierten in Leer ist am Sonntag auf 14 gestiegen. Sie hatten sich nach einem Restaurantbesuch in Leer in Ostfriesland angesteckt. Zudem kommen vier Personen hinzu, die sich in der Folge angesteckt hatten. Für 118 Personen wurde häusliche Quarantäne verhängt. 

Nach Angaben des Landkreises gibt es auf Basis von Zeugenbefragungen Hinweise darauf, dass an dem Abend gegen Corona-Auflagen verstoßen wurde. Der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Niedersachsen, Rainer Balke, sagte im Interview der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ über den Fall in Moormerland: „Da wurde offenbar einiges falsch gemacht, und es ist übel gelaufen.“ 

Corona in Deutschland: R-Wert liegt bei 0,94

Update vom 24. Mai, 21.34 Uhr: Bundesweit sind bis Sonntagabend mehr als 178.500 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: über 178.100 Infektionen). Mindestens 8252 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: mindestens 8229). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach aktuellsten Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag bei 0,94 (Datenstand 24.5. 0 Uhr). Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes 7-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert (Datenstand 24.5. 0.00 Uhr) bei 0,93. Er zeigt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen.

Nach weiteren Schätzungen des RKI haben in Deutschland rund 160.300 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Corona-Ampel in Berlin droht erstmals auf Rot zu springen

Update vom 24. Mai, 20.17 Uhr: Die Corona-Ampel in Berlin droht erstmals auf Rot zu springen. Die Reproduktionszahl liegt laut Focus-Online zum zweiten Mal hintereinander über dem Grenzwert von 1,20 (1,23 und zuvor 1,22). Bei einer dritten Überschreitung in Folge würde die erste der drei Corona-Ampeln von Grün auf Rot springen.

Berlin verwendet ein Ampel-Warnsystem, dass aus drei Ampeln besteht. Es gibt je eine Ampel für die Reproduktionsrate, die Zahl der Neuinfektionen und die Belegung der Intensivbetten mit Corona-Patienten. Wenn zwei der drei Ampeln rot werden, will der Senat die bestehende Lockerungen prüfen oder geplante zukünftige Lockerungen gegebenenfalls verschieben. Die beiden anderen Ampeln stehen noch auf Grün.

Corona in Deutschland: Immer mehr Infizierte nach Ausbruch in Lokal - Heftige Vorwürfe von Zeugen 

Update vom 24. Mai, 18.58 Uhr: Die Zahl der Infektionen nach Corona-Ausbruch in dem Restaurant in Niedersachsen ist auf 18 gestiegen. Am Sonntag kamen bislang sieben bestätigte Fälle hinzu. Das teilte der Landkreis Leer am Abend mit. Unter den Infizierten sind wohl 14 Personen, die am 15. Mai bei der Wiedereröffnung des Restaurants dabei waren. Die anderen wurden erst später von den ursprüglich Infizierten angesteckt.

23 Corona-Infektionen in Düsseldorfer Pflegeheim nachgewiesen

Update vom 24. Mai, 18.46 Uhr: In einem Senioren- und Pflegeheim in Düsseldorf sind 23 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bislang sei nur eine Bewohnerin in eine Klinik eingeliefert worden, die anderen seien zurzeit symptomfrei, teilte die Stadt am Sonntag mit. Sie blieben in der Pflegeeinrichtung in Quarantäne. Insgesamt lebten mehr als 100 Menschen in der Einrichtung im Stadtteil Benrath, hieß es.

Das Gesundheitsamt hatte alle Bewohner getestet, nachdem das Coronavirus bei einem Mitarbeiter nachgewiesen worden war. Besuch darf nun nicht mehr empfangen werden, Mitarbeiter müssen Masken mit hoher Schutzstufe tragen.

Update vom 24. Mai, 16.50 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in einem Lokal im Landkreis Leer in Niedersachsen ist die Zahl der infizierten weiter angestiegen. Mittlerweile sind laut dem NDR zwölf Infektionen auf den Ausbruch zurück zuführen. Die neu erkrankte zwölfte Person gilt als sogenannter Folgefall und stammt aus einem anderen Landkreis.

Corona in Deutschland: Mindestens 107 Corona-Infektionen nach Gottesdienst in Frankfurt

Update vom 24. Mai, 15.06 Uhr: Mindestens 107 Menschen haben sich nach einem Gottesdienst am 10. Mai in einer Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Sonntag in Wiesbaden mit. Zunächst waren 40 Corona-Infektionen bekannt (Update vom 23. Mai; 14 Uhr). Die Menschen lebten in Frankfurt und drei hessischen Landkreisen.

Corona in Deutschland: Corona-Ausbruch in Lokal - Inhaber positiv getestet - saftiges Bußgeld droht

Update vom 24. Mai, 12.49 Uhr: Der Corona-Ausbruch in einem Lokal im Landkreis Leer in Niedersachsen schlägt weiter hohe Wellen. Nach einem Restaurantbesuch sind zunächst elf Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter auch der Betreiber der Gaststätte „Alte Scheune“ in der Gemeinde Moormerland, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Laut dem Corona-Bußgeldkatalog droht dem Inhaber jetzt eine Geldstrafe von bis zu 25.000 Euro, berichtet der NDR.

„Nach ersten Erkenntnissen ist das Infektionsgeschehen nicht auf einen normalen Restaurantbesuch zurückzuführen, stattdessen wurde dort offenbar eine private Party gefeiert“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann am Samstag. Reimann sieht derweil keine Notwendigkeit, vom Lockerungskurs für die Gaststätten abzurücken.

Der Landkreis Leer in Ostfriensland prüft derzeit mögliche Corona Regelverstöße in dem Restaurant. Es lägen Hinweise vor. Laut NDR sollen Zeugen ausgesagt haben, dass Gäste Hände schüttelten, keinen Mund-Nase-Schutz trugen und den Mindestabstand nicht einhielten. 

Der Betreiber der „Alten Scheune“ erklärte gegenüber der dpa, dass er am 15. Mai rund 40 ausgewählte Gäste zur Wiedereröffnung seines Lokals eingeladen - darunter Vertreter von Firmen, die ihn unterstützt hatten. 

Er habe zunächst als Koch in der Küche gestanden und sich später zu den Gästen gesellt, um mit ihnen anzustoßen. Die Abstands- und Hygieneregeln seien eingehalten worden, sagte der Mann, der seinen Namen nicht in den Medien lesen möchte. Er sei wenige Tage nach dem Abend von einem Gast über dessen Corona-Infektion informiert worden, sagte er. Ein Test habe das Virus dann auch bei ihm nachgewiesen.

Beim Gesundheitsamt haben sich inzwischen auch Personen gemeldet, die eigenen Angaben zufolge nach dem 15. Mai im Restaurant waren, aber nicht auf den Gästelisten standen, teilt der Landkreis leer mit. „Diese Dokumentation ist laut den Corona-Auflagen Pflicht“, heißt es dort weiter. Zudem hätten sich Personen gemeldet, die sich nach eigenen Aussagen zu Vorstellungsgesprächen und zum Probekochen im Lokal gewesen seien. Das Gesundheitsamt gehe auch diesen Fällen nach.  

Vor Urlaubssaison in Deutschland: Mediziner warnen vor zweiter Corona-Welle

Update vom 24. Mai, 9.35 Uhr: Mit Blick auf die Lockerungen und die bevorstehende Urlaubsaison warnen Mediziner. Aktuell sähen die Infektionszahlen zwar gut aus, sagte der Arzt und Gesundheitsforscher Max Geraedts von der Universität Marburg gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. 

Wenn Menschen jedoch wieder vielerorts eng zusammenkämen, etwa in Bars, könnte das dennoch ausreichen, „um wieder einen starken Anstieg loszutreten“. 

Gerade die Reisezeit berge zudem das Risiko, dass sich das Virus noch flächendeckender ausbreite als bislang schon, erklärte Geraedts - also auch an Orte, die bislang verhältnismäßig verschont geblieben sind.

Auch Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen erklärte: „Wenn man sich veranschaulicht, dass nur ein sehr geringer Bevölkerungsanteil bisher immun sein dürfte, so ist klar, dass das Virus sich schnell auch wieder ausbreiten kann, wenn die Bedingungen dafür stimmen.“ Gleichzeitig verwies auch er darauf, dass die Infektionszahlen derzeit nicht nur in Deutschland, sondern auch in Reiseländern im Mittelmeerraum glücklicherweise rückläufig seien.

Corona in Deutschland: RKI meldet mehr Genesene als Infizierte

Update vom 24. Mai, 8.25 Uhr: 431 Menschen haben sich in den vergangenen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert, teilt das Robert-Koch-Insitut (RKI) am Sonntagmorgen mit. Demnach sind in Deutschland bisher 178.281 Corona-Fälle registriert. Davon starben 31 Covid-19-Patienten. Die Zahl der Todesfälle liegt nach RKI-Angaben bei 8247. 

Nach Schätzungen sind binnen 24 Stunden rund 500 Corona-Infizierte genesen, damit mehr als sich infiziert haben. Laut der RKI-Statistik sind 9.734 Corona-Fälle in Deutschland aktiv

Da der Reproduktionswert R* empfindlich auf Schwankungen reagiert, gibt das Robert-Koch-Institut gibt einen 7-Tage-R bei dem diese Schwankungen stärker ausgeglichen werden. Der sogenannte „7-Tage-R“ bildet nach RKI-Angaben das Infektionsgeschehen vor etwa einer bis etwas mehr als zwei Wochen ab. Aktuell liegt der der 7-Tage R-Wert auf 0,89 (mit Datenstand 23. Mai.2020, 0.00 Uhr).

Update vom 23. Mai, 21.10 Uhr: Das Robert-Koch-Institut vermeldete die aktuelle Zahl der Corona-Infektionen sowie die Anzahl der aktiv Erkrankten in Deutschland. Demnach sollen bis Samstagabend über 178.100 Infektionen registriert worden sein, dem RKI zufolge sollen etwa 159.900 Personen die Infektion mit dem neuartigen Virus überstanden haben, das sind 800 mehr Genesene als am Vortag. Die Zahl der Neuinfektionen betrug 638.

Aktuell geht das Institut von mindestens 8216 Verstorbenen aus, innerhalb der letzten 24 Stunden wurden 42 weitere VTodesfälle gemeldet. Die Zahl der bundesweiten aktiven Fälle liegt somit unter 10.000, das RKI geht von 9.700 aus. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 0,83. Es wird also davon ausgegangen, dass jeder Infizierte weniger als eine weitere Person ansteckt. 

Experten rechnen in Deutschland, wie in vielen anderen Ländern, mit einer höheren Dunkelziffer

Corona in Deutschland: Mehrere Personen in Niedersachsen nach Restaurantbesuch infizert

Update vom 23. Mai, 19.05 Uhr: Nach einem Restaurantbesuch im niedersächsischen Leer infizierten sich bis gestern sieben Personen, nun ist die Zahl gestiegen. Mindestens zehn Personen sind bisher positiv getestet wurden, unter den Infizierten ist auch der Inhaber des Lokals. Man vermutet den Ursprung der Infektionen in einer Gaststätte in Moormerland. „Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal“, teilte der Kreissprecher mit.

Corona-Ausbruch in Restaurant in Niedersachsen: Nach dem Besuch des Lokals im Landkreis Leer sind mehrere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Corona in Deutschland: Kreis Leer (Niedersachsen) mit neuer Infektionskette - Ordnungsamt ermittelt

Dem Sprecher seien inzwischen elf Infektionen bekannt, wie er am Samstag sagte. Am 15. Mai sollen die bekannten zehn Betroffenen in dem Lokal gewesen sein, eine weitere Person aus einem anderen Landkreis soll sich in der Folge ebenso angesteckt haben. Ermittelt wurden die Kontaktpersonen der Infizierten durch das Gesundheitsamt. „Insgesamt wurde bislang in rund 70 Fällen eine häusliche Quarantäne angeordnet“, so das Amt. Das ZDF spricht von 106 Personen, die sich in Isolation befinden.

Nach der neuen Infektionskette im Landkreis Leer wird nun geprüft, ob die neuen Abstands- und Hygieneregeln am 15. Mai eingehalten wurden. Die anwesenden Gäste des Lokals wurden inzwischen befragt. Landrat Matthias Groote zufolge eraben sich darauf „Indizien, dass am Abend des 15. Mai möglicherweise gegen Corona-Regeln verstoßen worden ist“. Ob dies tatsächlich der Fall war, will das Ordnungsamt nun in einem Ordnungswidrigkeiten-Verfahren klären.

Corona in Deutschland: 40 Personen nach Gottesdienst in Frankfurt infiziert

Update vom 23. Mai, 14 Uhr: Nun ist klar, wie viele Menschen sich nach dem Besuch eines Gottesdiensts in Frankfurt mit dem Coronavirus infiziert haben: Laut Angaben des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt haben sich mehr 40 Menschen infiziert. „Die weitaus meisten sind nicht sonderlich krank. Nach unserem Kenntnisstand ist auch nur eine Person in einem Krankenhaus.“ Der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten war zunächst davon ausgegangen, dass sechs Betroffene in Krankenhäusern sind.

Die Stadt Hanau teilte mit, dass nach Informationen des Main-Kinzig-Kreises sich im Zusammenhang mit dem Gottesdienst „mindestens 16 Personen aus Hanau mit dem Coronavirus infiziert haben“. Deshalb hätten der Landkreis und die Stadt ein für Sonntag geplantes Fastengebet von Muslimen im Hanauer Herbert-Dröse-Stadion abgesagt. Die Veranstaltung wäre mit Blick auf die Geschehnisse in Frankfurt unverantwortlich.

Corona in Deutschland: Erstes Bundesland will Corona-Beschränkungen zurücknehmen

Update vom 23. Mai, 12.39 Uhr: Das erste Bundesland will die Corona-Maßnahmen stark zurücknehmen: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) kündigte an, ab Juni auf Abstands-, Hygiene- und Maskenpflichtregelungen verzichten zu wollen. Nach Angabe der Staatskanzlei lag die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner nur noch bei 5,8. An die Stelle von landesweiten Maßnahmen sollen lokale Regelungen treten.

Coronavirus-Ausbruch nach Gottesdienst in der Baptisten-Gemeinde in Frankfurt am Main.

Corona in Deutschland: Infektionen nach Gottesdienst - Kirchengemeinde ergreift Maßnahmen

Update vom 23. Mai, 12.05 Uhr: Noch ist nicht klar, wie viele Menschen sich nach dem Besuch eines Gottesdiensts in Frankfurt mit dem Coronavirus infiziert haben. Die Kirchengemeinde der Baptisten in Frankfurt hat bereits erste Maßnahmen ergriffen, um auf die Situation zu reagieren. „Wir haben alle Versammlungen abgebrochen. Gottesdienste gibt es jetzt nur noch online“, sagte der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten, Wladimir Pritzkau (64), am Samstag der dpa

„Bei uns ist es eine schwierige Lage.“ Wie viele Menschen den Gottesdienst besucht hatten, könne er „nicht genau sagen“. Der vorgeschriebene Abstand sei beachtet worden, zudem habe es Desinfektionsmittel gegeben.

Die genaue Zahl der Betroffenen konnte Pritzkau nicht nennen. Die meisten seien zu Hause, sechs befänden sich in Krankenhäusern. Der Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt, René Gottschalk, wollte den Fall weder bestätigen noch dementieren: „Ich bin Arzt und unterliege der Schweigepflicht.“

Über die Zahl der Gemeindemitglieder wollte Pritzkau keine Angaben machen. Die meisten kämen aus dem Raum Frankfurt. In der Gemeinde der Evangeliums-Christen-Baptisten finden die Gottesdienste laut Homepage in deutscher und russischer Sprache statt. Ihr Sitz ist im Stadtteil Rödelheim im Westen von Frankfurt.

Corona in Deutschland: Ausbrüche nach Gottesdienst- und Restaurantbesuchen - „Sehr dynamisches Geschehen“

Update vom 23. Mai, 9.45 Uhr: Nach dem Besuch eines Gottesdiensts in Frankfurt hat sich eine größere Anzahl an Personen mit dem Coronavirus infiziert, das berichtet die Frankfurter Rundschau. Wie viele Personen sich infiziert haben bzw. erkrankt sind, ist aktuell noch nicht bekannt. Wie der stellvertretende Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts der Frankfurter Rundschau sagte, handele es sich „um ein sehr dynamisches Geschehen“. Betroffen sind laut Bericht Gläubige aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet, nachdem sie am 10. Mai einen Gottesdienst der Evangeliums-Baptisten-Gemeinde besucht haben sollen. Ab diesem Datum waren Gottesdienste in Hessen wieder zugelassen. „Es gab keine Verletzung einer Rechtsverordnung“, so der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamts. 

Corona in Deutschland: Sieben Infizierte nach Restaurantbesuch im Kreis Leer - Mindestens 50 Personen in Quarantäne 

Update vom 22. Mai, 22.08 Uhr: Bei einem Restaurantbesuch im Landkreis Leer in Niedersachsen haben sich offenbar sieben Menschen mit dem Coronavirus infiziert. „Die Infektionen stehen vermutlich in Zusammenhang mit einem Besuch in einem Lokal“, teilte der Landkreis am Freitag mit. Diese neuen Fälle hätten dazu geführt, dass bereits für mindestens 50 Menschen „vorsorglich häusliche Quarantäne“ angeordnet worden sei. Weitere Testergebnisse stünden noch aus. 

Laut Gesundheitsamt handelt es sich nicht um einen Einzelfall mit nur wenigen Kontakten. „Es ist ein Ausbruch mit gleichzeitig mehreren Infizierten und vielen Kontakten.“ Entsprechend aufwendig sei nun die Nachverfolgung. Die sieben positiven Befunde, die miteinander zusammenhingen, seien dem Gesundheitsamt von Dienstag bis Freitag mitgeteilt worden. Im Landkreis Leer war zuvor eigenen Angaben zufolge mehr als eine Woche lang überhaupt keine bestätigte Neuinfektion gemeldet worden. Laut NDR 1 Niedersachsen war noch unklar, ob sich die Besucher oder das Personal nicht an die Regeln gehalten hätten.

Landrat Matthias Groote warnte die Bürger der Mitteilung zufolge: „Dieser Ausbruch führt uns deutlich vor Augen: Corona ist nicht vorbei, das Virus kann sich jederzeit weiter verbreiten.“

Corona in Deutschland: Alle Regeln und Lockerungen im Überblick - das ist in den Bundesländern erlaubt

Update vom 22. Mai, 21.08 Uhr: Deutschland befindet sich im Lockerungs-Wirrwarr. Jedes Bundesland hat seine eigenen Regeln. Damit Sie nicht den Durchblick verlieren, haben wir für Sie die Lage in den Ländern zusammengefasst.

Update vom 22. Mai, 19.12 Uhr:  Am Mittwoch ist es in Heidelberg zu einem Ekel-Vorfall gekommen, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Ein Radfahrer rollte auf einen Fußgänger zu und sprach ihn  mit dem Wort „Corona“ an. Als der 26-Jährige nicht reagierte, sagte er nochmals „Ich, Corona“ und spuckte seinem Gegenüber ins Gesicht. Dann fuhr er nach Polizeiangaben davon. Da das Coronavirus durch Tröpfchen übertragen wird, zeigte der Passant den Unbekannten an. Der Speichelangriff sei als eine versuchte Körperverletzung einzuordnen, im Fall einer Ansteckung als versuchte gefährliche Körperverletzung, sagte ein Polizeisprecher. „Das ist ein ganz ungewöhnlicher Fall.“ Der 26-Jährige unterzog sich einem Corona-Test. Das Ergebnis steht noch aus. 

Corona in Deutschland: Gericht entscheidet über Öffnung von Fitnessstudios - Änderung in Thüringen

Update vom 22. Mai, 17.26 Uhr:  Das Thüringer Oberverwaltungsgericht kippt die Thüringer Corona-Verordnung mit Blick auf Fitnesstudios. Die Regelung dort sieht eigentlich vor, dass die Studios erst ab dem 1. Juni öffnen dürfen, laut Gericht dürfen die Sporteinrichten aber schon jetzt wieder Kunden aufnehmen. Weiterhin geschlossen bleiben dagegen die Studios in Hamburg. In der Hansestadt entschied das Verwaltungsgericht zugunsten der Stadt.

Update vom 22. Mai, 17.04 Uhr: Kann das Coronavirus durch Muttermilch übertragen werden? Die Ergebnisse deutscher Forscher lassen dies vermuten. Zwei Säuglinge waren infiziert.

Corona in Deutschland: Erneut keine Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Update vom 22. Mai, 16.44 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag zum dritten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie im Vergleich zum Vortag keine weiteren Infektionen nachgewiesen worden. So seien Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales im Land ingesamt 759 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Hiervon seien rund 700 Menschen bereits wieder genesen.

Sachsen-Anhalt verzeichnete am Freitag den zweiten Tag in Folge, an dem im Vergleich zum Vortrag keine neuen Infektionen gemeldet wurden. So seien in Sachsen-Anhalt insgesamt 1693 Coronavirus-Fälle infiziert. Schätzungen zufolge seien hiervorn 1561 Menschen wieder genesen. 

Auch in Hamburg gab es bereits einen Tag ohne neue gemeldete Infektionen. Experten gehen jedoch von einer Dunkelziffer an Coronavirus-Fällen aus.

Indes enwickelt sichBrasilien immer mehr zum Coronavirus Hotspot. Mehr als 20.000 Menschen sind bereits an Covid-19 gestorben.

Corona in Deutschland: Statistisches Bundesamt registriert deutlich mehr Sterbefälle

Update vom 22. Mai, 13.29 Uhr: Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet einen deutlichen Anstieg der Sterbefallzahlen auch in der vorletzten Aprilwoche. Demnach sind vom 20. bis 26. April 2020 in Deutschland mindestens 17.974 Menschen gestorben - drei Prozent mehr als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. 

Die erhöhten Sterbefallzahlen zeigen sich bereits seit Ende März. In der 15. Kalenderwoche war die Abweichung mit 2.251 Sterbefällen am größten. Die Zahl der Todesfälle lag 13 Prozent über dem vierjährigen Durchschnitt.

„Die aktuelle Entwicklung der Sterbefallzahlen ist auffällig, weil die Grippewelle in diesem Jahr bereits seit Mitte März als beendet gilt. Üblicherweise beeinflusse Grippewellen bis Mitte April die Sterblichkeit. Es ist deshalb naheliegend, dass die aktuell beobachtete leichte Übersterblichkeit in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie steht“, ist in der Mitteilung des Statistischen Bundesamtes zu lesen. 

Eine Übersterblichkeit der hier verwendeten Definition liegt demnach dann vor, wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahresverlauf mehr Menschen sterben, als nach den Fallzahlen vergangener Jahre (hier im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019) zu erwarten gewesen wäre.

Corona in Deutschland: Schutzmasken fehlen - trotz voller Lager

Update vom 22. Mai, 11.11 Uhr: In deutschen Arztpraxen und Krankenhäusern sind Schutzmasken offenbar immer noch Mangelware. Die Regierung hat zwar Schutzmasken beschafft, doch bei der Auslieferung hakt es, berichteten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung. Mehr als 130 Millionen medizinische FFP2-Masken seien derzeit in den Lagern.

Das Bundesgesundheitsministerium habe auf Anfrage „logistische Probleme“ bei der Auslieferung eingeräumt. Die Prüfung der Ware durch den TÜV sei sehr aufwendig. 20 Prozent der gelieferten Schutzmasken entsprächen nicht den hohen Normanforderungen. „Mangelhafte Produkte werden nicht abgenommen und nicht bezahlt“, so ein Sprecher des Bundesministeriums auf Anfrage. Erst zehn Prozent der Lieferanten seien bezahlt worden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht die Lage dagegen entspannt, kündigt aber einen sehr grundsätzlichen Schritt an.

Atemschutzmaske der Schutzklasse FFP2 sind in deutschen Kliniken und Arztpraxen immer noch Mangelware (Symbolfoto).

Corona in Deutschland: Dürfen Spielhallen wieder öffnen? 

Update vom 22. Mai, 8.44 Uhr: Spielhallen sind dicht, Gastronomie und Geschäfte dürfen aber wieder öffnen. In Hamburg hat sich sich eine Spielhallenbetreiberin erfolgreich zur Wehr gesetzt. Die Richter befanden, dass die ausnahmslose Schließung von Spielhallen voraussichtlich gegen den allgemeinen Gleichheitssatz verstoße. Gegen diesen Gerichtsbescheid legte die Hansestadt jedoch Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht (OVG) ein.

Das OVG Berlin hat das Öffnungsverbot von Spielhallen in zwei Eilbeschlüssen bestätigt. Das Hygienekonzept überzeugte das Gericht nicht. Einen Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitssatz das OVG zudem auch nicht. So sei etwa bei Verkaufsstellen und Gastronomiebetrieben, die mittlerweile wieder öffnen dürften, mit einer kürzeren Aufenthaltsdauer der Kunden und somit einem geringeren Infektionsrisiko zu rechnen.

In Bayern und Nordrhein-Westfalen durften die Spielhallen ab dem 11. Mai wieder öffnen. Im Saarland bereits seit dem 4. Mai.

Corona in Deutschland: RKI meldet 10.038 aktive Corona-Fälle

Update vom 22. Mai, 6.10 Uhr: In Deutschland sind innerhalb 24 Stunden 460 neue Corona-Fälle und 27 Todesfälle registriert worden, teilt das Robert-Koch-Insitut (RKI) mit (Stand 22. Mai; 6.00 Uhr). 

  • Die Zahl der bestätigten aktiven Corona-Infektionen liegt demnach am Freitag bei 10.038. (Zum Vergleich: Am Donnerstag waren es 10.605 aktive Coronavirus-Fälle).
  •  Bisher haben sich insgesamt 177.212 Menschen in Deutschland mit Sars-CoV-2 infiziert, davon starben 8174. Von Covid-19 genesen sind rund 159.000. 

Aktuell vermeldet Mecklenburg-Vorpommern wieder eine Corona-Neuinfektion. Auch Hamburg meldet sechs. Die meisten Neuinfektionen - 98 - wurden in Nordrhein-Westfalen gemeldet. In Bayern ist die Zahl der Corona-Fälle um 95 auf insgesamt 46.024 gewachsen. 

Update vom 21. Mai, 20.55 Uhr: Erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie wurden innerhalb von einem Tag keine Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Zuvor gab es bereits in Hamburg und in Sachsen-Anhalt einen Tag ohne Neuinfektionen. Bundesweit sind bis Donnerstagnachmittag über 176.800 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 8153 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang gestorben.

Corona: Nach Öffnung der Grenze - Niederländer haben „Schnauze voll“ von Deutschen

Update vom 21. Mai, 19.30 Uhr: Lockerungen an der deutsch-niederländischen Grenze haben wohl für viel Unmut bei den Anwohnern niederländischen Grenzorte gesorgt. Wierp-online berichtet hat sich dort in den letzten Tagen eine aggressive Grundstimmung gegen deutsche Tages-Touristen herausgebildet. So sind wohl mehrere Autos mit deutschen Kennzeichen das Ziel von Schmierereien geworden. Parolen wie „Was macht ihr hier?“ oder „Geht nach Hause“ wurden auf die Fahrzeuge geschrieben. 

Viele Bewohner der Grenzregion haben die Sorge, dass deutsche Einreisende das Coronavirus aus Deutschland mit in die Niederlande bringen und so eine weitere Ausbreitung verursachen könnten. Ein Anwohner sagte gegenüber vonrp-online an die deutschen Nachbarn gerichtet: „Bleibt zu Hause und kommt zurück, wenn das Virus weg ist.“ In den Niederlanden wurde das Aufgebot von Sicherheitskräften und Polizisten deutlich erhöht, die dafür sorgen sollen, dass die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. Bei Verstößen können Bußgelder von bis zu 390 Euro verhängt werden. 

Corona in Deutschland: Sterberate nicht gestiegen

Update vom 21. Mai, 15.13 Uhr: Die  Sterberate in Deutschland ist trotz Corona nicht gestiegen, berichtet der  Tagesspiegel. Das hätten Berechnungen den Münchner Ifo-Instituts ergeben. „Selbst die im April zu beobachtenden leichten Abweichungen der Sterbezahlen nach oben liegen innerhalb der Bandbreite, die sich durch Zufallseinflüsse erklären lässt“, erklärt Anna Kremer von der Ifo-Niederlassung in Dresden. Die Forscher errechneten demnach auf Grundlage der Zahlen des Statistischen Bundesamtes die Sterbewahrscheinlichkeiten unter Beachtung zufallsbedingter Schwankungen.

Ungereimtheiten was die Sterberate betrifft werdenjedoch aus Russland gemeldet, wo sich darüber hinaus auch eine Reihe mysteriöser Todesfälle ereignet hat. 

Corona in Deutschland: Stau-Chaos an der Grenze zu Polen

Update vom 21. Mai, 12.41 Uhr: Kilometerlange Staus haben sich am Vatertag an der Grenze von Deutschland nach Polen gebildet. Eine Polizeisprecherin sagte am Donnerstagvormittag, auf der Autobahn A12 sei der Stau derzeit über 30 Kilometer lang, auf der Autobahn A15 seien es 15 Kilometer - „beide zunehmend“. 

Der Grund seien die Grenzkontrollen in Polen - zum einen handle es sich um Heimfahrer nach Polen, zum anderen um Lkw, die durch Polen fahren. Bei Twitter warnte die Brandenburger Polizei die Fahrer: „Bitte nur nötige Reisen antreten! Ausreichend Getränke mitnehmen! Rettungsgasse bilden!

Corona in Deutschland: Polizei will am Vatertag stärker kontrollieren

Update vom 21. Mai, 10.29 Uhr: Vatertag oder Herrentag - viele Männer gehen an Christi Himmelfahrt gerne auf Tour - auch in Corona-Zeiten. Die Polizei in vielen Bundesländern hat angekündigt verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Kontaktbeschränkungen und Mindestabstände sollten bei Vatertagsausflügen eingehalten werden. Derzeit sind in den meisten Bundesländern Treffen von Mitgliedern zweier Haushalte im öffentlichen Raum erlaubt. In Sachsen-Anhalt dürfen Gruppen von bis zu fünf Menschen aus verschiedenen Haushalten gemeinsam unterwegs sein. Bremen darf jedoch kein Alkohol in der Öffentlichkeit mit einem Bollerwagen oder eine Handkarre mitgeführt werden. In Niedersachsen gilt zudem ein Außer-Haus-Ausschank für Alkohol. 

Corona-Sünder sind ein Dorn im Auge der Polizei. Jetzt sollen ausgerechnet Polizisten beim Feiern gegen Corona-Regeln verstoßen haben. 

Corona in Deutschland: 10.605 aktive Corona-Fälle in Deutschland

Update vom 21. Mai, 8.15 Uhr: In Deutschland haben sich innerhalb der vergangenen 24 Stunden 745 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) mit. Weitere 57 und damit 8147 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 wurden laut RKI registriert. 

Insgesamt gibt es bisher 176.752 Corona-Fälle in Deutschland. Rund 158.000 Patienten sind genesen. 10.605 aktive Coronavirus-Fälle.

Update vom 20. Mai, 22.18 Uhr: Was macht die Corona-Krise mit den Menschen? Eine Studie zur coronabedingten Einsamkeit liefert nun erste Antworten - besonders Frauen sind betroffen.

Update vom 20. Mai, 18.46 Uhr: Am Mittwochabend gab Bundeskanzlerin Angela Merkel ein kurzes Corona-Update. Dabei betonte die CDU-Politikerin einmal mehr: „Die Corona-Pandemie ist nur beendet, wenn es einen Impfstoff gibt.“ Daran werden aktuell weiterhin gearbeitet. Ein möglicher Impfstoff müsse dann zwingend allen Menschen zur Verfügung stehen.

Update vom 20. Mai, 17.54 Uhr: In einem Amazon-Logistikzentrum im niedersächsischen Winsen an der Luhe sind 53 Corona-Infektionen festgestellt worden. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung in Hannover auf eine Anfrage der Grünen hervor. Die Angaben beziehen sich auf den Zeitraum vom 16. März bis 29. April. Amazon zufolge seien im Mai keine weiteren Fälle hinzugekommen.

Corona in Deutschland: ARD kündigt drastische Änderung an

Update vom 20. Mai, 16.36 Uhr: Wochenlang lief die Sondersendung „ARD Extra“ zur Corona-Krise an jedem Werktag von montags bis freitags - jetzt ist mit diesem Automatismus vorerst Schluss. Das Format soll künftig anlassbezogen gesendet werden. Für den Mittwochabend ist noch ein „ARD Extra“ eingeplant. Danach entscheidet dann die Aktualität in der Corona-Lage. 

Corona in Deutschland: Alle Kinder in NRW können bald wieder in die Kita

Corona in Deutschland: Erste Freibäder öffnen

Update vom 20. Mai, 13.40 Uhr: In Nordrhein-Westfalen (NRW) startet am Mittwoch (20. Mai) die Freibadsaison. Andere Bundesländer wollen nachziehen. Im Corona-Sommer 2020 ist jedoch einiges anders. Für Badegäste gelten Regeln.   

Corona in Deutschland: Blutkonserven werden knapp

Update vom 20. Mai, 13.28 Uhr: In mehreren Bundesländern werden die Blutkonserven knapp. „Corona hat das Blutspendewesen sehr deutlich durchgerüttelt“, sagte Stephan Küpper vom Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Besonders knapp seien die Reserven aktuell in Baden-Württemberg und Hessen.

Das Problem sei der Wegfall vieler Gelegenheiten zum Blutspenden, nicht mangelnde Spendenbereitschaft. Nicht dringende OP‘s würden zum Teil verschoben, um akut Blut zu sparen.

Corona in Deutschland: Keiner kauft mehr Klopapier

Update vom 20. Mai, 11.16 Uhr: Toilettenpapier, Nudeln und passierte Tomaten waren zu Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland heiß begehrt. Die Zeit der Hamsterkäufe scheint jedoch vorbei, teilt das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Auswertungen hätten ergeben, dass sich das Käuferverhalten in der 20. Kalenderwoche (11. bis 17. Mai) fast auf dem Vorkrisenniveau einpendelt. Die Statistiker gegen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Produkten zunächst gesättigt ist.
 

Überdurchschnittlich gut verkaufen sich weiter Seife (plus 38 Prozent) und Desinfektionsmittel (plus 152 Prozent). Zu den Corona-Gewinnern zählt auch tiefgekühltes Obst, das in der beobachteten Kalenderwoche 49 Prozent über dem langmonatigen Schnitt lag. Weniger gefragt waren nach den ersten Lockerungen hingegen Wein (minus 21 Prozent) und Kondome (minus 13 Prozent). 

Die Corona-Krise fördert große Probleme in der deutschen Wirtschaft zutage. Aldi will nun bestimmte Preise senken - Lieferanten, Kunden und ein Experte sind empört.

Coronavirus in Deutschland: RKI vermeldet aktuelle Zahlen 

Update vom 20. Mai, 9.35 Uhr

: In Deutschland ist die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden um 797 Corona-Fälle gewachsen, teilt das Robert-Koch-Institut (RKI) (Datenstand: 20. Mai; 0.00 Uhr) mit. Bisher haben sich demnach

176.007 Menschen mit Sars-CoV-2

infiziert. Die Zahl der Corona-Todesfälle sind nach RKI-Angaben um 83 auf insgesamt 8090 gestiegen. Im Vergleich zum Vortag sind rund 1.200 Menschen und damit 156.900 genesen. Derzeit gibt es in

Deutschland 11.017 aktive Coronavirus-Infektionen

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert*, lag nach RKI-Angaben vom Dienstag bei 0,86. Das bedeutet, dass jeder Infizierte im Mittel etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Die Coronavirus-Gefahr ist noch nicht gebannt. Masken tragen und Abstand halten ist angesagt. Welche Masken im Alltag effektiv schützen, hat tz.de* einen Experten gefragt.  

Coronavirus in Deutschland: Zahl der Neuinfektionen

Update vom 19. Mai, 20.50 Uhr: Wie verläuft die Coronavirus-Pandemie. Am Anfang der Corona-Krise war in Deutschland immer die Rede davon, die Kurve der Neuinfektionen unter die Kapazitätsgrenze des nationalen Gesundheitssystems zu drücken.

Das ist gelungen. Aktuell sind in der Bundesrepublik laut Johns-Hopkins Universität - Stand Dienstag, 19. Mai, 20.50 Uhr - rund 14.000 Menschen registriert mit dem Coronavirus infiziert.

Bei einer Studie des RKI soll unter anderem im baden-württembergischen Kupferzell als einem von vier Orten zu Corona-Antikörpern getestet werden.

So lag die Zahl der offiziell registrierten Covid-19-Fälle in Deutschland zu diesem Zeitpunkt bei 177.574. Zum selben Zeitpunkt galten 155.681 an Corona erkrankte Personen als wieder geheilt, 8067 Menschen mit Coronavirus sind hierzulande bisher gestorben.

Laut Deutschlandfunk waren noch Anfang April zwischenzeitlich fast 80.000 Menschen zeitgleich aktiv mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert - und damit gemessen deutlich mehr als nun, Mitte Mai.

Corona-Krise in Deutschland: Bundesregierung berät über Schlachtbetriebe

Update vom 19. Mai, 20.15 Uhr: Berichte über sehr schlechte Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie hatten zuletzt wegen einer Häufung von Coronavirus-Infektionen in Schlachtbetrieben für Aufsehen gesorgt.

Das Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät deshalb voraussichtlich an diesem Mittwoch über das Thema. Die Arbeitsbedingungen mit Sub-Unternehmern und Sammelunterkünften stehen nicht nur, aber eben auch wegen der Corona-Krise in Deutschland und der damit verbundenen Ansteckungsgefahr massiv in der Kritik.

Update vom 19. Mai, 19.30 Uhr: Die bundesweite repräsentative Antikörper-Studie des Robert-Koch-Institut (RKI) verzögert sich.

Corona-Krise in Deutschland: RKI-Antikörper-Tests verzögern sich

Mit den Tests von rund 30.000 Personen aus rund 14 000 Haushalten solle im September begonnen werden, sagte der Leiter der Abteilung Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring am RKI, Thomas Lampert.

Damit starten die Tests Monate später als ursprünglich geplant. Mit Ergebnissen sei demnach im Oktober oder November zu rechnen. Im April hatte das RKI noch mitgeteilt, dass die Studie zur Coronavirus-Pandemie im Mai starten solle.

Der Kampf gegen das Coronavirus geht in Deutschland (hier in Leipzig) weiter.

Die ursprüngliche Teilnehmerzahl hatte 15.000 Personen betragen - nun korrigierte das Bundesinstitut die Zahl deutlich nach oben.

Erstmeldung vom 19. Mai, 15.50 Uhr - München/Berlin - In Deutschland treten in der Corona-Krise nach und nach immer mehr Lockerungen in Kraft. Und doch ist das Coronavirus* längst nicht besiegt oder so eingedämmt, dass sich die Bürger keine Sorgen mehr machen müssten.

Corona-Krise in Deutschland: Mediziner warnen vor Covid-19-Sorglosigkeit

Darauf haben renommierte Hochschulmediziner explizit hingewiesen - und davor gewarnt, die Gefährlichkeit von Covid-19 zu unterschätzen.

So handele es sich bei Corona nicht um eine klassische Lungenentzündung wie bei einer Grippe, erklärte Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden. Die Erkrankung sei „höchstkomplex“. 

Corona in Deutschland: „Grässliche Folgen“ bei Coronavirus-Infektion

Die Mediziner hätten weitere „grässliche Folgen“ von Corona-Infektionen festgestellt, hieß es bei einer Zwischenbilanz an diesem Dienstag weiter. 

Bei Patienten mit schweren Verläufen träten Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Rückenmarks oder der Gefäße auf. Es komme sogar zu vorübergehenden Querschnittslähmungen oder auch zu Organversagen von Niere und Leber.

„Es ist so gut organisiert und so gut gemacht worden in den letzten Wochen, dass der Blick auf diese grässlichen Folgen und Auswirkungen nicht nur für Einzelne, sondern für ganze Gesellschaftsschichten verloren gegangen ist“, sagte Albrecht mit Blick auf die Kritik an den Anti-Corona-Maßnahmen.

Corona-Krise in Deutschland: Polarisierende Debatte um Sommerurlaub 2020

Heftig gerungen wird in Deutschland derweil um das Thema Sommerurlaub 2020 - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) brachte einen markanten Bonus-Vorschlag in die Debatte mit ein.*

Verfolgen Sie alle Entwicklungen und Tendenzen zur Coronavirus-Pandemie in Deutschland hier im News-Ticker.

In der Debatte um eine Preiserhöhung für Fleischprodukte in Zuge der Corona-Krise schlägt sich ein CSU-Politiker auf die Seite der Grünen.

pm mit Material der dpa

*Merkur.de und tz.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © dpa / Lars-Josef Klemmer

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