Ärzte ohne Grenzen: Große Sorge um alte Menschen in Japan

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Eine ältere Frau sitzt in einer Notunterkunft im nordjapanischen Yamada.

Berlin - Nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen ist die Situation für ältere Menschen nach der Erdbeben-Katastrophe in Japan besonders schlimm.

“Stark betroffen sind in den Notunterkünften die chronisch kranken Menschen - und das sind oft die Älteren“, sagte Geschäftsführer Frank Dörner am Freitag in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Ärzte ohne Grenzen sei mit zwölf Experten in kleinen Teams von drei bis vier Personen in den betroffenen Gebieten unterwegs. “Sie versuchen zu Menschen vorzudringen, die bislang noch keine Hilfe erhalten haben.“

Japan-Katastrophe: Bilder vom Freitag

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Die älteren Menschen litten oft unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzschwäche und Bluthochdruck. Ein besonderes Problem sei die Alters-Diabetes, denn diese Patienten bräuchten nicht nur Medikamente, sondern auch eine spezielle Diät. “Es kommen aber auch dehydrierte Menschen, die nicht genug Flüssigkeit bekommen haben. Und auch Unterkühlungen müssen behandelt werden“, berichtete Dörner weiter.

“Es werden enorme Anstrengungen von der japanischen Regierung und der Bevölkerung unternommen“, sagte der Mediziner in Berlin. “Aber man muss sich das ganze Ausmaß dieser Katastrophe vor Augen führen.“ So mangele es in der Not zum Beispiel an Strom und Benzin.

Ärzte ohne Grenzen leistet in Ländern medizinische Hilfe, in denen die Gesundheitsstrukturen zusammengebrochen sind oder die Bevölkerung unzureichend versorgt wird. Dies reicht nach Angaben der Organisation von Wasserprojekten bis zum Wiederaufbau von Kliniken.

Von Silvia Kusidlo

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