Coronavirus-Pandemie

Braun will Einschränkungen für Nicht-Geimpfte

Kanzleramtschef Helge Braun
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Kanzleramtschef Helge Braun hält Einschränkungen für Nicht-Geimpfte sinnvoll.

Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen. Kanzleramtschef Braun will jetzt den Druck auf Nicht-Geimpfte erhöhen. Er hält Einschränkungen für Nicht-Geimpfte sinnvoll.

Berlin - „Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte“, sagte Braun der Bild am Sonntag. Bei hohem Infektionsgeschehen trotz Testkonzepten* müssten Ungeimpfte ihre Kontakte reduzieren. „Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist.“

Der Staat habe die Pflicht, die Gesundheit seiner Bürger zu schützen, sagte Braun dem Blatt. „Dazu gehört ein Gesundheitswesen, das im Winter nicht erneut Krebs- und Gelenkoperationen zurückstellen muss, um Corona-Patienten zu behandeln.“ Der Mediziner fügte hinzu: „Und dazu gehört auch der Schutz derjenigen, die ungeimpft sind.“

Braun warnt vor 100.000 Neuinfektionen täglich

Der Kanzleramtschef befürchtet laut BamS ein Ansteigen der Inzidenz bis zur Bundestagswahl am 26. September auf 850 und damit 100.000 Neuinfektionen täglich. Die Corona-Fallzahlen in Deutschland steigen - die Inzidenz klettert auch am Sonntag weiter in die Höhe.

„Die Krankenstände würden historische Höchststände erreichen. Alle ungeimpften Kontaktpersonen der vielen Infizierten müssten zunächst in Quarantäne.“ Die Auswirkungen auf die Arbeitsprozesse in den Betrieben wären massiv, wie das bereits jetzt in Großbritannien zu beobachten sei. (afp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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