AKW-Arbeiter: Radioaktivität im Körper

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Die Arbeiter am Atomkraftwerk Fukushima sind permanenter Gefahr ausgesetzt

Tokio - Nachdem zwei Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima in verseuchtes Wasser getreten waren, kamen sie mit Verbrennungen ins Krankenhaus. In ihren Körpern wurden jetzt radioaktive Partikel festgestellt.

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Radioaktive Partikel sind vermutlich in die Körper der beiden verletzten Arbeiter vom Kraftwerk Fukushima gelangt. Die Männer zeigten aber keine Frühsymptome von Strahlenkrankheit und benötigten deshalb keine weitere Behandlung, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Freitag unter Berufung auf das nationale Institut für Strahlenforschung. Die Männer könnten ohne fremde Hilfe gehen und könnten wahrscheinlich am Montag entlassen werden.

Die beiden Arbeiter waren am Donnerstag bei Arbeiten am Krisen-AKW Fukushima in stark radioaktiv belastetes Wasser getreten und kamen mit Verbrennungen in eine Spezialklinik. Die Ganzkörperstrahlung, der die Männer ausgesetzt waren, soll bei 173 bis 180 Millisievert gelegen haben. Unterhalb der Knöchel soll die Strahlung aber bei 2 bis 6 Sievert gelegen haben, berichtete das behandelnde Strahlenforschungsinstitut. Diese extreme Dosis war nur lokal begrenzt und betraf nicht den ganzen Körper, berichtete Kyodo.

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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nennt als Folgen eines Strahlenunfalls für einen Dosisbereich von 1 bis 6 Sievert unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Fieber und Haarausfall als Symptome. Bei 5 bis 20 Sievert Ganzkörperstrahlung können etwa Schock und Blutungen auftreten - nur im unteren Dosisbereich ist laut BfS ein Überleben möglich. Bei mehr als 20 Sievert tritt der Tod demnach innerhalb von zwei Tagen ein.

dpa

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