Ausnahmezustand in Ecuador

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Gewalt in Quito, Ecuador.

Quito - Angesichts einer Meuterei tausender Polizisten hat der ecuadorianische Präsident Rafael Correa am Donnerstag den Ausnahmezustand verhängt.

Nach einer Meuterei tausender Polizisten in Ecuador ist die Lage in dem südamerikanischem Land unübersichtlich: Die Polizei dementierte Berichte über die Festnahme von Staatschef Rafael Correa. “Niemand hält ihn fest“, teilte die Leitung des Polizei- Krankenhauses in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito mit, in dem Correa am Donnerstag nach einer Rangelei mit Demonstranten behandelt wurde. Der Staatschef werde über einen Tropf mit Serum versorgt und normal behandelt, hieß es in der Mitteilung weiter.

Vorwürfe, er werde gegen seinen Willen in der Klinik festgehalten, stimmten nicht. Correa hatte kurz zuvor den Ausnahmezustand verhängt und von einem Umsturzversuch gesprochen. In einem Telefoninterview vom Krankenbett aus hatte Correa selbst gesagt, meuternde Polizisten versuchten, in sein Zimmer vorzudringen. Darauf machten sich hunderte seiner Anhänger zu dem Krankenhaus auf, um Correa “zu befreien“.

Der Sender CNN berichtete, meuternde Polizisten hätten den Anhänger des Präsidenten jedoch den Zutritt zu dem Krankenhaus versperrt. Die Polizisten protestieren gegen die Streichung von finanziellen Vergünstigungen. Bei einer Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) in Washington sprachen sich die Vertreter zahlreicher Mitgliedsländer, darunter auch die USA, für die Aufrechterhaltung der verfassungsmäßigen Ordnung in Ecuador und die Rückkehr zur Normalität aus.

dpa

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