38 Tote durch Methanol

Massenanklage nach Skandal um Gift-Schnaps

Brünn - Anderthalb Jahre nach der Todesserie durch mit Methanol vermischten Schnaps in Tschechien müssen sich 31 Personen vor Gericht verantworten. Damals waren 38 Menschen gestorben.

Etwa anderthalb Jahre nach dem Skandal um tödlichen Schnaps in Tschechien hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abgeschlossen. Gegen 29 Männer und zwei Frauen sei Anklage erhoben worden, teilte Staatsanwalt Jan Sladky am Dienstag in Brünn (Brno) mit. Vier Beschuldigte, unter ihnen die mutmaßlichen Alkoholmischer, müssten sich wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung verantworten. Ihnen drohten Haftstrafen von bis zu 20 Jahren. Das ganze Land sei nach dem Ausbruch der Methanol-Affäre, während der es 38 Tote gab, in einem Schockzustand gewesen, sagte der Staatsanwalt. 50 Menschen haben demnach schwere Gesundheitsschäden davongetragen.

Schnaps, der mit dem Industriealkohol Methanol vergiftet war, gelangte in Tschechien in der zweiten Jahreshälfte 2012 in großen Mengen in Umlauf. Die Regierung in Prag verhängte damals vorübergehend ein Verkaufsverbot für hochprozentigen Alkohol.

dpa

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