Verschärfte Regeln

Achtung Autofahrer: MPU droht jetzt früher als bisher – das ist der Grund

Ein Schild mit der Aufschrift „Polizeikontrolle“ bei einer Kontrolle von Autofahrern (Symbolbild)
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Ausgebremst: Bei manchen Verkehrsvergehen verlieren Autofahrer nicht nur ihre Fahrerlaubnis – sondern müssen auch zur MPU. (Symbolbild)

Die MPU überprüft besonders schlimme Verkehrssünder auf ihre grundsätzliche Fahrtauglichkeit. Die umgangssprachlich „Idiotentest“ genannte Untersuchung droht nun früher als bisher.

München – Dass die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) zur Überprüfung mancher Verkehrssünder auf grundsätzliche Fahrtauglichkeit nun früher als bisher droht, hatten Unfallforscher und Verkehrspsychologen schon lange gefordert. In der bisherigen Rechtsprechung wurden bei Erstauffälligen erst ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille Zweifel an der Fahreignung erhoben. Jetzt können Fahrerlaubnisbehörden bereits ab 1,1 Promille Alkohol im Blut ein Medizinisch-Psychologisches Gutachten – im Volksmund auch „Idiotentest“ – zur Wiedererteilung der Fahrerlaubnis fordern. Und das auch dann, wenn der Fahrer bei der Kontrolle keine oder nur geringe alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt, wie 24auto.de berichtet.

Zahlreiche Sicherheitsexperten begrüßen die Verschärfung. „Alkohol zählt nach wie vor zu den Hauptursachen schwerer Unfälle im Straßenverkehr“, betont Verkehrspsychologe Dr. Don DeVol vom TÜV Thüringen. Vor allem Hochrisikogruppen wie an starken Alkoholkonsum gewöhnte Menschen stellten eine enorme Gefahr für sich, aber vor allem auch alle anderen Verkehrsteilnehmer dar: „Wir wissen, dass das Unfallrisiko bei einer Blutalkoholkonzentration ab 1,1 Promille rund zehnmal höher ist als bei einem nüchternen Fahrer.“ *24auto.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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