Rund 12.000 Menschen betroffen

Bombenentschärfung in Brandenburg

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Im Mai 2015 mussten bereits mehr als 10.000 Menschen wegen einer Bombenentschärfung in Oranienburg in Sicherheit gebracht werden.

In Brandenburg müssen am Mittwoch mehrere Tausend Menschen wegen einer Bombenentschärfung evakuiert werden. Auch der Bahnverkehr ist stillgelegt.

Oranienburg - Im brandenburgischen Oranienburg müssen sich am Mittwoch rund 12.000 Menschen wegen der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Sicherheit bringen. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurde am Morgen um acht Uhr wie geplant mit der Einrichtung des Sperrbezirks um die Fundstelle in der Innenstadt begonnen. Experten des Kampfmittelräumdiensts werden demnach am Nachmittag versuchen, den chemischen Langzeitzünder der 250 Kilogramm schweren US-Fliegerbombe herauszuschneiden.

Der Sprengkörper war nach Angaben der Verwaltung bereits vor etlichen Tagen bei der routinemäßigen Suche nach alten Bomben in vier Meter Tiefe unter einem Radweg entdeckt worden. Um ihn genauer zu identifizieren und die Entschärfung vorzubereiten, waren aufwändige Vorbereitungen nötig. Unter anderem mussten acht Brunnen gegraben werden, um das Grundwasser abzusenken.

Weil der Hauptbahnhof von Oranienburg im Sperrbezirk liegt, ist auch der Bahnverkehr betroffen. Dort fahren den Angaben zufolge am Mittwoch seit acht Uhr zunächst weder S-Bahnen noch Regionalzüge. Geplant ist, die Entschärfung nach erfolgreicher Räumung der Sicherheitszone gegen elf Uhr zu beginnen. Bis 15 Uhr könnte die Aktion laut Stadtverwaltung dann beendet sein.

In Oranienburg wurden bereits häufiger alte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und entschärft. Der aktuelle Fall ist demnach der 203. seit der deutschen Wiedervereinigung.

AFP

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