Wintersport nur in der Halle - Eisflächen sind tabu

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Die Eislaufsaison in der Eishalle MaxiIce läuft noch bis zum Frühjahr. Dann wird über die Zukunft entschieden.

HAMM - Arktische Temperaturen, Schnee und eine dicke Eisschicht auf sämtlichen Gewässern der Stadt. Zugegeben, ein Bild, das man in Hamm zuletzt vor einigen Jahren gesehen hat. Trotzdem machen wir mal darauf aufmerksam, dass das Betreten von Eisflächen prinzipiell verboten ist.

Von Carolin Drees

Trotz des lästigen Schneeschiebens würden sich aber sicher viele freuen, denn gerade für Jugendliche beginnt dann wieder die Zeit des Rodelns und Eislaufens. Doch gerade letzteres ist nicht nur hochgefährlich, sondern auch verboten.

„Es ist verboten, öffentliche Gewässer zu betreten“, erklärt Stadtsprecher Tom Herberg. Hierfür brauche es auch kein Verbotsschild am Rand: „Lediglich ein Schild kann das Verbot aufheben. Ansonsten herrscht das Verbot generell.“ Die größte Gefahr beim Betreten einer Eisfläche sei die des Einbrechens: „Durch einen bloßen Blick auf das Eis oder das Stampfen am Rand kann man nicht einschätzen, wie dick die Eisfläche wirklich ist.“ Herberg warnt, dass dann nicht nur das Leben der eingebrochenen Person in Gefahr sei, sondern auch das der Helfer.

Selbstrettung oft kaum möglich

Eine Selbstrettung ist häufig nicht möglich, da bei einer Temperatur von null Grad und weniger bereits nach kurzer Zeit eine Muskelstarre und Bewusstseins-Trübung einsetzen. Die Überlebenszeit liegt durchschnittlich bei einer halben Stunde. Trotzdem sollte man als allererstes einen Notruf absetzen. Der Selbstschutz des Ersthelfers geht immer vor, deshalb rät die DRLG dazu, sich Hilfsmittel wie Leinen, Leiter oder ähnliches zu holen und diese dem Eingebrochenen zuzuwerfen. So kann er sich entweder selber über Wasser halten oder gegebenenfalls rausgezogen werden. Ist die Rettung geglückt, muss der Eingebrochene warm gehalten, jedoch nicht unnötig bewegt oder sogar massiert werden. Der Transport in ein Krankenhaus und die Behandlung durch einen Arzt sind unumgänglich.

Verstoß kostet 20 Euro

Dass Leute zugefrorene Gewässer betreten, ist in Hamm nicht die Regel. Herberg erklärt: „Es kommt zum Glück nur hin und wieder mal vor.“ Die Dunkelziffer wird nur leider größer sein. Da es sich um einen Verstoß gegen die Straßen- und Anlagenordnung handelt, kann ein Knöllchen in Höhe von 20 Euro ausgesprochen werden. Meistens suchen die Behördenvertreter jedoch das Gespräch und machen die Leute auf die Gefahren aufmerksam und versuchen, die Gesellschaft so für das Thema zu sensibilisieren, erklärt Herberg.

Wer im Winter trotzdem nicht auf Schlittschuhlaufen verzichten möchte, kann die MaxiIce-Halle in Werries oder die Eisbahn auf dem Weihnachtsmarkt vor der Pauluskirche besuchen. Auch in anderen Städten im Ruhrgebiet, wie Dortmund oder Herne, findet man Eishallen. Skibegeisterte können ins Sauerland fahren oder einen Ausflug in die Indoor-Skihalle in Bottrop machen. Und wem Wintersport allgemein zu kalt ist, der guckt sich einfach die Winterspiele im Fernsehen an und genießt eine weiße Winterlandschaft auf der warmen Couch.

Quelle: wa.de

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