Hungersnot droht

Beispiellose Heuschrecken-Plage in Pakistan - China hilft mit ungewöhnlicher Methode

China will 100.000 Enten nach Pakistan schicken, um die Heuschreckenplage in dem Land zu bekämpfen. 
+
China will 100.000 Enten nach Pakistan schicken, um die Heuschreckenplage in dem Land zu bekämpfen. 

Seit Monaten wütet in Pakistan die schwerste Heuschreckenplage in der Geschichte des Landes. China will nun mit einer ungewöhnlichen Methode helfen. 

  • In Pakistan wütet die schlimmste Heuschreckenplage seit 20 Jahren. 
  • Die Insekten bedrohen nun den Weizen des Landes. 
  • China plant die Entsendung einer ungewöhnlichen Waffe: 100.000 Enten sollen die Insekten bekämpfen. 

China plant, 100.000 Enten im Kampf gegen Pakistans schwere Heuschreckenplage zu schicken. Die Enten aus der ostchinesischen Provinz Zhejiang sollen laut der Nachrichtenagentur AP dabei helfen, die Zerstörungskraft der Insekten einzudämmen. Heuschrecken stehen auf dem natürlichen Speiseplan von Enten. 

China: 100.000 Enten sollen in Pakistan aushelfen 

Zuvor hatte China ein Expertenteam nach Pakistan gesandt, um eine effektive Methode gegen die Heuschrecken zu finden. In Pakistan leidet fast die Hälfte des Landes mit rund 220 Millionen Einwohnern unter den Heuschrecken. Die derzeitige Plage der Insekten sei die schlimmste seit 20 Jahren. Im Juni waren sie aus dem Nachbarland Iran nach Pakistan gekommen. Die Tiere vernichteten zunächst die Baumwollernte und bedrohen nun auch den Weizen. 

Es ist nicht das erste Mal, dass China zur gefiederten Waffe greift. Die Vögel wurden zur Bekämpfung eines ähnlichen Befalls in der nordwestchinesischen Region Xinjiang eingesetzt. Damals konnte die Plage erfolgreich eingedämmt werden. 

China: Enten sollen Heuschreckenplage in Pakistan bekämpfen. 

Der Einsatz von Enten sei sowohl kostengünstiger als auch umweltfreundlicher als der Einsatz von Pestiziden, sagte der Forscher Lu Lizhi vom Institut für Agrartechnologie in Zhejiang. Normalerweise werden die Enten in China für den menschlichen Verzehr gezüchtet. 

Auch die Gruppendynamik der Tiere würde wesentlich zu ihrem Erfolg beitragen. „Enten mögen es, in einer Gruppe zu bleiben, daher sind sie leichter zu handhaben“, so Lu. Eine Ente könne demnach pro Tag mehr als 200 Heuschrecken fressen. 

Marvin Ziegele mit AP 

Ostafrika droht eine Hungersnot, ausgelöst durch die schlimmste Heuschreckenplage seit Jahrzehnten. Der Ausbruch habe eine „Dimension, die weit über die Norm hinausginge und die wir seit 25 Jahren nicht gesehen haben.“ 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare