Brand auf Fähre überrascht Passagiere im Schlaf

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Die Fähre nach dem Brand

Kopenhagen - Eine Skandinavien-Fähre ist am Mittwoch auf dem Weg nach Kopenhagen in Brand geraten. Es gab zwar keine Verletzten, aber für die Passagiere bedeutete das Feuer dramatische Momente.

Glimpflich ausgegangen ist ein Brand auf der Fähre “Pearl of Scandinavia“ mit 651 Menschen an Bord. Das Feuer brach am frühen Mittwochmorgen bei einer Fahrt von Oslo nach Kopenhagen vor der schwedischen Südküste auf dem Autodeck aus. Es konnte nach gut einer Stunde gelöscht werden. Niemand sei verletzt worden, teilte der Sprecher der dänischen Reederei DFDS mit.

Das Fährschiff konnte die Fahrt Richtung Dänemarks Hauptstadt mit den 490 Passagieren und 161 Besatzungsmitgliedern aus eigener Kraft fortsetzen und wurde hier mit mehrstündiger Verspätung am Mittag erwartet. Es war das zweite Feuer auf einer DFDS-Fähre in wenigen Wochen.

Mitte Oktober war die Ostseefähre “Lisco Gloria“ nördlich der schleswig-holsteinischen Insel Fehmarn mit 236 Reisenden nachts in Brand geraten. 28 Menschen wurden verletzt. Das Schiff brannte nach der dramatischen Rettung von Passagieren und Besatzung fast vollständig aus. Es musste zu einer Werft auf der dänischen Insel Fünen geschleppt werden

Auf der 178 Meter langen und 1989 vom Stapel gelaufenen “Pearl of Scandinavia“ riss Brandalarm die Passagiere gegen sechs Uhr morgens aus dem Schlaf. Reedereisprecher Gert Jakobsen sagte, dass das Feuer in einem Pkw-Anhänger auf einem Autodeck ausgebrochen sei. Jakobsen wies erste Behördenangaben zurück, wonach es zunächst im Maschinenraum gebrannt habe. Augenzeugen berichteten von starker Rauchentwicklung auf dem Wagendeck.

“Die Stimmung an Bord war jederzeit ruhig und undramatisch“, sagte Jakobsen. Das berichteten auch Passagiere per Handy in norwegischen Medien. Im norwegischen Rundfunksender NRK kritisierte der Reisende Benny Omdahl, dass Brandmelder in den Kabinen nicht funktioniert hätten: “Eigentlich hätten sie rot blinken müssen. Das taten sie aber nicht.“ Vertreter der dänischen Schifffahrtsaufsicht erklärten dagegen, nach ersten Erkenntnissen hätten alle Alarmanlagen perfekt funktioniert.

Die Reisenden mussten sich frühmorgens sofort in den Schiffs- Restaurants versammeln. Gleichzeitig bereitete der Seenotrettungsdienst eine schnelle Evakuierung vor und beorderte zahlreiche Schiffe sowie Hubschrauber zur Fähre nordwestlich des südschwedischen Küstenortes Höganäs. Nach dem Löschen des Brandes wurde die “Pearl of Scandinavia“ auf dem Weg zum Kopenhagener Hafen von zwei Schiffen der schwedischen Küstenwacht eskortiert.

dpa

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