Tod bei der Ausbildung

800 Menschen trauern um THW-Helferinnen

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Bei einem Gottesdienst im Magdeburger Dom haben Hunderte Kameraden des Technischen Hilfswerks um zwei junge Frauen aus ihren Reihen getrauert

Magdeburg - Im Sommer noch hatten die beiden Frauen Hochwasseropfern geholfen. Vor drei Wochen starben sie bei einer Ausbildungsfahrt auf der Elbe.

Bei einem Gottesdienst im Magdeburger Dom haben Hunderte Kameraden des Technischen Hilfswerks um zwei junge Frauen aus ihren Reihen getrauert. Rund 800 Mitarbeiter des THW und anderer Hilfsorganisationen aus dem gesamten Bundesgebiet bekundeten den Familien und Freunden der 23 und 24 Jahre alten Frauen ihre Anteilnahme. Die Helferinnen waren vor drei Wochen bei einer Übungsfahrt auf der Elbe in Magdeburg tödlich verunglückt. Ihr Boot kenterte. Trotz Wiederbelebungsversuchen starben die THW-Helferinnen in einer Klinik. Die Staatsanwaltschaft ermittelt noch.

Christoph Bergner, amtierender Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, sagte: „Wir brauchen Menschen, die in dieser Weise für andere da sind.“ Beide seien im Sommer beim Hochwasser als Helferinnen an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gegangen. Beide seien seit vielen Jahren beim THW engagiert und in der Fachgruppe Wassergefahren im Einsatz gewesen.

Die Bischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, sagte in ihrer Predigt: „Trauer und Erschrecken liegen schwer auf Herz und Gemüt. Ratlos und sprachlos macht uns dieses Unglück.“ Und: „Auch wenn ihr Tod ohne Sinn ist: Ihr Leben war voller Sinn, dem Sinn der Liebe und Mitmenschlichkeit.“

dpa

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