Interview: Wolfgang Jacobsen ist Ballonfahrer

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Wolfgang Jacobsen liebt das Gefühl des Schwebens. Aus seinem Ballon heraus genießt er das Panorama, das sich unter ihm auftut.

HAMM - Im Frühling und Sommer sieht man sie oft: Heißluftballons. Viele verspüren in dem Moment den Wunsch, einmal solch eine Fahrt zu machen, den Überblick von hoch oben zu haben. Wolfgang Jacobsen, Privatpilot und Mitglied im Luftsport-Club Hamm e.V., erzählte yourzz-Reporterin Carolin Drees, was das Reizvolle am Ballonfahren ist und warum dies zu den Dingen gehört, die jeder einmal gemacht haben sollte.

Wie sind Sie zu Ihrem Hobby gekommen?

Jacobsen: Ich habe mir bereits in meiner Jugend gewünscht, einmal zu fliegen. Diesen Wunsch konnte ich mir allerdings nicht sofort erfüllen, weil meine Eltern damals dagegen waren. Daher habe ich erst nach meinem Studium den Segelflugschein gemacht und konnte einfach nicht genug bekommen. Der Motorflugschein folgte ganz schnell. Einige Jahre später bin ich dann zum ersten Mal Ballon gefahren. Ich muss zugeben, dass mich das geprägt hat und ich seitdem nicht mehr davon losgekommen bin.

Was reizt Sie am meisten am Ballonfahren?

Jacobsen: Mit einem Ballon bewegt man sich ganz langsam. Man kann alles beobachten und hat dadurch, dass man nicht in einer geschlossenen Kapsel sitzt, den Überblick über alles. Ein Ballon schwebt nur, aber mit dem richtigen Wissen kann man ihn trotzdem steuern. Außerdem wird mein sportlicher Ehrgeiz geweckt. Es gibt Wettbewerbe, an denen man teilnehmen kann.

Sind für Sie noch andere Luftsportarten interessant? Könnten Sie sich zum Beispiel vorstellen, einmal Fallschirm zu springen?

Jacobsen: Ballonfahren, Segel- und Motorfliegen: Das sind die Luftsportarten, die mich interessieren und die mir Spaß machen. Ich bin einmal Fallschirm gesprungen. Das war nichts für mich. Für andere Leute hat das sicher seine Reize, aber als Ballonfahrer steige ich lieber auf als plötzlich zu fallen.

Gibt es viele Jugendliche, die sich für das Ballonfahren interessieren?

Jacobsen: Unsere Gäste bestehen aus einer bunt gemischten Masse. Von Alt bis Jung ist alles dabei. Viele erwähnen irgendwann mal, dass sie gerne mit einem Ballon fahren möchten und bekommen diese Fahrt dann von ihren Familien und Freunden geschenkt.

Was verbinden Sie mit dem Wort „Ballonfahrt“?

Jacobsen: Wenn ich mit meinem Motorflugzeug fliege, bin ich alleine. Ich hole es raus, betanke es und fliege los. Das ist bei einer Ballonfahrt anders, denn da muss man in einer Gemeinschaft arbeiten. Jeder hat seine Aufgabe und fasst mit an. In der Luft genießt man zusammen, deshalb verbinde ich die Teamarbeit mit diesem Wort. Aber auch Freiheit. Wenn ich aufsteige, vergesse ich alles andere. Man kann sagen, dass das Ballonfahren etwas für die Seele ist.

Gehört eine Ballonfahrt für Sie zu den Dingen, die man im Leben einmal gemacht haben muss?

Jacobsen: Ja, auf jeden Fall! Es ist eine besondere Art des Luftsports und ich hatte noch keinen Gast, der mit mir gefahren ist und es im Anschluss bereut hat. Alle sind begeistert. Die dritte Dimension ist einfach etwas Faszinierendes. Man ist fernab vom Boden. Jedes Kind möchte wissen, wie sich das anfühlt und dieser Wunsch sollte für jeden Realität werden.

Quelle: wa.de

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