Mutter und Tochter verprügelt 

Aktenzeichen XY: Münchner für den „XY-Preis“ nominiert - ZDF-Beitrag zeigt unglaubliche Tat

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Siegward Saße und Petra Amann griffen mutig ein, als ein Vater zunächst seine Tochter und dann seine Ex-Frau attackierte. 

Zwei Münchner wurden nun für ihr couragiertes Eingreifen für den „XY-Preis“ der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ nominiert. Sie verhinderten Schlimmeres. 

München - Es ist eine schier unglaubliche Tat, die ein damals 54-Jähriger seiner eigenen Familie antat. Der Familienvater vergewaltigte seine eigene Partnerin im Laufe der Beziehung, bis die damals 50-Jährige 2015 den Schlussstrich zog und gemeinsam mit der Tochter einen Neuanfang wagte. Die Trennung von Frau und Kind wollte Danail D. jedoch nicht so einfach hinnehmen, er verprügelte sowohl Tochter als auch deren Mutter brutal. 

Sie beide wurden vor noch Schlimmerem bewahrt, nun wurden die Retter für ihre mutige Tat für den „XY-Preis“ nominiert. Auf der Homepage des ZDF ist der Beitrag über das couragierte Eingreifen zu sehen. 

„Aktenzeichen XY“ im ZDF: Münchner für „XY-Preis“ nominiert 

In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ berichtet zunächst der Münchner Siegward Saße über seine Beobachtung im Juni 2016. „An dem besagten Nachmittag bin ich mit meiner Frau im Park spazieren gegangen, wir haben uns unterhalten, bis wir dann auf einmal Schreie von einem Kind gehört haben. Es waren keine normalen Schreie“, schildert Saße in einem kurzen Einspieler. 

Was das Paar dann sieht: Ein junges Mädchen liegt in einem Park auf dem Boden, wird von einem Mann brutal verprügelt. Als Saße auf die beiden zuläuft, lässt der Täter von dem jungen Mädchen ab. Noch während das Paar den Notruf verständigt, wird klar: der eigene Vater attackierte seine Tochter brutal. 

Nur Augenblicke später wiederholt sich die Situation. Der damals 54-Jährige läuft zum Wohnhaus seiner Ex-Frau. Von ihrer verletzten Tochter alarmiert, macht sich Elena C. auf den Weg. Doch an der Haustür wartet bereits der brutale Schläger. Auch die 50-Jährige wird von ihm attackiert, doch noch brutaler als ihre Tochter zuvor. 

In dem rund vier Minuten langen Beitrag der TV-Sendung berichtet die Münchnerin Petra Amann, wie sie unter ihrem Balkon laute Schreie vernahm. „Ich bin sofort die Treppe hinuntergelaufen, so schnell ich konnte. Ich habe alle Kräfte zusammengenommen“, erklärt Amann. Wie im Wahn prügelt Danail D. auf seine Ex-Partnerin ein, droht ihr, sie umzubringen. 

Die Frau wurde von ihrem eigenen Ex-Partner brutal attackiert. Petra Amann (r.) griff beherzt ein und verhinderte Schlimmeres. 

In der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am 5. Juni wird auch die brutale Misshandlung eines Ehepaars aus Wolfsburg behandelt, wie nordbuzz.de* berichtet.

Währenddessen sucht die Polizei Mettmann nach einem 15-Jährigen. Er könnte an einer ansteckenden Tuberkulose erkrankt sein. Nun sucht die Polizei mit einem Foto nach ihm.

„Aktenzeichen XY“ im ZDF: Bulgare wird verurteilt und anschließend ausgeliefert 

Nachbarin Petra Amann rettete ihr durch ihr beherztes Eingreifen wohl das Leben, sie stellte sich dem brutalen Schläger in den Weg. Polizei und Rettungskräfte wurden alarmiert, Elena C. mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Not-Operation rettet ihr das Leben. Noch 2016 wird der Bulgare zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt, anschließend soll er ausgeliefert werden, wie tz.de* berichtete. „Wegschauen gilt nicht, jeder kann helfen!“, machen Siegward Saße und Petra Amann deutlich. Ob die beiden für den mit rund 10.000 Euro dotierten „XY-Preis“ tatsächlich ausgewählt werden, stellt sich erst Ende 2019 heraus. 

Die Ausstrahlung der ZDF-Sendung könnte dann sogar für einen Durchbruch in mehreren Fällen gesorgt haben. In gleich zwei ungelösten Kriminalfällen wollen Zuschauer den Täter persönlich kennen. Im Fall der Armbrust-Toten aus Passau nennen die Eltern des jüngsten Opfers nun verstörende Details. 

*tz.de und nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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